Excuse me while i kill myself
E-POV
Kaum stand ich vor der massiven Haustüre, flog diese auch schon auf. Kein anderer als mein Vater trat hervor und versperrte mir den Weg hinein. Er musterte mich mit finsterem Blick, als er prompt von meiner Mutter zur Seite geschoben wurde und diese mich am Arm packte, damit ich das Haus betreten konnte.
Zornig wie er war, warf er die Türe zu und Jake musste draußen bleiben. Das war immer schon so. Es gab Angelegenheiten, da schloss mein Vater Jake einfach aus, aber das dürfte für ihn in Ordnung sein, denn er störte sich kaum daran.
Ich ging ins Wohnzimmer und mein Vater kam mir tobend hinterher. Er fluchte, weil ich hier war und mich nicht an seine Befehle gehalten hatte. Seine Worte wechselten sich ab, aber der Kontext war immer derselbe, denn er beschwerte sich, was ich doch für ein missratener Sohn war, der alle in Gefahr brachte. Er laberte etwas davon, dass er gar nicht so viele Waffen im Haus hatte, um sich vor den Volturis zu verteidigen. Ich versuchte ihm begreiflich zu machen, dass er nicht in Gefahr war, dass ihn keiner angreifen würde, aber er war begriffsstutzig ohne Ende, selbst das ich nicht direkt verfolgt wurde ignorierte er. Nach dem x-ten Versuch es ihm begreifbar zu machen, gab ich resignierend auf...
„Du musst dich vor niemandem verteidigen, geh in dein Arbeitszimmer und spiel dein dämliches DkD und lass mich mit deiner Weltverschwörungstheorie in Ruhe.“ Seine Gesichtsfarbe wechselte von leicht rötlich zu purpurn. Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren, machte er am Absatz kehrt und ging. Die Türen donnerten und das Holz krächzte, als er betont laut Richtung Arbeitszimmer ging.
Meine Mutter stand noch immer wie versteinert im Flur und betrachtete das Szenario mit tränennassen Augen. Sie hasste es, wenn sie mitansehen musste, wie ich mich mit Carlisle stritt, aber ich konnte es ihr manchmal einfach nicht ersparen. Gerade als ich den Fuß auf die erste Treppe setzen wollte, griff sie nach meinem Arm und hielt mich mit festem Griff auf. Still gab sie mir zu verstehen, dass sie mit mir reden wolle, Eiskalt ging es mir den Rücken hinunter, denn meine Mutter widersetzte sich gerade meinem Vater, zumindest nahm ich das an, denn sie wird mit mir nicht über das Wetter reden wollen....
Stillschweigend gingen wir nebeneinander her, hinunter in ihr Atelier, denn dort konnte sie sich zurückziehen und einfach nur sie selbst sein. Dieses Recht hatte sie sich stillschweigend vor Jahren erkämpft. Mein Vater hatte es zum Schluss doch noch eingesehen, ihr den Freiraum zu gewähren, jedoch weigerte er sich, auch nur einen Fuß hier rein zu setzen. Eine weitere schlechte Eigenschaft von ihm, aber sie hatte es akzeptiert.....sowie sie einfach alles akzeptierte....
„Weißt du“, erhob sie ihrer leise, engelsgleiche Stimme, „Er meint es nicht so, aber dein Vater kann einfach nicht aus seiner Haut raus.“ versuchte sie sein Verhalten zu erklären. Ohne mich zu Wort kommen zu lassen, redete sie weiter.
Es war ein kalter Dezembertag. Ich wollte nur eine Kleinigkeit einkaufen und war auf dem Weg nach Hause. Wir hatten es damals nicht leicht, aber es war dem ähnlich, wie heute. Meine Eltern hatten immer gehofft, dass ich mir einen Mann suche, dessen Familie man als gute Partie bezeichnen konnte und für mich war es eine gute Partie...beinahe die Beste, bis ich deinen Vater kennen lernte und nach und nach feststellte, was in meiner Beziehung schief lief. Es war ein langer und schwerer Prozess zu lernen, meine Entscheidung im nach hinein nicht mehr zu bereuen, denn bis du geboren wurdest, war es schlicht und ergreifend die Hölle, auch wenn ich mich für ihn entschieden habe, aber ich wusste nie, was ich alles mit heirate.
Carlisle ist kein Monster, aber sein Vater war es und ich betete am Tage deiner Geburt, dass du so nie sein würdest, aber du bist deinem Vater und Großvater in einigen Dingen sehr ähnlich, aber nicht in allen
Mach Carlisle nicht für alles, was schief läuft verantwortlich. Er versucht dir wirklich ein guter Vater zu sein und so, wie ich ihn innigst lieben lernte, würde ich mir wünschen, dass du den Groll, den du gerade auf ihn hegst, beiseite lässt und versuchst, ihn zu verstehen.
Als du Aro töten ließest, ist ein Teil von mir gestorben, ich finde das solltest du wissen, denn du musst lernen, dass auch deine Handlungen Konsequenzen haben. Aro war und wird immer ein Teil von mir sein, auch wenn ich deinen Vater mit all seinen Macken liebe und seine herrschsüchtige Ader und Sippe, aber mein SOHN sollte nicht so sein. Geh und steh zu deinen Entscheidungen, steh zu deiner Liebe und höre auf alles in deinem Umfeld, was dir Angst macht, zu zerstören.
Es mag albern klingen, dass gerade ich von Mut und Verantwortung rede, aber jeder hat sein Päckchen zu tragen mein Sohn, auch du! Dein Platz ist nicht mehr hier, sondern an der Seite des Mädchens, von dem du mir erzählt hast. Sie ist deine persönliche Droge, der Mensch den du brauchst, dein ZUHAUSE. Auch wenn es mir schwer fällt dich gehen zu lassen, aber es ist an der Zeit.“ Mit Tränen in den Augen beendete sie ihre Ansprache, die mir mehr als nur Nahe ging und ich wusste, sie hatte Recht. Auch wenn ich aus dem Teil mit Aro und meinem Vater nicht wirklich schlau wurde. Wieso hat sie Aro verlassen, wenn sie ihn so sehr liebte? War mein Vater ihr Zuhause? Ich war mir nicht sicher, fragend sah ich sie an und sie erahnte scheinbar meine Frage, denn sie nickt zaghaft.
„Ja ich liebe deinen Vater und NEIN, nichts in der Welt könnte mich dazu bewegen, ihn jemals zu verlassen, denn ich weiß, dass irgendwann der Moment kommt, wo auch er einsieht, dass es Zeit wird ruhiger zu werden und abzuschalten, den Dingen seinen Lauf zu lassen und egal wie lange es dauern wird, ich werde warten.“ Ohne mir auch nur noch einen Blick zu schenken, stand sie auf, ging in den hinteren Teil des Raumes und schloss die Türe leise hinter sich.
Sie ließ mich einfach hier sitzen.
Meine Gedanken rasten durch meinen Kopf. Esme hatte Recht, aber sie hatte leicht reden. Wir wussten beide, dass er mich nicht einfach so gehen lassen würde. Carlisle gab nie kampflos auf und diesen sowieso nicht....
Was Bella wohl gerade machte? In London war es gerade mal so um die Mittagszeit herum, aber ich wusste noch nicht mal, was sie den lieben langen Tag so tat, was sie gerne aß, was ihre Lieblingsbücher waren, welche Musik sie hörte?
Waren das nicht all die wichtigen Dinge, die man wissen sollte?
Ich wusste, dass sie auf den Millimeter genau traf, dass sie mit allen gängigen Waffen umgehen und dass sie Hindernissen einfach ausweichen konnte. Sie liebte schnelle Autos und fuhr Motorrad ohne Helm, von High Heels hielt sie scheinbar nicht viel, genauso wie von all dem anderen Frauenkram, aber da war noch so viel mehr, was ich einfach nicht wusste.
Ich konnte nur schwer nach London fliegen, in ihre Firma hineingehen und mir einen Termin geben lassen, außerdem war da noch mein Vater, der hätte bestimmt 4 Milliarden Gründe, wieso DAS eine dumme Idee wäre.
Als die Türe in die Holzverkleidung hinein krachte, schoss ich von meinem Stuhl hoch und wandte mich der Türe zu. Mein Puls raste derartig, dass ich beinah spürte, wie mein Herz an die Rippen stieß, auch wenn das anatomisch nicht möglich war.
Es war Jake, der mit einem breiten Grinsen die Treppe herunter gedonnert kam, so als hätte er gerade erfahren, dass er beim Bingo alle Zahlen angekreuzt hatte. Mit viel Schwung und Anlauf kam er auf mich zu und sprang hoch. Seine Arme schlang er um meinen Hals, seine Füße wickelten sich um meine Hüften, so dass jede Boa Constrictor grün angelaufen wäre vor Neid. Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich ihn an und er grinste einfach nur.
„Jake, was wird das, wenn du fertig bist? Sogar Fido, mein Hund aus Kinderjahren wusste, dass man nicht an mir hochspringt und mich dann treuherzig anschaut. Das gilt im Übrigen auch für schwule, beste Freunde und alte Schachteln.“ Noch immer relative bewegungsunfähig, versuchte ich aus seiner Umklammerung heraus zukommen. Als Jake seinen Kopf vor schnellen ließ und mir über die Wange leckte, stieß ich einen lauten, angeekelten Laut aus. Sein schrilles lautes Lachen klingelte in meinen Ohren.
„Himmel, geh von mir runter und wenn du mich noch einmal ableckst, dann schwöre ich dir, dass du mit dem Kopf vornüber im Klo steckst.“ zischte ich leicht angepisst.
„Traust dich nie, außerdem habe ich dir etwas zu erzählen, also wirst du mir jetzt unauffällig in dein Zimmer folgen.“ grinste er dreckig, wackelte mit den Augenbrauen hin und her, sprang von mir herunter und machte sich auf den Weg nach oben.
Ich wischte mein Gesicht am Ärmel meines Shirts ab und folgte Jake. Als ich in meinem Zimmer ankam, lag er lasziv auf meinem Bett und schaute mich verträumt an.
„Setz dich und höre mir gut zu, ABER versprich mir, dass du nicht aufspringst, deine WAFFE nimmst und hinunter zu deinem Vater läufst!“
Ungläubig starrte ich ihn an und wartete ungeduldig darauf, dass er weiter sprach.
„Edward... versprich es mir!“
„MACH ES NICHT SO VERFLUCHT SPANNEND!“ schrie ich ihn, langsam die Geduld verlierend, an. Er seufzte und antworte mit einem langen Ja.
Also pass auf. Als ihr da im Haus verschwunden wart und mich mal wieder, wie den Hausköter vor der Türe stehen habt lassen, bin ich nach einer Weile nach hinten in den Garten gegangen und dadurch, dass eure Hollywoodschaukel so derartig unbequem ist, habe ich mich in einen eurer Apfelbäume verzogen. Ich glaub ja echt, dass ihr nächstes Jahr richtig schöne Äpfel haben werdet, denn er blüht wie Hölle...
Naja, auf jeden Fall kam dein Vater, wie von der Tarantel gestochen. heraus gelaufen und schrie in sein Telefon. Erst dachte ich, es sei eines seiner normalen Telefongesprächen, aber dafür würde er nicht hinauslaufen, eigentlich...ich mein, ich fand deinen Vater immer schon ein bisschen seltsam und es würde auch zu seinem Alter passen, das er etwas, naja grenzwertig wird, aber das war er schon immer. Gottchen ich schweife schon wieder ab...
Er hielt sein Handy fest um klammert und stritt sich mit einer Miranda. Ich vermute es ist eine Frau, wobei man bei Männern in der Mid-life-crises nie sicher sein könnte. Auf jeden Fall dachte ich, dass es mich beinahe vom Baum wirft, denn und jetzt halt dich fest. Das wirst du mir nicht glauben. Das ist die neuste Neuigkeit und ich verwette meinen Prachtarsch darauf, dass sich jede High Society Reporter drum reißen würden und deine arme Mutter- Oh mein Gott- die tut mir schon leid, wenn ich nur daran denke, aber auf jeden Fall hat er sich mit dieser Schnalle darüber unterhalten, dass es irgendeiner A...na wie heißt die...na du weißt schon, blaues Kleid, verrückter Hase, essbare Psycho Pilze und sprechende Raupen.. mir liegt es auf der Zunge... menno… ach jetzt ALICE...
Sie haben über eine Alice gesprochen, für die er weiterhin sorgen will und das es nur eine kurzfristige Angelegenheit war… das hast du auf jeden Fall von ihm... bei dir ist ja auch alles die große Liebe, zumindest für die nächsten 12 Stunden... Nichts desto trotz bin ich mir hundert Prozent sicher, dass er ein uneheliches Kind mit einer seiner Affären hat und wenn ich es mir genau überlege, vermute ich, dass es nicht nur bei dem einen bleiben würde.
EDDIE, kannst du dir vorstellen, dass DAS der Triumph ist, den wir in der Causa Bella brauchen, um deinen Alten in die Knie zu zwingen und er dich frei gibt?!
EDDDIIEEEE.....EDWARD..HALLLOOO, JEMAND ZU HAUSE????“ Seine flache Hand und die klatschende Ohrfeige, die ich von Jake bekommen hatte, holten mich wieder zurück ins Hier und Jetzt. Ich hatte wohl einen Tagtraum, denn ich träumte das Jake mir in meinem Zimmer, in dem Haus, in dem ich seit Jahren lebte, erzählt hatte, dass mein Vater ein notorischer Fremdgeher war und mindestens ein Kind hatte, von dem ich nichts wusste.
„Jetzt schau nicht so als ob ich dir gerade einen Heiratsantrag gemacht hätte. Du hast mich schon richtig verstanden.“
Ungläubig und vor Schrecken erstarrt, dass es doch realer als Real war, sank ich zu Boden und zählte die einzelnen Knötchen meines Teppichs. Ich meine, dass er seine Affären hatte, war mir klar, aber KINDER, also MEHR als nur mich? Andere, die nicht von Esme und ihm waren, sondern nur von ihm und wem anderen? Nein, das konnte er Mutter einfach nicht antun. Sie verzieh ihm alles, jeden dummen Seitensprung, jede Nacht, die er nicht heim gekommen ist, jeder Reise, die er ohne sie beging, aber Kinder mit einer anderen? Niemals, das würde sie brechen.
Vielleicht hatte er die Kinder genauso in die Welt gesetzt, wie seine Liebschaften? Auf jedem Kontinent mindestens eines? Ich musste ihn zur Rede stellen, egal was er dazu zu sagen hatte, diese Angelegenheit ging unter die Gürtellinie.
Ich ließ meine Hand noch einmal durch mein Haar gleiten, legte dann den Kopf in den Nacken und ließ meine Wirbeln nacheinander knacken, streckte die Schultern und stand in einer fließenden Bewegung auf. Jake riss die Augen weit auf, aber selbst dieser beängstigte Blick konnte mich nicht mehr milde stimmen, denn ich musste zu ihm. Er würde mir nicht so einfach davon kommen.
Wiedermal setzte ich mein Ziel neu. Die Mission, ein Leben mit Bella war gestartet und Jake war, wenn auch ungewollt, der Tropfen, der mein Geduldsfass zum Überlaufen gebracht hatte, denn ich würde mit meinem Vater abrechnen, zur Not auch auf eine etwas weniger freundliche Art und Weise.
Schnellen Schrittes ging ich zu meiner Türe. Gerade als ich die Klinke berührte, riss mich Jake an den Schultern zurück und zischte mit eindringlicher Stimme, dass ich nicht so dumm sein und diesen Trumpf zu schnell ausspielen sollte. Ich verstand was er sagte, aber es war mir gleich...
Heuchlerisch nickte ich ihm zustimmend zu, setzte meinen Weg fort und ging hinunter zu dem Arbeitszimmer meines Vaters. Man hörte ihn schon auf dem Flur hektisch mit irgendjemanden schreien, aber das war ganz normal und nichts Außergewöhnliches. Ich atmete tief ein, klopfte pro forma einmal an und ging hinein. Ich ließ mich in einen der Sessel fallen und wartete darauf, dass mein Vater reagierte, aber der starrte nur stur aus dem Fenster und diskutierte mit irgendjemanden, über irgendeine Nichtigkeit, die ohnehin nicht von Bedeutung war. Während ich wartete, legte ich meine Füße auf seinen heißgeliebten Marmortisch ab, denn ich wusste, dass er das nicht ausstehen konnte, aber es war mir egal.
Er ignorierte mich weiterhin, aber je länger er mich warten ließ, umso wütender wurde ich. Ich spielte mit seinem messingfarbenen Brieföffner, verlor jedoch schnell die Lust daran und schleuderte ihn, neben meinen Vater, direkt in die Wand. Die Spitze drang ohne Probleme in die Ziegelmauer ein.
Carlisle ließ erschrocken das Telefon fallen, drehte sich im selben Atemzug zu mir um und blitzte mich wütend an. Seine Ader an der Stirn begann hektisch zu pochen und ich wusste, dass er wütend war. Hektisch wanderten seine Augen hin und her und ich konnte mir mein Grinsen nicht verkneifen.
„Edward, hast du sie noch alle beisammen?“ schrie er und ich brach in schallendes Gelächter aus.
„Dad, ich denke wir sollten uns unterhalten...“ Siegessicher verschränkte ich die Arme vor der Brust. Sein halbherziges „sollten wir“ überhörte ich sicherheitshalber, denn sonst wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen. Ich stand auf und schlenderte zur Wand hinüber, nahm den Griff und zog den Öffner aus der Wand. Während ich ihn immer wieder so warf, dass er sich um seinen eigene Achse drehte und der Blick meines Vaters mir stetig folgte, setze ich zu der, mir im Kopf schon zurecht gelegten, Einleitung unseres Gespräches an.
„Wie denkst du über einer Fusion der Volturi´s und der Cullen´s?“
„NIEMALS, NICHT MAL ÜBER MEINE LEICHE, das mein Sohn, wird es nie geben. Ein Cullen und die Volturi? Niemals, diese Gegensätze passen nicht zusammen...“
„Wovor hast du Angst? Das du dein Gesicht verlierst? Unsere Nachbarn können weder dich, noch mich leiden, gerade mal Mutter wird geduldet und den anderen imponiert es höchstens, wenn sich zwei Größen zusammen tun würden.“
„Rede keinen Unsinn Sohn, das wäre unser wirtschaftlicher und mein persönlicher Ruin, ein Volturi bekommt den Hals doch nie voll. Denen reicht man den kleinen Finger und sie reißen einem den ganzen Arm ab.“
„Vater, du solltest aufhören von dir oder deinen unehelichen Kindern zu sprechen, denn nur weil du es nicht sch...“
„WAS HAST DU DA GERADE GESAGT?“
„Du hast mich schon verstanden. Wenn du aufhören würdest, in allen Herren Ländern herumzuhuren und Alice weniger Kohle in den Arsch zu stopfen, dann müsstest du dir über unseren wirtschaftlichen Ruin keine Gedanken machen.“
Ehe ich mich versah, klebten fünf Finger an meiner Wange und wenn es nicht so gebrannt hätte, dann hätte ich mir einreden können, dass es nur ein sehr, sehr schrecklich schräger Tagtraum gewesen wäre, aber so? Er hatte mich tatsächlich geschlagen! Hatte ich also den Nagel auf den Kopf getroffen und Jake hatte tatsächlich Recht. Nachdem ich die Ohrfeige verdaut hatte, schaute ich ihn direkt in die Augen, meine Hand schon auf meiner Waffe liegend, bereit sie zu ziehen.
„ DU wagst es mich zu schlagen? Hat es dir jetzt die Sicherung durchgebrannt? Weißt du eigentlich, dass du dich gerade in einer Situation befindest, die ich als „an der Wand stehen“ bezeichnen würde? Du hast verloren Carlisle. Deine Tage an der Spitze des Coven sind gezählt. Ich gebe dir noch genau einen Monat, bis dahin wirst du deine Angelegenheiten geregelt haben, abdanken und dich endlich mal um meine Mutter kümmern. Solltest du meiner Forderung nicht Folge leisten, werde ich es ihr persönlich mitteilen. Ich nehme dir alles Vater, was dir vielleicht noch einen Funken mehr bedeutet, als dein jämmerlicher, eingebildeter Stolz.“ Das waren meine letzten Worte, als ich mich umdrehte und ihn einfach so stehen ließ.
Ich könnte hören, wie er die Luft einsog, sich in den Sessel fallen ließ und die Faust mehrmals gegen die steinerne Platte donnerte. Das jämmerliche aufheulen, das sich qualvoll durch das ganze Stockwerk zog, bedeutete wohl, dass er sich beim Dampf ablassen die Hand gebrochen hatte, denn auch Knochen wurden mit dem Alter einfach nur spröde. Geschah ihm ganz Recht, vielleicht begriff er dadurch, dass er alles andere als allmächtig und unsterblich war, auch wenn er es gerne wäre.
Lächelnd verließ ich diese Etage, um Jake aus meinem Zimmer zu holen.
Als ich oben ankam, stand er reisefertig vor dem Fenster, links und rechts je eine Sporttasche, wand sich zu mir um und säuselte ein heiseres „Para Londres” und ich antwortete mit einem simplen “concordar com a Bella”. Mehr Worte bedarf es in dieser Situation nicht, denn wir verstanden uns auch so, aber es tat gut es noch einmal zu bestätigen, denn so sicher wie jetzt gerade, war ich mir noch nie.....................
CARLISLE-POV:
Es tat gut, als der Schmerz endlich nach ließ. Ohne großartigen medizinischen Background konnte ich auch so feststellen, das ich mir die Hand gebrochen hatte. Das würde mir einen Besuch im Krankenhaus nicht ersparen, aber zu erst musste ich diese Göre aus dem Weg schaffen.
Das WIE gestaltete sich etwas schwierig, denn all meine Maulwürfe waren quasi nicht mehr vorhanden, bis auf einen einzigen, aber es war sehr fraglich, ob dieser schon in der Lage dazu wäre.
Während ich überlegte, manifestierte sich ein Wunsch in den tiefen meines Gehirnes und zwar der, dass ich Isabella in die Augen sehen möchte, wenn sie den letzten Atemzug tat, denn erst dann konnte ich mir sicher sein, das mein Sohn wieder mir gehörte .
Ich war mir im klaren darüber, dass Edward demnächst auf dem Weg zu ihr sein würde und das er jeden Hebel in Bewegung setzten wird, um an noch mehr Informationen zu kommen. Wie kam er nur an die Information und woher wusste er von Alice? War es nur ein dummer Zufall? Hatte er unabsichtlich genau ins Schwarze getroffen, oder wer war sein Informant?
Mühsam zwang ich mich dazu, den Gedanken aus meinem Kopf zu schieben und mich wieder damit zu beschäftigen, wie ich Isabella aus dem Weg schaffen konnte.
Kurzerhand nahm ich mein Telefon und wählte eine Nummer.
“JAHA?” meldete sie sich am anderen Ende der Leitung
“Bist du allein?”
“Ja...” antwortet sie genervt.
“Das ist gut. Kannst du Isabella zu mir bringen?”
“Himmel und wie genau denkst du, dass ich das machen soll? Sie hasst mich Carlisle, eher geht sie freiwillig mit dieser kleinen Schwarzhaarigen hier einkaufen, als das sie sich mit mir abgibt.....” meinte die potentzielle Bedrohung auf High Heels, am anderen Ende der Leitung.
“Pass auf Sweetie, du musst sie nur betäuben und in den Privat Jet setzten, den Rest lass ich erledigen...Ich melde mich wieder.” wies ich sie an und legte auf, bevor sie etwas erwiedern konnte.
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