Donnerstag, 21. Juli 2011

Shoot´em up....oder besser lauf um dein Leben



co-Titel: lauf Phil, lauf.........oder ne lass es, du entkommst ihr sowieso nicht


Nachdem mein Herz so gnädig war doch weiter zu schlagen, zog ich Arees aus dem Gurt und entsicherte sie schon mal vorsorglich. Noch immer etwas geschockt, richtete ich sie schon mal auf das Individuum vor mir.

„Bella, nimm sofort die Waffe runter und beruhige dich. Das hier ist nicht der Ort, an dem du DAS lösen solltest.“, mahnte mich Aro streng.
„Aro..., was will dieses widerliche Arschloch hier? DU weißt, dass ich ihn umlegen würde, sobald ich ihn sehe!“, presste ich heraus.
„Ich weiß mein Kind, ich weiß, aber ich wusste nicht, dass er herkommt und ich wusste nicht, dass du wieder einmal plötzlich, OHNE ANZUKLOPFEN, hier in mein Büro stürmen würdest.“, rechtfertigte er sich.
„Es ist mir so was von SCHEIßEGAL, was du wusstest und was nicht. Tatsache ist, dass diese Made hier steht und das ich sie hier nicht haben will.“ spie ich aus, was mehr an Phil, als an Aro gerichtet war, aber ich konnte mich gerade nicht mehr konzentrieren.

Ich machte ein paar Schritte auf die widerliche Schleimbacke zu, und richtete Arees genau auf den imaginären Punkt, zwischen den Augen, den Emmett immer versucht hatte, mir in den Geist zu implantieren. Ich hörte seine bestimmende Stimme in meinem Kopf. „Bella, konzentriere dich! Immer genau zwischen die Augen zielen und den Punkt nie außer Acht lassen, egal wo er sich hinbewegt. Halte die Hand ruhig und lass dich nicht ablenken. Einatmen, ausatmen.“
Ich musste lächeln, als ich zu Phil hin sah und bemerkte, wie er aus allen Poren transpirierte, was mir ein heiseres, irres Lachen entlockte.

„Phil... kennst du die Vorgeschichte von SAW?“, fragte ich lässig.
„Ähhhhmmm...n…. n…… nnne ….ne nei nei nein, da gab es eine Vorgeschichte?“, stotterte er ängstlich.
Aro begann zu grinsen und ich konnte es mir auch nicht verkneifen.
„Ja gibt es. Wir testen sie gerade auf den Realitätsbezug.“, meinte ich süffisant und dann passierte es auch schon. Phil pisste sich gerade mächtig in die Hosen und mir entkam ein langgezogenes „IIIIIIIIIIIHHHHH“. Die Frage, ob wir ihm Pampers besorgen sollten, konnte ich mir nicht verkneifen.

„Weißt du Phil, eigentlich sollte ich dir erst das eine Ei weg schießen, und dann das andere. Oder wusstest du, dass man mit zwei durchlöcherten Kniescheiben, nicht mehr weit kommt? Angenommen ich lade dich jetzt in mein Auto und fahre mit dir irgendwo hin, in die Botanik und schieße dir zwei schöne Löcher in die Kniescheiben... du würdest vermutlich nicht mal einen Tag überleben. Oder ich nehme dich mit, tackere dich im Keller an die Wand und perfektioniere meine Wurfkunst. Was hältst du davon?“
Phil wechselte die Hautfarbe fast schon wie ein Chamäleon. Jetzt gerade war es fast schon arktisch weiß. Er war kurz davor in Ohnmacht zu fallen, also beschloss ich, ihm hier noch mal so richtig eins rein zu würgen. Als erstes half ich ihm in die Käfer- Position. Als er dann endlich auf dem Rücken lag, setze ich mich auf ihn. So ähnlich, wie bei James damals, nur war das hier bei weitem nicht so angenehm. Auf keinen Fall wollte ich mit seiner Hose in Berührung kommen.

Aro räusperte sich und ich wusste, dass ich eigentlich zu weit ging, aber ich konnte nicht anders.
Ich schnappte mir das Messer, das unter Aros Tisch befestigt war und setze es an Phils Wange an.

Er begann zu weinen, wie ein kleines Kind. Todesangst stand ihm ins Gesicht geschrieben.

„Weißt du... die ganze Sache hat auch sein Gutes. Ich hab gelernt, dich auf ca. 100 verschiedene Arten zu verletzten, ohne das du stirbst. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du DAS so geplant hattest, ODER?“, flüsterte ich ihm ins Ohr und setze das Messer mit der Spitze an seiner Wange an. Langsam erhöhte ich den Druck auf seine Wange, die auch bis zu einem gewissen Grad standhielt. Als aber der von mir ersehnte Moment gekommen und die Elastizität der Haut zu Ende war, das Messer sachte in sein Fleisch glitt und der erste Tropfen seines Lebenssaftes hervorquoll, legte sich ein rotes Tuch über meine Sinne und meinen Verstand. Ich fand es faszinierend und zog das Messer gemächlich weiter. Er schrie laut auf, lauter als er eben schon geschrien hatte. Immer weiter zog ich das Messer voran und der Schnitt war schon etliche Zentimeter lang. Aro riss mich von Phil runter und ermahnte mich, dass es genug sei. Er drückte auf den Rufknopf für Boris, der auch gleich ins Zimmer geschossen kam.

Aro befahl ihm, diesen Abschaum hier, und damit meinte er Phil, zu entsorgen. Dann drückte er mich in einen der Ohrensessel und stellte mir ein Glas mit eisgekühltem Wodka hin. Die letzten zehn Minuten waren nur so an mir vorbei gezogen. Ich glaub, ich hatte einen Blutrausch und ich muss sagen, es war geil.

Aro redete auf mich ein und wollte mir begreiflich machen, dass ich mir an so einem Gesindel nicht die Hände schmutzig machen durfte. Meine Zeit würde kommen und Phil würde ganz bestimmt seine gerechte Strafe dafür erhalten. Ich dürfte sein Richter sein, aber ich durfte Ihn unter keinen Umständen selber umbringen. Ich musste eine weiße Weste behalten. Und wenn ich schon jemanden umbrachte, dann sollte derjenige wenigstens adäquat und hochrangig sein und nicht so ein blöder Volltrottel.
Er wollte wissen, warum ich eigentlich in sein Büro gestürzt war.
Ich schaute ihn, mit zur Seite gebeugtem Kopf an und wusste nicht mehr so genau, was ich eigentlich von ihm gewollt hatte. Als ich Caius am Fenster vorbei gehen sah, fiel es mir natürlich wieder ein und ich erzählte Aro die ganze Story, von vorne bis hinten. Einzig seine Reaktion verunsicherte mich, da man ihm überhaupt nicht ansah, was nun in seinem Kopf vorging, als er sein Telefon nahm und Caius mit unbewegter Stimme in sein Büro zitierte.

Ich hatte Aro noch nie so ausflippen sehen. Er tobte. Caius war mehr als nur sprachlos und musste sich bei mir entschuldigen. Das war für ihn, als wenn du ihm den Schwanz abschneiden würdest, oder ein Schlag in die Fresse. In mir tobte ein Hochgefühl. Meine Laune war schlagartig gestiegen. Ich beschloss, meinen Arbeitstag früher zu beenden und eilte nach Hause um James zu suchen........

Bella Pov ENDE


Zur gleichen Zeit im Volturi - Anwesen.
James saß in seinem kleinen Zimmer, irgendwo in der ersten Etage. Sein Kopf war auf einer Hand abgestützt. Seine Augen waren gerötet und die Haare standen wirr von seinem Kopf ab, vom vielem Haare raufen. Er sah verheerend schlecht aus, und er kritzelte auf einem Block herum.

Meine liebe Bella,
Liebste Bella,
Bella,

wenn ich könnte, würde ich dich genauso hassen, wie du mich.
Deine hasserfüllten Blicke ertrag ich einfach nicht länger.
Du und deine Launen, dass hält kein Mann aus.
Erst lässt du mich dir nahe kommen und im nächsten Moment stößt du mich wieder weg.

Manchmal in der Nacht, schreist du das ganze Haus zusammen und hörst erst auf, wenn ich dir die Hand auf den Kopf lege, oder dich in die Arme nehme und dich festhalte. Bis auf das eine Mal. Dieses eine Mal, wo ich dachte, das wäre der Schlüsselmoment gewesen. Ich dachte ernsthaft, dass es so gewesen wäre. Allerdings kommt ja bekanntlich immer alles anders, als man denkt. Als der Schuh neben meinem Gesicht stecken geblieben ist, wusste ich, dass sich nichts geändert hat. In der Nacht willst du nicht, dass ich gehe, aber am nächsten Tag versuchst du mich, mit einem Schuh zu erschlagen.

Ich wusste damals schon am Flughafen, dass ich dich so schnell nicht vergessen könnte. Mir hat aber keiner gesagt, dass der Wunsch mit dir zusammen zu sein, ein Drahtseilakt wird. Mir war klar, dass Aro vielleicht ein Problem damit haben wird, aber dem war nicht so. Weißt du, sogar Aro hat mich vor dir gewarnt. Er meinte, ich soll mir an dir bloß nicht die Zähne aus beißen und acht geben, dass ich dich nicht verärgere. Wen ich gewusst hätte, dass so viel Wahres in seinen Worten stecken würde, hätte ich auf ihn gehört...
Du bist, auf eine gewissen Art und Weise, unberechenbarer als Vicky.

Bella, nimm es mir nicht Übel, aber ich muss einige Zeit darüber nachdenken, ob ich das Spielchen, was du spielst, wirklich will oder ob es wohl besser wäre, ich würde mit dir nur noch etwas zu tun haben, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Versteh mich bitte nicht falsch, du bist das großartigste Wesen, was ich jemals getroffen habe, aber so einzigartig du auch bist, so eigenartig bist du. So liebevoll du auch bist, du kannst mindestens genauso kalt und kratzbürstig sein.

Falls du jetzt auf die Idee kommen solltest, mit mir über diese Zeilen reden zu wollen, dann kannst du es dir sparen.
Ich bin nicht mehr in London.
Musste raus.

Ich liebe dich.
Ich brauche dich.

Bis dann,
James


James POV:

Ich las mir den Text noch einige Male durch, und beschloss ihn so zu lassen. Es stand darin, was drin stehen musste und er würde sich nicht anders anhören, wenn ich ihn noch hundert Mal lesen würde.
Ich legte ihn langsam, stockend, auf Bellas Tisch und sah mich nochmal in ihrem Wohnzimmer um. Ohne sie war jeder Raum so gewöhnlich. Erst ihre bloße Anwesenheit machte jeden Raum und jeden Ort zu etwas ganz Besonderem. Sie schloss Ihre Räume nicht mehr vollständig ab, nur mehr die Tür zum Ankleidezimmer und zum Schlafzimmer. Darüber war ich froh, denn so konnte ich den Brief auf Ihren Tisch legen und sie würde ihn schon bald finden...

In mir zog sich alles zusammen. Auf der einen Seite tat es weh zu gehen, auf der anderen Seite war es das Beste, was ich tun konnte. In erster Linie für mich selbst, da ich es hier nicht mehr aushielt.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich Bella in Phoenix am Flughafen getroffen hatte, legte ich alles flach, was bei drei nicht auf irgendeinem Baum war. Und dann kam sie.

Sie verdrehte meine Welt um 180 Grad. Zickig, kratzbürstig, launisch und brandgefährlich, aber nur nach außen hin. Ich hatte Sie ausgiebig beobachtet. Wenn Sie sich unbeobachtet fühlte, war Sie ein kleines bisschen Sie selbst. Sie hatte ein schweres Päckchen zu tragen, dass wussten wir alle. Aber mit so einem Verhalten, welches sie an den Tag legte, würde Sie es selber tragen müssen. So konnte ich Ihr nicht helfen, denn sonst würde ICH daran kaputt gehen.

Ich packte nur die nötigsten Sachen ein und schrieb Aro eine kurze Mail, wo er mich erreichen könnte, aber mit der Bitte, Bella nicht zu sagen, wo ich war.
Handy und Laptop ließ ich in meinem Zimmer zurück, die Tür lehnte ich nur an und machte mich auf den Weg zu meinem Auto bzw. zu dem Auto, das ich heute extra noch gekauft hatte. Denn da drin befanden sich keine Peilsender, wie in unseren anderen Autos.

Ich packte mein Zeug ein, rutschte hinter das Lenkrad und machte mich auf den Weg nach Ostengland.
Mein Ziel war The Wash (größtes Gezeitenbecken Englands). Unberührte Sand- und Kiesstrände, niedrige, bröckelnde Klippen, weite Mündungsarme, einzigartige, mit Kies bedeckte Landzungen, hübsche Fischerdörfchen und Großbritanniens schönste Wattenmeere und Salzmarschen. Genau das, was ich und mein malträtiertes Hirn brauchten. RUHE!!!! Einfach nur RUHE. Am besten keine Leute und deshalb kaufte ich mir dort ein kleines Haus. Keine 300 Meter vom Meer entfernt.

Die Tage vergingen rasend schnell. Stundenlang saß ich am Strand und ließ meine Gedanken im Kreis wandern. Die Sehnsucht nach Hause, da wo Bella war, war in den ersten Tagen riesig, aber sie ebbte ab. Meine Gefühle, die Sehnsucht und das Begehren verhielten sich, wie Ebbe und Flut.

Ich fragte mich, ob sie mich wohl vermisste. Hatte sie versucht mich zu finden? Wie hat sie wohl auf den Brief reagiert? War sie zornig? Ist sie wieder ausgerastet?

Heute war wieder einer dieser Tage, wo mir Bella NICHT aus dem Kopf ging.

Immer wieder stellte ich meine Entscheidung in Frage. Hätte ich die Karten auf den Tisch legen sollen, oder nicht. Was erwartet mich, wenn ich zurück kam? Wollte ich zurück? An diesem Punkt wusste ich wie immer, nicht weiter.

Ab und zu rief Aro an und fragte, wie es mir geht.Ich sagte ihm das es langsam voran ginge. Nie wollte ich wissen ,wie es Bella ging, oder was SIE machte. Auch wenn ich es zu gerne gewusst hätte, aber es hätte mich wieder in ein tiefes Loch gezogen. Wenn ich gehört hätte, dass es ihr gut ginge und sie mein Weggang vielleicht gar nicht interessiert, oder schlimmer noch, sie sich darüber noch gefreut hatte.

CUT JAMES POV





Bella POV:

Ich parkte den Spießerschlitten in der Garage und machte mich umgehend auf den Weg in mein Zimmer. Ich musste diese Klamotten unbedingt loswerden und endlich vernünftige Kleidung anziehen. Das Haargummi zog ich einfach raus, und schüttelte die Harre locker auf. Arees steckte ich hinten in den Hosenbund. Ich wusste zwar, dass Aro das nicht so gern sah, aber der war ja nicht zu Hause. Es war generell sehr ruhig in dem Haus, das kam auch sehr selten genug vor. Ich stürmte runter in James Zimmer, in der Annahme er sei da. War er aber nicht. Ich versuchte es in seinem Trainingsraum, doch auch dort war er nicht. Ich war mir hundert Prozent sicher, dass ich sein Auto in der Garage gesehen hatte und wusste, dass er nicht zu Fuß irgendwo hin ging. Hektisch suchte ich alle Räume ab, sogar Viktorias Zimmer, aber ich konnte ihn nirgends finden. Schließlich schnappte ich mir mein Blackberry und versuchte ihn zu erreichen. Leider ging nur die blöde Mailbox ran. Ich ärgerte mich tierisch und ging wieder hoch in mein Zimmer.

Als ich zu meinem Schreibtisch kam, entdeckte ich ein Kuvert, wo fein säuberlich mein Name drauf stand. Ohne zu lesen sah ich zum Ende dieses Briefes und erkannte, dass er von James war.
Ich wunderte mich, nicht weil ich nicht gedacht hätte er könne schreiben, sondern über die Tatsache, dass er mir schrieb.

Ich las den Brief immer und immer wieder. Auf der Suche nach irgendwelchen Hinweisen, las ich ihn immer wieder, sogar im Zimmer sah ich mich um, und in seinen Räumen, aber fand keinen. Nichts, was mir verriet, wo er sein könnte.
Mittlerweile saß ich dort, wo ich zuvor gestanden hatte, am Boden, da meine Knie nachgegeben hatten.
Den Brief in der Hand und die Knie angezogen. Ich verstand die Welt gerade gar nicht mehr.
Er war weg? Er musste nachdenken? Hatte ich ihn wirklich so sehr verletzt? Das konnte einfach nicht sein. Von Rosalie wusste ich, dass er nichts anbrennen ließ und von Emmett, dass er wohl ein ganz harter Kerl sein musste. Das passte gerade alles nicht zusammen. Meine Gedanken kreisten um mich herum und zogen Runde um Runde. Eine nach der anderen. Sie zogen immer engere Bahnen, bis mir schlussendlich schlecht wurde und ich mich übergeben musste.

Mir wurde klar, dass er gegangen war, weil ich ihm nicht gezeigt hatte, wie dankbar ich ihm eigentlich war, dafür, dass er damals für mich da gewesen war. Das er eigentlich noch immer wichtig für mich war.

Stunden später saß ich noch immer auf den Boden und von dort bewegte ich mich auch keinen Zentimeter weg. Victorias Amme kam zu mir ins Zimmer, um mir mitzuteilen, dass ich zu Tisch kommen sollte. Ich schickte sie genervt weg und erklärte Ihr, dass ich keinen Hunger hätte.
Keine fünfzehn Minuten später stand Sie wieder in der Tür und versuchte mir mitzuteilen, dass Aro darauf bestand, dass ich an dem Abendessen teilnahm. Jedoch schickte ich sie mit Nachdruck wieder weg.

Ich schloss meine Tür, das erste Mal seit Wochen, wieder zu und drehte die Musik voll auf.
Als jemand gegen meine Türe hämmerte, als wolle er sie aus den Angeln heben, erschrak ich mich fast zu Tode.
Ich war mir vollkommen im Klaren darüber, dass dies Boris war und ließ ihn klopfen. In der Zwischenzeit zog ich mir meine Lederkombi an. Dann stellte ich mich vor die Tür, an der immer noch Boris klopfte und riss sie mit einem Ruck auf. Boris rannte mich fast um, aber ich konnte zum Glück noch ausweichen und so landete er fluchend auf dem Boden. Schnell aber leise, lief ich Richtung Garage und schwang mich auf meine ultraviolette Yamaha YZF-R6 und startete sie. In diesem Moment war es mir scheißegal, dass ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr Motorrad gefahren war und ich klopfte mir geistig auf die Schulter, dass ich die Schlüssel der Maschinen nicht in den Kasten gehangen hatte, sondern stecken ließ.

Ich machte mir nicht die Mühe, das Tor zu schließen, oder einen Helm aufzusetzen. Dafür, dass ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gefahren war, fühlte sich dieses Baby zwischen meinen Beinen, richtig gut an und der Fahrtwind blies mir den Kopf mehr als nur frei.

Ich fuhr über die Landstraße weit aus London hinaus. Ohne zu wissen wohin, fuhr ich eine ganze Weile einfach nur gerade aus. Das Tempo, das ich an den Tag legte, spiegelte eins zu eins mein Leben in den letzten paar Monaten wieder. Definitiv (ich) auf der Überholspur. Ich hatte ein paar Leute kennengelernt, die wichtig waren, gehörte jedoch nicht zu der High Society dazu, obwohl das Aros größter Wunsch war.
Ich wusste ehrlich nicht wieso es ihm so am Herzen lag, aber ich beschloss ihm den Gefallen zu tun und mich dorthin zu arbeiten.

Ich fuhr rechts ran und versuchte mein Blackberry zu erreichen um Rose anzurufen. Keine zehn Minuten später war ich mit Ihr in einer Bar in der City verabredet. Ich stieg wieder auf und machte mich auf den Rückweg. Nach einer guten Stunde bremste ich vor der Bar und fragte mich, wie ich da, in der Lederkombi, jemals rein kommen sollte. Prompt hielt mich der Türsteher auf, als ich an ihm vorbei gehen wollte und fragte mich nach meinen Ausweis. Ich kramte in meinen Taschen und nachdem ich ihn endlich gefunden hatte, hielt ich ihn ihm unter die Nase. Fast hätte ich Ihm noch die Zunge raus gestreckt. Er schluckte hart und sah verlegen zu Boden.

„Guten Abend Miss Volturi, es tut mir Leid, dass ich nach Ihren Ausweis gefragt habe, aber ich habe Sie nicht erkannt. Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.“ stammelte er und lies mich sofort durch. Von mir wurde erwartet, dass ich zur High Society gehörte und die High Society war arrogant, also nickte ich nur eingebildet, wie ich das bei so Obertussen gesehen hatte.

Ich betrat das stylische, aber viel zu volle Lokal und hielt nach Rose Ausschau. Die Frauen zogen generell sehr verachtend die Augenbrauen hoch und den Männer lief der Sabber aus den Mundwinkeln. Weswegen, war mir nicht so ganz klar. Ich verzog den Mund und bahnte mir den Weg zu Rose. Sie saß auf einem Hocker, leicht an die Bar gelehnt. Als sie mich erkannte, fiel sie mir, leicht angetrunken, um den Hals und laberte etwas davon, wie froh sie war, dass ich endlich mit ihr was trinken ging und stellte mir auch so gleich einen Drink hin. Als ich fragte, was das denn sei, meinte sie nur Wodka, doppelt, denn auf einem Bein steht man immer so schlecht. Rose war voll in ihrem Element. Sie stellte mir reihenweise Leute vor und mit jedem mussten wir was trinken. Ehe ich mich versah, trübte der böse Alkohol meine Sinne. Dieses ganze Smalltalk Gesabbel ging mir jetzt auch schon fürchterlich auf den Keks und deshalb beschloss ich, Rose an der Hand zu nehmen und sie auf die kleine Tanzfläche zu ziehen.

Mir war heute ehrlich alles scheißegal. Von Schleimbacken und Ja- Sagern hatte ich die Schnauze gestrichen voll. Ich musste mich dringend ablenken. Die meisten Kerle, die uns antanzten, konnte ich abweisen. Als mich jedoch plötzlich zwei starke Arme von hinten umklammerten, bekam ich leicht Panik und wechselte in den Angriffs- Kampfmodus.

„Shhht Bella, ich bin´s bloß, Emmett, cool down, alles ist gut. Du musst mich nicht umbringen!“, flüsterte er lachend in mein Ohr. Ich drehte mich um und fiel ihm buchstäblich um den Hals. Als Rosalie uns sah, kam sie sofort rüber und die beiden begrüßten sich mit einem innigen Kuss.
Ungläubig starrte ich die beiden an und machte einen auf Nemo. Emmett fragte Rose, ob sie mir noch immer nichts gesagt hätte und diese fragte ihn lallend, wie sie das denn bitte hätte machen sollen... beim Training fehlte ihr seit neustem der Atem, weil ich mittlerweile um einiges mehr an Kondition hatte als sie und sonst sahen wir uns ja kaum, da ich ja angeblich immer beschäftigt war. Ich musste lachen, Rose wirkte betrunken einfach zu goldig.

„Du Bells, ich würde dir gern noch wen vorstellen.“, meinte Emmett und zeigte auf einen großen, schlaksigen Mann, der etwas verdeckt hinter Ihm stand. Als er hörte, was Emmet sagte, trat er einen Schritt vor. „Aha“ meinte ich gleichgültig und streckte die Hand aus. Während dessen nannte ich meinen Namen.
„Sehr erfreut dich endlich kennen zu lernen, Bella. Mein Name ist Jasper Whitlock. Ich dachte schon, wir würden nie das Vergnügen miteinander haben. Emmett hat mir schon erzählt, wie gefährlich gut du geworden bist…also eigentlich von Anfang an warst.“, redete er ohne Punkt und Komma. Er nervte mich sofort und ich war heil froh, als er mit so einer operierten Tusse abgezogen war, die meiner Meinung nach, vorher mal ein Kerl gewesen sein musste.
Ich schaute Emmett an und fragte ihn, ob er immer so drauf war und Emmett meinte nur, wenn er betrunken und nervös sei. Mir war es egal und deshalb zuckte ich mit den Schultern. Emmett beschäftigte sich wieder intensiv mit Rose und ich langweilte mich.

Ich versuchte nicht an das zu denken, was heute passiert war, aber es holte mich immer wieder ein. Ich beschloss zurück an die Bar zu gehen und bestellte noch einige Gläser mit Wodka. Irgendwann merkte ich, dass ich von irgend so einem Prolltypen beobachtet wurde. Eigentlich ging er mir ja dezent am Arsch vorbei, aber da ich schon ordentlich einen sitzen hatte, grinste ich ihn nur an. Er verstand dies scheinbar als Einladung und kam herüber. Der Proll versuchte mir seinen Namen zu sagen, aber irgendwie interessierte mich der Name so ganz und gar nicht

Der Alkohol machte mir schon ganz schön zu schaffen und meine ganze Optik wurde etwas weicher, verschwommener. Langsam begann ich Gefallen an dem Typen zu finden und lies, vermeintlich unabsichtliche, Berührungen am Arm, auf meiner Schulter oder an der Hüfte zu. Außerdem wurde er mit jedem Glas hübscher, was sehr zu seinem Vorteil war. Er war zwar nicht hoffnungslos hässlich, aber mit IHM, nicht zu vergleichen.

Da war er wieder. Wieder drängte er sich in meinen Kopf und ich hing meinen, etwas wirren Gedanken nach und genoss die Hand, die meine Wirbelsäule langsam hoch und hinunterfuhr. Seine andere Hand machte sich auf dem Weg über meinen Arm zu meinem Gesicht. Er legte seine große Handfläche auf mein Gesicht und streichelte es zärtlich. Zumindest nahm ich an, dass es zärtlich war. Ich spürte es nicht mehr so richtig. Da ich sowieso schon recht verschwommen sah, bekam ich nicht mal mehr so richtig mit, wie sich sein Gesicht meinem näherte. Erst, als seine viel zu feuchten Lippen meine erreichten, wurde mir klar, dass er mich gerade küsste. Ich ließ es zu. Wieso auch nicht ...Ich war alt genug, um eine verdammte Waffe zu bedienen, alt genug um ein Auto zu fahren, das mehr PS hatte als sonst was, also war ich auch alt genug, um mir das zu holen, wonach mir war. Ich küsste Ihn zurück und teilte seine Lippen mit meiner Zunge. Er quittierte dieses mit einem rauen, leisen Stöhnen, sodass es in seinem Mund vibrierte. Seine Hand verließ mein Gesicht, um seiner anderen Gesellschaft zu leisten. Er zog mich näher an sich ran und umschlang mich mit der einen Hand, die andere ruhte vorerst auf meinem Arsch.

Er küsste mich immer drängender und mein Atem wurde immer schneller. Man, ich hatte es echt nötig, aber wohin sollten wir uns zurückziehen? Zu mir ging nicht, da es besser war, wenn der Proll nicht wusste, wer ich war und wo ich wohnte, außerdem tickte Aro dann sicher wieder aus. Mit zu ihm kam nicht in Frage, da ich ja nicht wusste, was mich erwartete. Aber es war ja eine warme Nacht und ich war mir sicher, dass ich irgendwo ein lauschiges Plätzchen finden würde.

Ich drehte mich herum und zog ihn mit nach draußen, die Straße entlang. Als wir an einer kleinen Seitenstraße, in der ein schwarzer Jeep Commander stand, ankamen, schnappte ich ihn mir und küsste ihn, als ob es um mein Leben ging. Die Hemdhälften nahm ich fordernd in meine Hände und riss sie auseinander. .Ich fuhr mit meinen Fingernägel über seinen durchaus muskulösen Oberkörper und er legte den Kopf in den Nacken und begann zu schnurren.

Seinen kläglichen Versuch, mir meine Lederkombi zu öffnen und auszuziehen, quittierte ich mit einem heiseren Lachen, während ich ihm half. Er fackelte dann nicht lange, schob seine Hände unter mein Top und kniff in meine Brustwarzen. Dieses elektrisierende Gefühl zog sofort in meinen Unterleib und ich fühlte, wie sich die Nässe in meinem Höschen sammelte. Er ging in die Knie, nestelte am Verschluss meiner Hose und nachdem er sie auf hatte, zog er sie runter, was gar nicht so einfach war, da mir schon ordentlich heiß war und das Leder an meiner Haut klebte.

Er küsste meinen Bauch und fuhr mit seiner Zunge an meinen Höschenbund entlang. Ich krallte mich in seine Haare. Leicht zitternd, stemmte ich die Arme, links und rechts hinter meinem Körper, auf der Motorhaube ab und zog mich nach oben, währenddessen er mir den Slip nach unten zog. Ich rutschte nach hinten bis zur Windschutzscheibe und spreizte die Beine ein wenig, aber nur soweit, dass er gerade so sehen konnte, was ihn erwartete.

Mit einem Grinsen bedeutete ich ihm - wie die Hexe aus dem Knusperhäuschen, das die Kinder anlockte - dass er näher kommen sollte. Er tat wie ihm befohlen und streifte dabei gleich seine Jeans ab. Der Nebel in meinem Kopf lichtete sich kurz. Ich erschrak und geriet in die Versuchung mich davonzustehlen, aber das hier war nicht Phil. Ich hatte es selbst entschieden und so wartete ich geduldig bis er, mehr oder weniger graziös, bei mir ankam.

Seine Lippen wanderten über meine Knie hinauf zu meinem Oberschenkel. Meine Mitte ließ er noch aus, küsste erneut meinen Bauch und hob den Kopf, um mich noch mal zärtlichst auf den Mund zu küssen. Währenddessen legte er eine Hand vorsichtig auf die Innenseite meiner Oberschenkel. Langsam glitt er mit der Hand zu meiner, immer feuchter werdenden, Mitte.

Er tauchte mit seinen Fingern in meine feuchte Spalte und drückte sachte auf den Kitzler. Wie, als würden Stromschläge durch meinen Körper fahren, bog ich meinen Rücken durch und stöhnte auf. Er leckte an meinem mittlerweile erhitzen Körper herab und leckte erst meine Spalte entlang, um kurz darauf seine Zunge um meine Klitoris kreisen zulassen. Auf einmal spürte ich seine Finger an meinem Eingang. Er drang tief in mich ein. Ich hatte das Gefühl abzuheben. Ich kam heftig um seine Finger herum und mein Oberkörper schnellte hoch.

Bestimmend zog ich ihn an mir hoch um ihn zu küssen und schmeckte mich selbst auf seinen Lippen, was mich aber nicht im geringsten störte. Er küsste meinen Hals hinunter und ich zog ihm das letzte, störende Kleidungsstück herunter. Seine massiv erregte Härte sprang mir buchstäblich entgegen. Ich war mir sicher an einen Kerl geraten zu sein, der immer und überall mit einem Quicki rechnete und griff in die neben uns drapierte Hose. Natürlich hatte ich nicht nur EIN Kondom in der Hand und musste grinsen. Auch einer der Marke Allzeit bereit.

Ich schnappte mir eins, riss es auf und streifte es ihm über, dann drückte ich ihn auf den Rücken, denn ich wollte einfach nicht mehr warten. Ich glitt auf ihn drauf und senkte mein Becken ganz langsam nach unten. Seine Spitze drang in mich ein und ich keuchte auf. Dominant griffen seine Hände an meine Hüften und drückten mich nach unten, um sich dann, voll in mich hinein zu schieben.

Er genoss es sichtlich, als ich anfing mich zu bewegen und es fühlte sich großartig an. Ich ritt ihn immer schneller werdend, bis zu meinem Orgasmus. Ich harrte auf ihm so lange aus, bis ich mir meines Gleichgewichtes wieder sicher sein konnte, stand abrupt auf und sprang von der Motorhaube. Als er checkte, was ich da tat, steckte ich schon in meiner Hose und richtet mein etwas zu weit nach oben gerutschtes Top.

„HEYYYYY...............ähhhmm, wo willst du hin? Wir waren noch nicht fertig!“ rief er entsetzt.
„Doch ich schon.. Und es war ganz nett“, lallte ich und schlüpfte in meine Boots.
Während ich Richtung Bar zurück ging, hörte ich noch, wie er mir nach rief, was denn mit ihm sei und ich antworte ihm, er soll doch seine Hand benutzen.

Als ich wieder in dem Lokal war, steuerte ich gleich den erstbesten Kellner an, bestellte vier doppelte Wodka und leerte sie zügig......







Ich wachte auf einem Sofa auf und versuchte mich erst mal zu orientieren. Als ich einen Schatten in der Tür vernahm, suchte ich panisch nach Arees, aber konnte sie nicht finden. Mir dämmerte es ganz leicht, das ich Arees im Fach unter meinem Sitz gelassen hatte. Ich erkannte Emmett, der mit einem fetten Grinsen im Gesicht, mit einem Glas Wasser und Kopfschmerztabletten auf mich zu kam.

„Na Prinzessin, auch schon wach?“
„Wie komm ich hier her verdammt noch mal?“
„Ich musste dich aus der Bar tragen. Nachdem du eine Schlägerei unter Kerlen geregelt hast, in dem du allen die Nase gebrochen und die Eier zermatscht hast. Du bist sturzbetrunken an der Bar eingeschlafen. Und bevor du von irgendeinem Fremden mitgenommen wirst und man am nächsten Tag in der Zeitung liest `Volturi Tochter verprügelt One Night Stand oder Volturi Tochter beim One Night Stand erwischt´, dachte ich, es wäre besser, wenn ich dich zu mir heim trage. Ach und den soll ich dir von Seth wieder geben, er meinte er braucht den nicht mehr“, sagte der große Teddybär zu mir und warf mir mein Höschen zu. Ich lief knallrot an.

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