Dienstag, 23. August 2011

Death man´s Quest............................die Rückkehr der 3 Tempelritter oder waren es die Musketiere?


Eigentlich waren es keine großen Schritte mehr, sondern ich lief förmlich auf ihn zu. Abrupt blieb ich vor ihm stehen, starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an und schüttelte ungläubig den Kopf. Mein Hirn hatte einen totalen Aussetzer, denn jetzt hatte ich auch schon Halluzinationen.

Vor mir stand tatsächlich James, wie Gott ihn schuf und kniff die Augen zu, weil er wohl dachte ich knall ihm eine, aber zur allgemeinen Verwunderung tat ich das genau Gegenteil, denn ich fiel ihm um den Hals. Er reagierte scheinbar instinktiv und löste die Umarmung indem er drei schnelle Schritte zurück ging und meine Arme klatschen haltlos nach unten. Ich sah ihn fragend an und konnte die fragenden und erstaunten Blicke aller auf mir spüren aber keine brannten so sehr wie die von James, denn diese taten in der Seele weh.

Ich realisierte, dass er von mir abgewichen war und starrte ihn irritiert an. Meine Gedanken galoppierten durch meine Synapsen und mein Verstand schlug Purzelbäume, mein Puls stieg um mehr als das Doppelte und mein Herz pumpte das Blut in so übermenschlicher Geschwindigkeit durch meine Adern, dass ich es in den Ohren rauschen hören konnte. Mein Körper tat was er wollte, nichts war mehr unter Kontrolle. Unsicher kaute ich auf meiner Lippe und verlagerte das Gewicht von einem Bein auf das andere. Um jeden seiner Blicke sehnsüchtig still bettelnd.

Schön, dass ihr 3 wohlbehalten wieder zu Hause angekommen seid. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie froh ich bin, dass ihr wieder zurückgekehrt seid, aber wo wart ihr? Was ist passiert? Wir haben uns Sorgen gemacht und das nicht zu knapp.“ erhob Aro fragend seine Stimme und ergriff so die Initiative. Seth meinte, dass es wohl das Beste wäre wenn Jazz und er mit Aro in sein Büro gehen würden und dort alles weitere zu besprechen. Bereitwillig ließ Aro den beiden den Vorrang und so blieben James und ich alleine hier zurück

Wir standen hier mitten in diesem großen, unpersönlichen Raum. Es war kein richtiges Vorzimmer. Es waren kahle, steril weiß gestrichene Wände in dem man die Luft nur so schneiden konnte. Die schwache Wandbeleuchtung leuchte den Raum gerade noch so aus. Nicht mal eine Kommode fand hier seinen Platz. In jedem verkackten Hollywoodfilm würde jetzt entweder die Zeit stillstehen oder in Slow Motion an uns vorbei kriechen und so fühlte es sich auch an. Dieser Moment galt nur ihm und mir, unsere Blicke trafen sich und verwoben sich ineinander, fest wie zwei gusseiserne von Menschenhand geschmiedete Ketten die unzerstörbar scheinen aber trotzdem so brüchig sind. Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurück halten. Sturzbach ähnliche Tränenflüsse liefen über mein Gesicht. Das Salz meiner Tränen brannte als sie meine offenen aufgebissenen Lippen erreichten. Langsam hob ich meinen Arm und streckte meine Hand zitternd in seine Richtung. Ich wollte ihn umarmen, fest an mich drücken, die Augen schließen und einfach nur froh sein, dass er wieder da ist aber er wich erneut wieder zurück. Wiedermal war ich an einem Punkt angelangt, wo ich nicht verstand, denn seine Reaktion war mir nicht klar. „Wieso????“ brachte ich nur mit sehr leiser zitternder Stimme hervor, aber er verstand mich, das konnte ich an seinem eindringendem Blick sehen. Wie versteinert standen wir noch immer da, keiner bewegte sich oder atmete. Jeder wartete auf den ersten Schritt des anderen. Jede verstrichene Sekunde wurde zur Qual. Einzig und allein unsere Blicke, die sich trafen sprachen Bände und offenbarten das Unverkennbare. Ich stellte ihm eine unausgesprochene Frage nach der anderen ohne auch nur einen Ton von mir zu geben. Gerade als ich meine Stimme wieder gefunden hatte und etwas sagen wollte legte er mir plötzlich seinen Finger auf mein Lippen und schüttelte leicht den Kopf, deutete mir so, dass ich still sein soll. Diese kleine Berührung und der starke Drang ihm nahe sein zu wollen, der Stress mit Aro und alles was in Bangkok geschehen ist, die Kugel von Edward und die Karte, die Adoption, der Stress mit Victoria, die Machtkämpfe mit Caius..... das war alles zu viel, alles kam wieder hoch und ich merkte wie sich der Mantel der Ohnmacht sachte um mich legte, meine Knie gaben nach, alles verschwamm und ich rutsche in eine sanfte weiche Wolke voller Glückseligkeit.


Diese dumpfen, stampfenden Geräusche aus weiter Entfernung drangen leise zu mir durch und der dichte Nebel der Ruhe verlief sich langsam ins Nichts. Mir wurde bewusst, dass ich nicht länger in dieser schwerelosen Welt bleiben konnte wo ich nichts hörte, kein Licht meine Augen blendete oder ein Duft meine Nase irritierte. Das tiefe, brummige Atemgeräusch, der altbekannte Duft zog mich immer mehr in sein hier und jetzt zurück. Träge öffnete ich, mich selber dazu zwingend, meine Augen.

Als ich wieder zu mir kam schwank der Boden unter meinen Füssen, wobei der Boden aussah wie unsere Wand. Irritiert suchte meine Hand meinen Kopf, als ich bemerkte wie nah ich James gerade war. Meine freie Hand tastete den Bereich ab wo ich meinen Hintern vermutete und ich musste erkennen, dass ich in der Luft hing. Erst jetzt realisierte ich, dass James mich trug. Als wir vor meiner Türe ankamen, sagte er mir, dass ich mich an ihm festhalten soll, damit er meine Tür öffnen konnte. Ich tat was er wollte und er schlug nachdem wir durch die Türe waren diese mit dem Fuß zu und setze mich auf dem Sofa behutsam ab. Während er mich sanft hinunter gleiten ließ schaute er mir tief in die Augen und ein sanftes Lächeln zierte sein Gesicht. Mein Herz begann erneut zu rasen, die weiße, freundliche allesumhüllende Wolke kam wieder auf mich zu. Er drehte den Kopf zu meinem Ohr und flüsterte sanft: „Mein kleines, tapferes Mädchen, denke nicht das ich dich nicht liebe oder brauche, aber gib mir die Möglichkeit dir alles zu erklären bevor wir irgendetwas tun was wir vielleicht doch nur bereuen würden, okay?“

Irritiert rutschte ich an die Lehne, in der Hoffnung sie würde nachgeben und ich in ihr unauffindbar verschwinden würde. Ich hatte Angst! Angst davor etwas zu hören, dass ich nicht hören wollte. Angst, etwas zu hören das ich schon längst wusste, aber am meisten fürchtete ich mich davor, dass er mich doch frei gab und aufgab. Das er alles aufgeben würde. In diesem Moment war ich alles, aber nicht die starke, freche selbstbewusste die ich immer darstellte. In diesem einzigartigen Moment verschwanden Aro, Edward, Bangkok und meine gesamte Zeit ohne James hier in London einfach ins Nirwana. Es war nicht existent.

Mit leiser Stimme begann er zu erzählen und ich versuchte mein Bestes um nicht in Tränen auszubrechen und um ihm zu zuhören.

Weißt du Bella, damals am Flughafen in Port Angeles als du dein Ticket umgebucht hast, habe ich dich zum zweiten Mal in meinem Leben gesehen. Das erste Mal war ja nur auf so einem miesen Polaroid, welches mir Aro gab damit ich dich auch erkannte. Nachdem du vom Schalter weg gegangen bist ohne dich um deine Umgebung auch nur einen feuchten Scheiß zu kümmern war es nur eine reine Geldfrage, damit mir die nette Dame vom Schalter denselben Flug bucht, wie du gebucht hattest. Ich ließ dich keinen Moment aus den Augen. Ja, vielleicht auch weil es ein Auftrag war aber du warst so anders als alle weiblichen Wesen die ich bis jetzt getroffen hatte. So anders aber du hast dich trotzdem noch einmal total verändert. Du lebst in einer Welt in die du nicht hineingehörst aber du integrierst sich so perfekt, dass man glauben könnte du wärst die geborene Mafia-Prinzessin so wie in den „Der Pate“-Filmen. All die Situationen wo wir uns so nahe waren und wo du mich mit demselben Atemzug wieder weggestoßen hast, haben meine Welt in Schutt und Asche gelegt. Du bewegst dich in meinem Leben wie eine Abrissbirne, wie ein Reaktor der jede Sekunde in die Luft gehen könnte. Bella ich liebe dich, aber wir wissen beide das ICH nicht der bin den DU liebst. Du willst mich so sehr wie ich dich liebe, aber was sagt dein Herz?

Versteh mich nicht falsch, aber …....“

James, STOPP hör auf. ähhm du musst nicht weiter reden. Ich weiß was du mir sagen willst. Du, ich...Du & Ich.. Scheiße ich weiß es doch selber nicht. Ihr macht es euch alle miteinander verdammt einfach. Ihr trampelt durch mein Leben, reißt alles aus seinen Wurzel und wundert euch, dass ich mir dann den erstbesten Strohhalm angle den ich finden kann? Wundert ihr euch wirklich, dass ich nicht weiß wer ich bin? Das ich nach einem zu Hause suche? Das ich akzeptiert hatte als Aros Tochter zu leben und das Ganze jetzt auch noch offiziell mit Stempel und Siegel. Verkauft von den eigenen Eltern. Ich weiß noch nicht wie viel er für diese Unterschriften gezahlt hat, aber sie waren echt. Aber weißt du... mit dieser Sache werde ich leichter fertig, als mit der Tatsache, dass du einfach so aus London verschwindest, ich dich dann suche und wenn ich dich dann gefunden habe, stehe ich in einem leeren Haus........Weißt du, wärst du da gewesen, wäre ich nicht in Bangkok gewesen, dann hätte ich nicht 3 Menschen auf dem Gewissen und wir hätten vermutlich eine verschissenen Chance gehabt aber es kam anders, alles kam anders James. Ich habe 3 Menschen getötet und ich werde es immer wieder tun, wenn es verlangt wird. Ich habe Cullen kennen gelernt und scheiße nochmal ich bin die nächste Generation der Inc. und der Enterprise. So viele Möglichkeiten haben wir nicht mehr.“

Oh Bella, das kann doch nicht dein Ernst sein, oder? Ich mein du hast die Papiere unterschrieben? Und was machen wir jetzt? Ich mein, es kann so nicht weiter gehen oder? Willst du das wirklich durchziehen? Ich mein, denkst du, dass du Aros Marionette sein kannst? Bella, das ist wirklich kein einfaches Leben.....“sprach er und kam er auf mich zu. Aus irgendeinem Grund habe ich mich zurück gelehnt um etwas Abstand zu schaffen aber es war zwecklos. James stützte sein Arme links und rechts von mir am Sofa ab und sein Gesicht war dem meinen so nahe, dass ich seinen Atmen auf meiner Haut spüren konnte. Meine Haut war von Gänsehaut übersehen, die Härchen zeigte steil empor und meine Hände begangen zu zittern. „Lass uns Freunde sein Bella, bis wir wissen, was wir wollen.“ flüsterte er heiser an meine Lippen und mir wurde schon wieder schwarz vor Augen aber ich zwang meinen Verstand bei Sinnen zu bleiben so gut es ging.
Einen Augenblick später spürte ich seine große warme Hand auf meiner Wange. Er schaute mich mit seinen eindringlichen blauen Augen fest an.

Ich realisierte, dass er so nahe war, dass ich meinen Kopf nur einen Millimeter nach vorne bewegen musste, damit ich endlich seine warmen vollen Lippen auf meinen spüren konnte. Wiedermal blieb die Zeit stehen, beinahe konnte man die Raum- Zeitpartikel quasi auf der Haut spüren. Mein Puls begann zu rasen, schwer atmend versuchte ich nicht nochmal in Ohnmacht zu kippen. James Atem beschleunigte sich auch. In seinem Blick sah und spürte ich, dass es ihm gerade so ähnlich ging wie mir. Sein Daumen fuhr meine Kinnpartie nach und ich versuchte die paar Mikromillimeter die uns noch voneinander entfernten zurück zulegen, als plötzlich mit einem Ruck meine Zimmertüre aufsprang.

Vorsichtig schielte ich über James Schulter. Keiner von uns beiden machten Anstalten vor dem anderen zurück zu schrecken. Wir verharrten buchstäblich in unserer Position, als ich eine irres Kichern hörte. Instinktiv verdrehte ich die Augen

Da bist du ja endlich, Jamsi. Ich bin so glücklich darüber, dass du da bist, komm du musst sofort mit mir mitkommen. Ich geb eine Teeparty dir zu ehren und bring Bella mit.“ flötete sie, während sie auf James Rücken herumklopfte. Er zischte etwas was keiner verstand. Sie drehte sich um und wollte schon hinausgehen als sie sich plötzlich wieder zu uns drehte und mich mit einem gehässig irren Blick fixierte.

Achja der Overnight- Express war gerade da.....Andrea wollte es erst entgegen nehmen, aber ich dachte das es besser wäre wenn Vati das macht und da hab ich ihn geholt..... ich glaub er wird dich sprechen wollen, hhihihihihihihihi“ meinte sie mit einem ekelhaften Clowngrinsen und drehte sich wie eine Ballerina auf ihren Zehenspitzen und tänzelte im Schwanensee- Style aus der Türe hinaus.

James schaute ihr verwirrt nach um gleich danach mich wieder an zu sehen. „Overnight also.... seit wann gehst du selber einkaufen? Oder haben wir ein Geheimnis, weil du so zusammen gezuckt bist wie Aro erwähnt wurde?“

Ich ähmm... also... ich weiß es nicht... wirklich nicht“ stotterte ich. Sein Gesicht kam dem meinen wieder gefährlich nahe, denn ich konnte seine Lippen fast schon auf meinen spüren.
Vielleicht ist es wirklich besser wir bleiben Freude, Bells.“ meinte er und löste seine Hände vom Sofa, wand sich zur Türe und ging ohne auch nur ein weiteres Wort zu sagen.

Ich saß auf diesem Sofa, geflasht von der Tatsache, dass ich gerade quasi abserviert wurde. Unfähig, mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, war das einer der Momente wo ich einfach nur sterben wollte. Mir fehlte der nötige Mut und Nerv um jetzt zu Aro zu gehen um dieses ominöse Geschenk zu holen. Ich wollte jetzt einfach niemanden mehr sehen oder hören.

Aro Pov:

Als sich die Türe verheißungsvoll hinter mir Schloss und Jasper und Seth, die Gott sei Dank mit James, scheinbar unversehrt zurück gekehrt waren, sich in die großen, schweren, ledernen Ohrensessel fallen ließen und ein Bein lässig über die Lehne baumeln ließen, wusste ich, egal was jetzt kommt, es wird alles wieder gut. Sie waren alle da. Einzig und allein um Bella machte ich mir wieder große Sorgen. Dieser Tag war für sie scheinbar mehr als nur eine Qual.

Nach außen hin tat sie immer so als ginge es ihr gut, aber ich wusste, dass es nicht wirklich so war. Sie tat mir unendlich leid. In dem Moment wo Caius seine Stimme gegen sie erhob und Vicky die gespannte Situation gespürt hatte und noch mal ÖL ins ohnehin schon lichterloh brennende Feuer goss. Isabella blieb erstaunlich ruhig, reagiert für ihre Verhältnisse kaum. Das machte mir ein bisschen Angst, denn um ehrlich zu sein, sie sagte normalerweise frei heraus was sie sich dachte und reagierte auch.

Als sie auf Boris und Viktoria losgegangen war, sah ich zugegebenermaßen Rot, denn in meinem Haus wird nicht wahllos um sich geschlagen nur weil man nicht bekam was man wollte. Aus irgendeinem Grund war aus Boris nicht heraus zu bekommen wieso Bella ihm die Nase dreifach gebrochen hatte aber eigentlich war es mir auch egal, denn in meinem Haus dulde ich keine Handgreiflichkeiten.

Seth riss mich aus meinen Gedanken als er in kurzen Sätzen erzählte wie er die beiden gefunden hatte, denn nach Aussagen der Rezeptionistin sah James eher so aus als würde er auf dem Weg zum Taxi schon sterben aber er war immer schon recht zäh, das wussten wir alle. Jasper erzählte der Reihe nach was in dem Kloster passierte, dessen Namen ich ganz schnell wieder vergessen wollte. Soweit ich wusste war dies mit der Vorhölle zu vergleichen. Mich wunderte es nicht, dass sie es überlebt hatten aber ich will nicht mal im Ansatz wissen wie sich das angefühlt hatte, denn mit dem ganzen Meditationskram und den höheren Mächten hatten ich bei Gott nichts am Hut. Wenn man es ganz genau nimmt, kann auch der mich mal ganz zärtlich im Mondschein küssen.

Ich konnte Seth nur schwer folgen, denn für mich klang das alles so absolut unreal. Alles klang wie in einem schlechten Film aber dann viel mir ein, dass unser ganzes Leben nichts anderes ist als ein schlechter Film. Es ist wie in „Der Pate“ und „Romeo & Julia“, nur dass Bella, die zwangsläufig die Julia spielte und sich James als ihren Romeo ausgesucht hat und die Cullens dann wohl die Montagus waren. Irre kleine Welt und mein Vergleich hinkte aber zu mehr war ich heute nicht mehr in der Lage. Die Freude übermannt die Sorge. Wir schoben die letzten drei Monate in die Ablage für Dinge die nicht passieren sollten und gingen zur Tagesordnung über.

Gerade als ich Jasper und Seth aus dem Büro hinausgeworfen hatte und auf dem Weg in mein Schlafzimmer war, läutete es an der Türe. Irritiert über den späten Besuch zog ich zum erneuten Male an diesem Tag meine Waffe und ging hinunter in den Vorraum. Langsam leicht zitternd nahm ich den Türknauf in die Hand und drehte ihn um, um die Tür zu öffnen. Vor mir stand ein junger Mann der eher einer wandelnden Litfaßsäule glich als einem Menschen und als ich ihn fragte, was er eigentlich zu so später Stunde an meiner Tür wollte, lispelte er mir einige unverständliche Worte entgegen und wollte mir unbedingt eine quaderförmige Schachtel geben und dafür eine Unterschrift.

Mit großen Augen starrte ich auf den Empfänger, denn der war wiedererwartend nicht ich sondern Bella. Skeptisch kritzelte ich unleserlich mein Kürzel auf sein Klemmbrett und nahm den Karton in die eine Hand. Mit der andern warf ich die Türe zu und suchte es äußerlich sofort nach den Merkmalen einer Bombe ab aber es war nichts zu erkennen. Tänzelnd kam Victoria mir entgegen aber sie war scheinbar wiedermal abwesend. Zumindest schien es so. Leise murmelte ich vor mich hin, wieso ausgerechnet für Bella mitten in der Nacht ein Paket geliefert wird, als Vicky stehen blieb und meine Worte wie ein Papagei wiederholte um anschließend nach oben zu laufen. Einen Moment lang blieb ich stehen und schaute ihr nach aber so ganz schlau wurde ich daraus nicht. Also ich eine Zimmertüre hörte vermutete ich, dass es die von Bella war. Ich hörte nur sehr dumpf die Stimme von Vicky, verstand aber nicht was sie sagte, aber ich nahm an, dass Victoria ihr gerade von dem Paket erzählt hatte. Gemächlich begann ich zurück in mein Büro zu gehen um dort auf Bella zu warten.

Sie ließ sich ganz schön Zeit bis sie endlich neugierig genug war um sich das Paket zu holen oder sie war zu feige es sich von mir zu holen und wollte warten bis ich schlafe. Auf jeden Fall saß ich gute 2 Stunden noch hier in meinem abgedunkelten Büro als ganz langsam und vor allem mucksmäuschen still die Türe aufging und eine zierliche Gestallt auf Zehenspitzen herein geschlichen kam. Während ich den Atem anhielt und meine Augen geschlossen hielt versuchte ich zu hören wie nah sie mir schon war, als sich ganz vorsichtig zwei Hände auf den Karton schoben um ihn versuchsweise geräuschlos hoch zu heben. Schlagartig sprang ich auf und schlug meine Hand auf die Oberseite des Kartons und starrte sie an. Ein fürchterlicher Schrei kam aus ihrer Kehle und ich spürte wie mir ein kalter Pistolenlauf genau zwischen den Augen saß. Scheiße, Bella war echt schnell, da hatte Emmett sie echt nicht überschätzt. Ihr Atmen ging schnell, beinahe konnte ich ihr Blut rauschen hören. Sie fluchte wie ein kleiner Gassenjunge, als sie bemerkte, dass es nur ich war. Mich wunderte ihre Reaktion, denn auf wen dachte sie treffe sie in meinem Büro um die Uhrzeit?

Isabella, nimm den Lauf aus meinem Gesicht, schalte das Licht ein und beruhige dich!“ befahl ich ihr sanft. Ausnahmsweise tat sie das was ich sagte und setzte sich anschließend in einen der Sessel. Leise mit gedämpfter Stimme fragte sie mich, warum ich sie sprechen wollte und ich wusste sofort, dass Victoria bei ihr war und ihr das gesagt hatte. Sie wich meinem Blicken aus, daran konnte ich erkennen, dass sie mir etwas verschwieg, aber ich wusste nicht was. Was war nun schon wieder zwischen ihr und James vorgefallen? Mein 7ter Sinn sagte mir, dass das nicht der Grund bzw. das Geheimnis wäre. Ihre Augen hafteten die ganze Zeit auf der Schachtel und ich schob sie ihr ein Stückchen hin. Gerade als sie hinlangen wollte zog ich es wieder zurück und fragte sie ob sie wüsste von wem das denn sei. Ich schaute ihr dabei die ganze Zeit in die Augen, aber sie hielt meinem Blick nicht stand.

Ich weiß es nicht aber ich weiß, dass da mein Name oben steht also sei so gut und gibt es mir.“ meinte sie verbissen. Scheinbar versucht sie ihre Hysterie vor mir zu verbergen, aber es gelang ihr nicht.

Ich denke, dass du sehr wohl weißt was das hier ist und ich sage dir eins Isabella, wenn du glaubst, dass du mich hier die ganze Zeit belügen kannst, hast du dich ganz gewaltig geschnitten. Solang du in MEINEM Haus wohnst hältst du dich an meine Regeln. Denke zu keinem Zeitpunkt, dass ich nicht weiß was du tust.“

Wow Aro, mach mal halblang. ICH wohne nur hier weil DU es wolltest. Ich bin garantiert nicht aus freien Stücken hier und das weißt du. Gib mir die Schachtel und hör auf mir zu sagen was ich tun soll.“ schrie sie fast schon und stützte sich auf dem Tisch vor mir ab. Sie hatte Recht, sie war nicht freiwillig hier, aber ich versuchte doch alles zu tun, damit sie sich hier wohlfühlt, aber sie macht es einem nicht sonderlich einfach. Energisch stand sie auf, riss das Paket an sich und ich ließ sie gewähren. Es brachte nichts, wenn ich es ihr jetzt nochmal wegnehmen würde. Mit trotzig laut stampfenden Schritten marschierte sie aus meinem Büro hinaus.

Ich musste umgehend herausfinden, was sie hinter meinen Rücken trieb, denn es ging hier nicht mehr mit rechten Dingen zu..................

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen