Diese Stimmen...sie drehten sich immer wieder in meinem Kopf.
Diese Stimmen...unterteilen sich in nervende Gruppen
Diese Stimmen lachten mich aus
Diese Stimmen hatten Recht
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Diese Stimmen können mich ganz gewaltige am Arsch lecken.
Meine Augen taten etwas seltsames, dass grelle Licht blendete mich, es fühlte sich so an als würde ich verbrennen. Ich konnte kaum etwas sehen, in meinen Ohren klingelte noch immer Caius-Stimme. Ein innerer Selbstcheck verriet mir, dass ich noch am Leben war. Er sagte aber auch, dass ich meinem Schicksal nicht entronnen bin. Der schwere Duft von gebratenem Speck und Ei hing in der Luft, es roch nach Hühnersuppe und nach Grießbrei. War ich in einer Küche? Ich versuchte in die Richtung zu blicken wo ich mit dachte, dass der Geruch herkam, aber außer grelles Licht mit Schattenmenschen erkannte ich nicht viel. Ich wollte meinen Kopf heben aber regte sich überhaupt irgendwas, wenn ich meinen Körper den Befehl gab etwas zu tun? Was war denn nur los? Meine Aufmerksamkeit ruderte zum wiederholten Male davon. Der brennende Schmerz einer kalten Lösung kroch langsam meinem Arm herauf, mein Geist verschwamm in einer Morphiumwolke. Irgendwer tat alles um mich hier zu behalten. Was war denn nur los? Wollen sie mich wegsperren? War ich verrückt? So verrückt wie sie? Existierte sie überhaupt oder war sie nur eine Ausgeburt meiner kranken Phantasie? Wach ich auf und bin zu Hause? Zu Hause bei meiner Mutter? Wo der einzige Kampf den ich führte, der gegen Phil war?
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Etwas Warmes, etwas körperwarmes streichelte an der Stelle wo meine Arme festgenagelt schienen auf und ab. Ich spürte es…ich spürte es ganz genau... da war etwas. Ich zwang meinen Kopf meinen Finger zu sagen sie sollen greifen. Einfach zu packen. Und siehe da plötzlich ... mein Körper begann das zu tun was ich wollte. Und jetzt schlagen wir die Augen auf...komm schon Bella…konzentriere dich. Es tat so höllisch weh, wie als würde ich verbrennen dieses Licht, diese Gestalten, dieser Raum, dass alles kam mir bekannt vor? Das kannte ich hier, es war mir vertraut!!!
„Bella? Bella? Komm schlag sie schon auf, du hast es fast.“ feuerte mich eine mir bekannte Stimme an. Meine Augäpfel rollten hin und her, vor und zurück, es war so anstrengend. Ich wollte nicht, es war größtenteils so gemütlich hier. Konnte ich hier nicht bleiben? Hier hatte ich keine Pflichten. Es war so angenehm, bis auf diese Flüssigkeiten die sie laufend in meinem Körper pumpten. Gerade eben schon wieder. Diesmal brannte es nicht, denn es machte mich auch nicht dämmrig, es beförderte meinen Geist wieder dort hinauf wo er sein sollte, die Lebensgeister schossen zurück in das Gewebe, jede Zelle wurde reanimiert. Meine Augenlieder flogen wie von selber auf, das grelle Licht manifestierte sich und meine Pupillen stellten scharf. Ich lag in dem Zimmer, das ich meines nannte. Es war in London, bei Aro, mein gekaufter Vater in meinem gekauften Leben. Ein heiseres Stöhnen verließ meine ausgetrocknete Kehle, mein Kopf begann zu dröhnen und das hektische Treiben um mich herum nahm plötzlich zu. Ein Blutdruckmanschette wurde mir angelegt, ein Arzt wuselte um mich herum und kam schlussendlich zur der Diagnose, dass es mir körperlich gut geht. Ja was hatten sie erwartet? Inneres Organversagen, wegen Mord? War es das? Nennt man das tatsächlich Mord? Es war eine Art von Notwehr, oder? Er hatte doch alle in Gefahr gebracht, mich verraten, James und Aro, Seth, Jazz einfach alle. Das Szenario spielte sich, während ich hier lag und an die Decke starrte noch mal in meinem Kopf ab aber ich empfand es nicht als Mord oder Kälte. Ich bin ein Monster, ja das war ich in der Tat, aber hatte ich eine andere Wahl? Hatte ich nicht zugestimmt eines zu seinen? War das nicht meine Aufgabe? Ich versuchte mich langsam aufzurichten und in meinem Kopf begann sich alles zu drehen. Wie lange hatte ich „geschlafen“? Nachdem ich die Augen mehrmals auf und zu gemacht hatte um die Bilder klarer zugestalten, begann alles wieder realer zu werden.
James saß auf meinem Bett, Aro stand am Fenster, Andrea hielt mir ein Tablett hin wo die ganzen Speisen standen die ich vor kurzen noch gerochen hatte. Der Arzt stand an meinem Bettende und beobachtet meine Reaktion, ich schüttelte nur den Kopf und schob mich zur Kante und ließ meine Beine unkontrolliert auf den Boden fallen. Wer auch immer die Wahl meiner Schlafkleidung getroffen hatte gehörte zurück ins Mittelalter geschickt. Dieses prähistorische Zelt konnte ich mir 4-mal um die Hüfte wickeln und es flatterte immer noch. Mit meiner linken Hand wischte ich die einzelne Haarsträhne, die mir die Sicht einschränkte, aus dem Gesicht und betrachtete den Butterflyzugang. Weder nützlich noch sonderlich schön anzusehen beschloss ich ihn selber zu entfernen, denn hier hatte wohl keiner das Bedürfnis dies für mich zu tun. Ich hob es an und zog ihn mit einem Ruck aus meiner Hand und drückte einen Finger flink auf die Einstichstelle, der Zugang flog achtlos zu Boden. Ich spannte meine schmerzenden Muskeln an und versuchte mit einem Ruck aufzustehen, was auch beinahe gelang, wenn nicht diese schwindelige Schwerkraft wäre, die mich versuchte wieder aufs Bett zu drücken aber nicht mit mir. Noch bevor ich wieder die Matratze spürte stand ich schon auf meinen beiden Beinen, zwar unsicher und wackelig, aber immerhin.
Im Raum war es toten still, sie beobachteten mich noch immer und warteten wohl ab, dass ich auf die Schnauze fallen würde, aber den Gefallen tat ich ihnen nicht. Mit leiser Stimme forderte ich alle auf zu gehen, aber sie taten so als würden sie mich nicht hören. Meine Aufforderung wiederholte ich etwas lauter aber der einzige der freiwillig ging war der Arzt und Andrea. Sie wussten was für sie das Beste war, denn ich konnte es so gar nicht ausstehen, wenn man mich ignorierte. „Verdammte SCHEISSE, welchen Teil von VERPISST EUCH aus meinem Zimmer habt ihr nicht verstanden? Ich will niemanden von euch sehen oder hören noch nicht mal riechen und jetzt raus hier.“ schrie ich; NORMALERWEISE folgte auf Aktion Reaktion aber hier tat sich irgendwie gar nichts. Aus diesem Grunde, stolperte ich in meinen Schrank und schloss hinter mir ab. Mein Puls raste und meine Atmung ging flach, denn diese Aktion ging mir hier gerade schwer am Senkel. Ich suchte mir meine Lederkombi heraus und schlüpfte, nachdem ich endlich wieder Unterwäsche trug hinein. Mein Gang und meine Standfestigkeit erinnerten eher an die einer Betrunkenen aber was solls. Ich öffnete das Waffenversteck und nahm mir die erste beste Knarre heraus die ich greifen konnte und lud sie. Nach Arees brauchte ich wohl gerade nicht zu fragen, denn die würde ich eher nicht bekommen aber ich hatte ja das Baby hier. Zusätzlich legte ich noch den Gürtel mit den Wurfmessern um und steckte ein paar Sterne ein. Bis die Zähnen bewaffnet sah anders aus aber das hier war schon mal ein guter Anfang. Ich schloss kurz meine Augen und atmete tief ein und aus, dann trat ich hinaus.
Aro hatte den Raum verlassen, aber James stand dafür an seinem Platz und starrte aus dem Fenster.
„Ich mach dir keinen Vorwurf! An deiner Stelle hätte ich nicht anders reagiert und ich weiß nicht ob ich ihn so schnell sterben lassen hätte.“ sprach er leise gegen das Fenster und ich konnte meinen Ohren kaum trauen. Unsicher starrte ich auf den Boden trat von einem Bein auf das Andere. „Aro lässt dir ausrichten, dass er dankbar dafür ist, dass du Vicky nichts getan hast und das er möchte, dass du dir ein paar Tage frei nimmst. Den Frankreich Deal werde ich mit Seth und Jazz abschließen.“ fuhr er fort und in mir breitete sich ein seltsames Gefühl aus. Das erste Mal, dachte ich wir verstehen uns endlich, ob er sich doch mit seiner Rolle abgefunden hatte und vor allem mit meiner? Nein, pure Einbildung…
„Ich mach das schon danke, außerdem brauchen wir einen anderen Plan da Cullen auf uns warten wird.“ meinte ich schulterzuckend gleichgültig, denn jetzt war es wirklich schon egal, drehte mich um und wollte aus dem Zimmer gehen, als James mir nachrief. Ich drehte mich um und sah wie Arees auf mich zu kam und er mir zwinkernd mitteilte, dass ich sie wohl brauchen könnte. Ich fing sie auf und lächelte ihn ehrlich dankbar an. Ich spürte seinen Blick noch immer auf mir und murmelte leise, aber so, dass ich vermutete, ihn hören zu können, wie viel Tage ich den geschlafen hatte. Seine Antwort haute mich fast aus den Socken, denn es waren 3 Tage… Folglich war heute der 4.9., das wiederum hieß, dass ich in genau 8 Stunden das Date von Reini sprengen sollte. Das Ergebnis dieser Erkenntnis waren zittrige Knie und schweißnasse Hände, dieser Tag würde kein Spaziergang werden - so wie alles eigentlich
Die letzten Stunden verbrachte ich damit, dass ich im Hydepark ziellos herumlief und darauf wartete, dass die Zeit reif wurde. „23:45“ hatte ich gesagt und immerhin hatte ich es geschafft 7 Stunden mit nichts tun und Gedankenschleiferei zu verbringen. Arees drückte heute ganz schön im Kreuz aber ich mein, ich lief auch bewaffnet wie eine Amazone durch die Gegend. Die Glocken schlugen zur vollen Stunde und ich machte mich auf den Weg zu Reinis Apartment. In meinem Magen rumorte es, aber diesmal vor Hunger. Um kein Aufsehen zu erregen fuhr ich öffentlich, denn meine Fahrzeuge waren eindeutig zu auffällig für diesen Stadtteil und ich wollt ja nicht auffallen wie ein bunter Hund. 30 Minuten später kam ich bei dem abgewohnten Gebäude an und beschloss, dass er dringend eine Gehaltserhöhung brauchte, denn diese Gegend war grausam. Laut seinen Angaben würden sie sich in einer Art Wohn-Schlafzimmer befinden und das lege genau hinter der Eingangstüre der Wohnung 25B. Anläuten konnte ich nur schwer, also klingelte ich bei den Nachbarn und verklickerte ihnen, das ich der Pizzabote bin aber man scheinbar nicht die Glocke gehört hatte und sie haben mir tatsächlich geöffnet. Dietrich und Kreditkarte überlass ich den Kleinkriminellen, ich habs nicht so mit Einbruch. Auf leisen Sohlen lief ich in den 2 Stock und verstecke mich in einer der unzähligen Nischen in alten englischen Gebäuden.
Nach gefühlten Stunden, also 10 Minuten hörte man wie die beiden zugange waren und ich war heilfroh, dass ich mir DAS nicht länger anhören müsste, denn das überstieg meine Schmerzgrenze um ein vielfaches. Meine Handyuhr sprang auf 45, pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk begann mein Herz wie wild zu schlagen und meine Hände zu zittern. Meine Reaktionen waren manchmal so vorhersehbar, dass es peinlich werden könnte wenn da drinnen etwas passierte, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Gerade als einer der beiden Helden hinter dieser eindeutig nicht schalldichten Türe aufstöhne wie eine Horde brünstiger Elche, legte ich die Hand auf die Klinke, drückte sie herab und stieß die Türe mit so einer Wucht auf, das man hören konnte wie der Putz von der Mauer fiel an der Stelle wo die Schnalle einschlug.
„Upsi..tschuldigung, war wohl etwas zu laut“ meinte ich blöd grinsend während mich Jake anstarrte und genau in den Lauf von Arees gaffte. Reini wusste gerade nicht ob er schreien, lachen oder weinen sollte. Kerzengerade saß er in seinem Bett und ließ den Kopf hin und her wandern. Meine Waffe beeindruckte ihn sichtlich aber Jakes Gelassenheit genauso. Reini raffte das Bettlaken um seine Hüften und stand auf und murmelte, dass er besser seine Anzüge in die Reinigung trägt, denn hier wäre es gerade nicht so gemütlich und ich musste lachen. Jake richtet sich auf und stand jetzt nackt wie Gott ihn schuf vor mir, nur mehr ein leicht herunterhängendes Kondom erinnerte an das soeben Geschehene und ich hob sofort verlegen meinen Kopf und er grinste mich breit an. Die Röte stieg mir ins Gesicht und mein mir zuvor akribisch, zurechtgelegter Plan verschwand in der Versenkung. Ich mein hätte es nicht gereicht, wenn sie gerade dabei gewesen wären sich auszuziehen zu dem Zeitpunkt wo ich rein gekommen bin? Musste das echt sein?
„Und jetzt? Willst du weiter machen oder was wird das hier wenn wir fertig sind? Weil wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde, würde ich mich gerne anziehen und wieder gehen, wenn du nichts dagegen hast, huh?“ sagte er halblaut und verboten erotisch und süffisant zugleich.
„Ja … ich mein NEIN um Gottes Willen WAS? Ähhmmm WART mal...eigentlich will ich nur, dass du wem was ausrichtest.“ stammelte ich vor mich hin. Er zog die Augenbraue nach oben, legte den Kopf schief und grinste. Gott verdammt nochmal müssen alle Männer, die nicht aussehen wie aus einer Geisterkammer, schief lächeln und dabei aussehen, wie als würden sie die Welt anhalten? Mit leiser rauer Stimme raunte er, dass er gespannt ist was ich von ihm wollte.
„Sei so gut und richte Edward doch bitte aus, dass wir uns in 72 Stunden in Notre Dame treffen, den Anlass dafür erfährt er ja von seinem Daddy. Wir treffen uns wenn die Sonne den Schatten der Wasserspeier am weitesten wirft.“ brachte ich mit selbstsicherer Stimme heraus als mich ein Geräusch aufhorchen ließ.
„Ich mag stille Post aber wenn du mir deine zuckersüße Vorderseite zuwenden würdest könntest du es mir auch selber sagen, wobei ich auch gerne mit deiner Rückseite vorliebnehme....“sprach eine melodische Stimme hinter mir und bevor ich reagieren konnte, spürte ich einen warmen Körper an meinem und zwei starke Arme die mich umschlangen.......................................und mir ging ein Licht auf!
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