One last breath...der Himmel kann so nah sein und dann fällt man und landet HIER
Meine Atmung beschleunigte sich, der Lebenssaft der durch meinen Körper floss wurde zehnmal schneller durch meine Adern gepumpt und ging auf Alarmbereitschaft, man konnte eine Stecknadel fallen hören, so leise wurde es auf einmal im Raum. Sein unglaublicher Duft durchzog den Raum- das war der Moment, wo ich mir ganz sicher war das er es war? Seine Wärme die er ausstrahlte ummantelte mich und meine Knie wurden weich. Ich versuchte meinen Verstand irgendwie am Boden der Tatsachen zu behalten, indem ich mir geistig vorsagte, dass er der Feind ist aber es interessierte meinen Körper nicht wirklich, denn dieser war voll und ganz auf Edward Cullen eingestellt und das machte mir etwas Angst.
Sogar den nackten Jake, der vor mir stand, hatte ich ausgeblendet und die Tatsache, dass wir hier in dem Apartment meines Assistenten standen, besserte die Lage auch nicht wirklich? Jeder vernünftige Mensch würde jetzt versuchen die Flucht zu ergreifen, nur hatte ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle, denn wie selbstverständlich presste ich meinen Körper näher an ihn heran. Ich schloss meine Augen, sog den Duft kräftig in meine Lungen und prägte mir jeden einzelnen Bestandteil haargenau ein. Der wohlige Schauer der Geborgenheit lief über meinen gesamten Körper, jedes einzelne Härchen richtete sich steil empor. Jede seine Berührung und wenn es nur sein Atem war, der heiß über mein Ohr strich ließ mich erschauern. Ich versuchte meine Körperfunktion auf einen normalen Arbeitsrhythmus zu bringen aber das war vergebens. Man konnte sich einem Edward Cullen nicht so einfach entziehen.
Wie einschlagende Blitze überkamen mich die Erinnerungen an den Tod von Caius, das Telefongespräch und die Tatsache, dass die Cullens meinen Tod begrüßen würden. Mein Überlebensinstinkt meldete sich zu Wort und ehe er richtig fest zupacken konnte wand ich mich aus seiner Umarmung, schaute ihn dabei noch nicht mal an, denn ich wusste nicht wie ich auf seine Blicke reagieren würde! Wie eine Raubkatze tauchte ich unter seinen Armen durch und sprang aus der Hocke zur Tür die sich hinter uns befand. Innerhalb von wenigen Sekunden stand die Türe speerangelweit offen und ich war auf dem Weg zur Feuertreppe, welche meinen Fluchtweg darstellte. Edward war derartig überrumpelt, so dass ich einen netten Vorsprung herausarbeiten konnte. Da die Feuertreppe, die nicht nur sehr evakuierungsfreundlich gebaut wurde, sondern auch sehr praktisch für spontane Fluchtaktionen war, konnte ich von Absatz zu Absatz springen ohne das ich befürchten musste, dass ich mir den Fuß breche oder mir eine Bänderzerrung zuziehen würde, die mir zum Verhängnis werden konnte. Trotz der Sprünge die schon sehr gekonnt wirkten, nahm ich diese Hürden mit all meiner Konzentration die ich aufbringen konnte um mich nicht zu verletzen. Unten angekommen verriet mir ein schneller Blick nach oben, dass Edward seine starre überwunden und das oberste Drittel schon bezwungen hatte. Also lief ich so schnell mich meine kurzen Beine trugen in irgendeine Richtung, denn die war mir herzlich scheißegal, Hauptsache erst mal weg. Bevor ich endlich am Ende der Straße ankam, traf mich der Schlag, denn wie auch immer er geschaffte hatte aber er hatte mich eingeholt, zwar war er noch nicht beängstigend nahe aber ich sollte mich beeilen. Auf dem Schotterweg konnte ich jeden seiner Schritte hören, auch seinen Atem, der stoßweise kam, bildete ich mir ein wahrzunehmen. Mein Körper legte noch eine Ladung Adrenalin nach.
Sogar den nackten Jake, der vor mir stand, hatte ich ausgeblendet und die Tatsache, dass wir hier in dem Apartment meines Assistenten standen, besserte die Lage auch nicht wirklich? Jeder vernünftige Mensch würde jetzt versuchen die Flucht zu ergreifen, nur hatte ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle, denn wie selbstverständlich presste ich meinen Körper näher an ihn heran. Ich schloss meine Augen, sog den Duft kräftig in meine Lungen und prägte mir jeden einzelnen Bestandteil haargenau ein. Der wohlige Schauer der Geborgenheit lief über meinen gesamten Körper, jedes einzelne Härchen richtete sich steil empor. Jede seine Berührung und wenn es nur sein Atem war, der heiß über mein Ohr strich ließ mich erschauern. Ich versuchte meine Körperfunktion auf einen normalen Arbeitsrhythmus zu bringen aber das war vergebens. Man konnte sich einem Edward Cullen nicht so einfach entziehen.
Wie einschlagende Blitze überkamen mich die Erinnerungen an den Tod von Caius, das Telefongespräch und die Tatsache, dass die Cullens meinen Tod begrüßen würden. Mein Überlebensinstinkt meldete sich zu Wort und ehe er richtig fest zupacken konnte wand ich mich aus seiner Umarmung, schaute ihn dabei noch nicht mal an, denn ich wusste nicht wie ich auf seine Blicke reagieren würde! Wie eine Raubkatze tauchte ich unter seinen Armen durch und sprang aus der Hocke zur Tür die sich hinter uns befand. Innerhalb von wenigen Sekunden stand die Türe speerangelweit offen und ich war auf dem Weg zur Feuertreppe, welche meinen Fluchtweg darstellte. Edward war derartig überrumpelt, so dass ich einen netten Vorsprung herausarbeiten konnte. Da die Feuertreppe, die nicht nur sehr evakuierungsfreundlich gebaut wurde, sondern auch sehr praktisch für spontane Fluchtaktionen war, konnte ich von Absatz zu Absatz springen ohne das ich befürchten musste, dass ich mir den Fuß breche oder mir eine Bänderzerrung zuziehen würde, die mir zum Verhängnis werden konnte. Trotz der Sprünge die schon sehr gekonnt wirkten, nahm ich diese Hürden mit all meiner Konzentration die ich aufbringen konnte um mich nicht zu verletzen. Unten angekommen verriet mir ein schneller Blick nach oben, dass Edward seine starre überwunden und das oberste Drittel schon bezwungen hatte. Also lief ich so schnell mich meine kurzen Beine trugen in irgendeine Richtung, denn die war mir herzlich scheißegal, Hauptsache erst mal weg. Bevor ich endlich am Ende der Straße ankam, traf mich der Schlag, denn wie auch immer er geschaffte hatte aber er hatte mich eingeholt, zwar war er noch nicht beängstigend nahe aber ich sollte mich beeilen. Auf dem Schotterweg konnte ich jeden seiner Schritte hören, auch seinen Atem, der stoßweise kam, bildete ich mir ein wahrzunehmen. Mein Körper legte noch eine Ladung Adrenalin nach.
Das Blut in meinen Adern pulsierte regelrecht und meine Wunde am Hals brannte, meine Beine schmerzen und ich spürte meinen Verfolger regelrecht in meinem Rücken. Ich bog die nächsten Gassen immer wieder ab, mit Blick nach hinten, um mich zu vergewissern ob ich ihn abhängen konnte aber er schaffte es, dass er mir auf den Fersen blieb. Egal wie sehr ich mich beeilte oder wie kurzfristig ich mich entschied, er hatte immer den richtigen Riecher, wo ich mich befand. War das nur Glück oder hatte Caius auch meine Sendernummer weitergegeben und so unser gesamtes
Safty-Network verraten? Mit einem eleganten Haken bog ich links und dann gleich wieder rechts ab und rutschte auf einem Schotterweg elegant unter einem Zaun durch der zu meinem Glück eine Aussparung hatte die gerademal so hoch war, dass ich unten durch passte aber das würde Edward nicht lange aufhalten. Hastig lief ich weiter, mein schneller Atem entwickelte sich langsam zu einem schmerzhaften Seitenstechen aber ich wusste, dass ich noch länger so weiterlaufen konnte. Trotz der Entfernung konnte ich hören, wie der Zaun unter Edwards Gewicht immens quietschte und wie er ächzend am Boden aufschlug. Graziös war eindeutig anders aber immerhin Boris wäre sicher nicht mal 30 cm vom Boden weggekommen. Lächelnd lief ich weiter und bog in die nächste Gasse ein. Zugegeben, ich hatte absolut keine Plan mehr wo ich war aber ich hoffte das es ihm bald zu blöd werden würde mir nachzulaufen, denn so langsam wurde es anstrengend.
Plötzlich flogen beide Beine nach hinten und mein Oberkörper näherte sich in einem beängstigenden Tempo dem Boden. Ich streckte beide Arme von mir weg um zu versuchen, meinen Sturz so gut wie nur irgendwie möglich abzufangen. Der Aufprall ließ es mir einige wertvolle Minuten schwarz vor Augen werden, ein Ziehen durchzog meine Muskeln, meine Arme fühlten sich an, als hätte ich sie nach hinten gestaucht. Meinen Atem hielt ich gerade an, denn es tat so weh. Mit einem lauten zischen und einem Schwall an Schimpfwörtern rappelte ich mich auf und stolperte weiter, denn ich hatte kostbare Zeit verloren. Im Vorbeilaufen hob ich Arees vom Boden auf, mein Sturz von eben gerad dürfte es weiter geworfen haben, als ich mir gedacht habe.
Meine Handflächen brannten als wären tausend glühend heiße Nadeln gleichzeitig hineingestochen worden. Viele kleine Steinchen klebten in den aufgeschürften Handflächen die ich achtlos an meiner Hose abwischte. Ein kurzer Blick zurück verriet mir, dass ich meine Füße in die Hände nehmen und laufen sollte. Ich hörte seine Stimme aber durch das Rauschen meines Blutes in meinen Ohren konnte ich ihn kaum bis gar nicht verstehen. Immer wieder rief er etwas aber ich konnte es einfach nicht verstehen. Nur weniger Meter später passierte das, worauf ich gewartet hatte. Vor mir stand eines der Hindernisse, die ich nur ungern überwinden wollte, denn Zäune gehörten nicht zu meinen Lieblingsgegenständen und schon gar nicht, wenn sie aus alten glatten Latten bestanden und ein Stacheldrahtverziehrung hatten. Ich saß mehr als nur in der Patsche, denn Edward ging schon von laufen in lockeres gehen über und grinste zielsicher. Panisch begann ich nach einer Fluchtmöglichkeit links und rechts von mir zu suchen aber jegliche Hoffnung war wie ausgelöscht.
Nervosität machte sich in mir breit, meine Lippe malträtierte ich mit meinen Zähnen. Hektisch suchte ich nach Arees aber ich wollte ihn doch nicht verletzen. Ich überlegte wie er reagieren würde wenn ich loslaufen würde, direkt auf ihn zu und unter ihm durchrutschen würde, ob das auch nur im Ansatz funktionieren könnte. Einen Versuch wäre es Wert, denn zu verlieren hatte ich nichts. Wie eine gestörte sprintete ich los und ließ mich gerade als er die Arme nach mir ausstreckte fallen. Das Manöver klappte besser als gedacht, denn ich zog ihm auch noch die Füße weg, so dass er ebenfalls zu Boden ging. Etwas Festes umschlang mein Handgelenk. Scheinbar reagierte er um Welten besser als ich, denn er hatte die Hand ausgestreckt und nach meiner gegriffen. Regungslos blieb ich am Boden liegen und wartete was nun passierte, er tat es mir gleich. In der nächtlichen kühlen Luft konnte man erkennen wie wir stoßweise ausatmeten, denn die feinen Wölkchen, die unsere Münder verließen, verrieten uns. Meine freie Hand, die noch immer Arees fest umschlossen hielt, machte sich bereit zum Angriff als er sich langsam bewegte. Er hob und senkte seinen Kopf und ein heiseres Lachen entwich seiner Kehle. Kurz darauf schüttelte er ungläubig den Kopf, fast hätte ich geglaubt er würde etwas zu mir sagen wollen aber stattdessen bewegte er die Hand die mein Handgelenk umschlossen hielt. Was zur Hölle machte er da? Seine Hand rutsche hinunter zu meiner und unser Finger verwob er zu einem ebenmäßigen Geflecht und meine Nerven leitete diesen Impuls auf direkten Weg in mein Hirn.
Statt Angst machte sich ein vertrautes Gefühl in mir breit und ich schloss die Augen. Mir war irgendwo in meinem tiefsten Inneren klar, dass es eine große Dummheit wäre mich hier jetzt fallen zu lassen aber es war mir egal. Unsere Atmung wechselte von schnell zu ruhigem Atem. Wir lagen hier, aus dem Augenwinkel erkannte ich das er in den Himmel starrte also tat ich es im gleich.
„Notre Dame also, was?“ riss seine Stimme mich aus meinen Gedanken und ich drehte den Kopf zu ihm und starrte ihn verwirrt an. Nach einigen Sekunden fiel mir ein, dass ich vielleicht auch Antworten sollte brachte aber nichts weiter als ein MHM heraus. Er stellte ein Bein auf und drehte den Kopf zu mir. „Von wem hast du den Blödsinn mit den Wasserspeiern?“ fragte er schief grinsend und ich meinte nur, dass das doch jedes Kind weiß. Im September werden die Schatten von den Figuren über den Platz von Notre Dame geworfen, wenn es 4 Uhr am Nachmittag wird und ich zuckte mit den Schultern.
„NA DANN wäre ich garantiert zu spät gekommen, denn das lernt man nicht in der Schule für Mafiakinder weißt du“ lachte er und ich musste grinsen. „Nicht? Was lernt man in der Schule für Mafiakinder denn so?“ fragte ich kichernd und er meinte dann nur, dass ich das ganz genau wüsste und ich schüttelte nur den Kopf. „Mein persönlicher Highscore, auf den ich nicht besonders stolz bin, liegt bei 4 Toten und einem Land, das ich euch wieder weggenommen habe, also ich hab die Schule für Mafiakinder glaub ich größenteils geschwänzt, wenn du verstehst.“ sagte ich todernst und trocken wie die Wüste Gobi.
„Respekt, für ne Novato (Anfängerin) bist du echt gut, meu coração (mein Herz)” sprach er leise gegen den Himmel.
“Ohhh du mit deinen portugiesisch, das beeindruckt mich nicht. Das weißt du! Und wenn wir schon mal dabei sind, was bezweckst du mit den Geschenken?” energisch stellte ich auch ein Bein auf den Schotter. Nicht das es langsam unbequem wurde oder so, ich lag gerne mitten in London in irgendeiner Gasse mit Cullen am Boden und philosophierte über belangloses Zeug, wenn wir noch tausend andere Dinge zu bequatschen hätten.
“Sei nicht zickig, dachte ich mach dir eine Freude mit den Sachen. Dein Freund wirkte ja nicht sonderlich einfallsreich und ich kann es doch nicht verantworten, dass so ein temperamentvolles Geschöpf wie du unter bettlicher Langeweile leidet. Es wäre zu schade, denn ich denke.....”ich unterbrach ihn ruckartig in dem ich fest an der mit mir verbunden Hand zog. “Hüte deine Zunge Cullen, wenn du nicht willst, dass du Arees kennen lernst. Wir reden sicher nicht über meine betttechnischen Qualitäten, denn diese gehen dich einen feuchten Scheißdreck an. IST DAS KLAR?”
“Hahahahhahaha ich kenn Arees doch schon!” wisperte er und deutete auf den Arm wo ich ihn getroffen hatte und wiederwillig gab ich ihm Recht.“ Was willst du hier Cullen?” sprach ich ihn etwas schärfer an um meiner Frage einen gewissen Nachgeschmack zu verleihen, löste das Fingergeflecht ruckartig auf und zog meine Hand weg um ihn nicht die Gelegenheit zu geben nach meiner Hand erneut zu greifen. Ruckartig erhob ich meinen Oberkörper und brachte mich in die Schneidersitzposition und starrte ihn an. Nach endlosen Minuten des Starrens erinnerte ich ihn daran, dass ich ihn was gefragt hätte und er setze sich in dieselbe Position wie ich. Ich versuchte unauffällig auf meine Handflächen zu schauen, denn diese brannten noch immer wie Feuer. Als er bemerkte was ich tat, schnappte einer seiner riesigen Hände die meine und drehte sie ruckartig mit den Handinnenflächen nach oben und begutachtete sie. Wiederstand war zwecklos, dass hatte ich schon begriffen und so ließ ich ihn gewähren. Vorsichtig blies er darüber und all meine Härchen stellten sich angetrieben von einer Gänsehaut steil auf. Ich starrte ihn an und mein Verstand versank in der endlosen Weite der Sehnsucht....
Oh Gott diese Augen... so grün wie zwei.. wie hießen diese Dinger noch mal? Mein Hirn hatte Denkaussetzer, die einfachsten Worte fielen mir nicht mehr ein. Smaragde.... genau wie tiefgrüne Smaragde, endlos schön....
„Na gut, Volturi... du hast scheinbar einen Vorliebe für Nachnamen und recht wenig Sinn für Romantik wie mir scheint. Gesprächig bist du auch nicht und du findest mich auch nur halb so anziehen wie ich dich finde, dann gehen wir eben zu dem Businessteil über. Ich hatte mir zwar erhofft uns bliebe das heute erspart aber da habe ich mich wohl geirrt..... Stell schon deine Fragen, damit wir das Ganze hier hinter uns bringen.“ meinte er leicht aggressiv. Als er sagte ich finde ihn nicht anziehend entrutschte mir ein halblautes „Wenn du wüsstest.“ Er da tat er so als hätte er es nicht gehört aber sein schiefes Grinsen verriet mir das er es sehr wohl wahrnahm.
„Ok, Edw... CULLEN, spielen wir ein Spiel... es heißt wahr oder nicht wahr. Wenn ich richtig liege, antwortest du mit wahr, wenn nicht, dann mit nicht wahr. Das sollten wir ja wohl zusammen bringen, oder?“ er schaute mich ungläubig an, legte seine perfekte Stirn in Falten, nickte dann aber zustimmend und ich kaute fieberhaft auf meinen Lippen, da ich nach einer passenden Frage suchte. Seine Augen folgten jeder Regung. Sein Kopf war dem meinem so nah... aber diesen Gedanken verwarf ich genau so schnell wie er gekommen ist.
Ihm intensiv in die Augen schauend holte ich noch einmal tief Luft, wand den Blick ab und begann mit meinem Spielchen.
Du hast den Auftrag mich zu suchen und mich unschädlich zu machen?
WAHR
In Frankreich?
WAHR
DU willst dir Frankreich unter den Nagel reißen?
Nicht wahr
Sein nicht wahr brachte mich kurz aus der Fassung, ließ mich aber gleichzeitig hoffen. Ich suchte seinen Blick erneut und sah etwas darin was ich schon lange vermisst hatte. Schlichte Ehrlichkeit die man durch einen einzigen Blick sehen konnte.
DU musst es tun, denn sonst gibt’s Ärger mit deinem Vater?
WAHR
Er fuhr sich mit seiner ebenmäßigen, perfekten Hand durch sein wuscheliges Haar, befeuchtete seine trockene Unterlippe mit der Zungenspitze und mein Blick folgte seiner Zunge. Am liebsten würde ich ihn jetzt gerne......aber nein ich musste mich zusammenreißen und die Contenance bewahren.
Ihr hattet einen Spion in unsere Familie eingeschleust?
Nicht Wahr
Ihr habt mehrere Spione bei uns eingeschleust?
Wahr
Diese Erkenntnis war mir nicht neu aber ich suchte trotzdem wieder nach einer Bestätigung, dass er mir die Wahrheit sagte und die bekam ich auch wie auf dem Silbertablett serviert. Seine Augen strahlten eine Ehrlichkeit aus, welche ich noch nie gesehen hatte.
Du willst mich töten?
Nicht Wahr
„Aber es wird so sein.“ dachte ich mir und beendete unser Fragespiel mit einem unguten Gefühl im Magen und einem betroffenen Blick. Die nächsten Minuten vergingen tonlos und wir beide blickten betroffen zu Boden. Plötzlich tippte er mir mit seinem Zeigefinger auf mein Knie und riss mich zum wiederholten Male aus meinen Gedanken.
„Ich denke es wäre nur fair, wenn ich jetzt dran wäre?“ fragte er freundlich mit seinem alleswegfegenden schiefen Grinsen, so dass ich nur nicken konnte. Noch ehe ich richtig reagieren konnte schmetterte er mir schon die erste Frage an den Kopf:
DU bist nicht die Tochter von Aro?
WAHR
DU wurdest nicht gefragt, ob du das alles willst?
WAHR
Er schleuderte die Fragen mit einer Härte hinaus, so dass mir jede einzelne Schmerzen zu fügte aber ich nicht wusste wieso.
DU konntest dir nicht aussuchen welchen Rang du in der Inc. annimmst?
WAHR
DU hast Caius getötet?
WAHR
DU musst mich töten?
WAHR
DU wirst mich küssen...
Noch ehe ich antworten konnte zog er mich blitzschnell an sich, drückte seine wunderschönen, weichen Lippen fordernd auf meine. Seine freie Hand vergrub sich am Hinterkopf in meinem Haar.
Vollkommen benebelt von seinem Duft, dem Knistern an der Stelle, wo seine Lippen mich berührten und der Wärme die er ausstrahlte, genoss ich diesen Moment in vollen Zügen. Die restliche Welt verlief in ein einzigartiges, ruhiges Farbenspiel, das sich sorgsam um uns herumdrehte. Seine fordernde Art wechselte zu einer intensiven Begegnung der besonderen Art. Seine Augen fest geschlossen, seine Hand nahm er von meinem Hinterkopf und ließ sie an mein Gesicht gleiten, die andere Hand zog mich näher zu ihm. Mühelos hob er mich auf seinen Schoss und meine Beine umschlangen ihn. Immer darauf bedacht den Kuss nicht zu unterbrechen. Ich drückte mich noch näher an ihn heran und seine beiden Arme umklammerten mich fest, wie ein Ertrinkender den Rettungsring. Ich unterbrach den Kuss um ihn anzusehen, was er mit einem skeptischen Blick quittierte, der mir zeitgleich mitteilte, das er mit dieser Reaktion nicht zu Frieden war.
Leise begann der für London typische Nieselregen einzusetzen und holte mich langsam wieder in die Realität zurück. Ich zählte mir 6 Tatsachen auf, damit die Landung im aktuellen Hier und Jetzt nicht so brutal kalt werden würde aber in diesem Fall, wäre sogar ein Wattebausch eine brutale Waffe.
- Ich befand mich noch immer in London.
- Noch immer wusste ich nicht, wo genau ich mich befand.
- Es war mitten in der Nacht.
- Keine Ahnung wie spät es war.
- Ich sitze auf dem Schoss meines Feindes und fühle mich geborgen.
- Ich liebe die Gefahr und mein Verstand ist im Urlaub.
Aus dem anfänglich Nieselregen wurde ein Kleiderdurchnässender- es schüttet wie aus Eimern-Regen und binnen kürzester Zeit waren wir nass bis auf die Knochen. Seine Haare hingen ihm in Strähnen über sein Gesicht und die Regentropfen perlten von diesem. Ich betrachtete ihn im Mondlicht, hob vorsichtig meine Hand und strich eine Strähne mit dem Zeigefinger auf die Seite, fuhr seine Konturen nach und seine zarten, weichen Lippen, nahm jedes Grübchen, jedes Muttermal, jede noch so kleine Narbe wahr. Alles wirkte so surreal, so perfekt, bis mir wieder bewusst wurde, was ich hier eigentlich gerade tat. Er war der Sohn des Feindes, der Feind, mein Feind. Abrupt zog ich meine Hand zurück, löste mich gänzlich von ihm, entzog mich seinem Bann, stand wackelig auf meinen Beinen und bemerkte wie er mich traurig ansah.
„Ich ..ich ich .. es geht nicht. Du weißt, das... sie würden uns, ähm es wäre unser sicherer Tod, wenn sie“ Noch bevor ich meinen Satz zu Ende stammeln konnte, war er schon aufgestanden und legte mir seine Zeigefinger auf meine bebenden Lippen um zu verhindern, dass ich den Satz zu Ende sprach.
„Shhhhh, sag das nicht. Ich bin mir der Tragweite unseres Problems durchaus bewusst aber um ehrlich zu sein, gibt es nichts, was mich weniger interessiert als das.“ Er umschlang meine Hüfte und zog mich nah an sich heran. Gerade als er mich nochmals küssen wollte, hörte ich schnelle Schritte über den Schotterboden donnern. Panisch versuchte ich ihn wegzudrücken, aber er ließ es nicht zu. Mein Name hallte durch die Nacht aber durch das Regengeprassel und der Entfernung konnte ich die Stimme nicht zuordnen. Meine Fäuste trommelten halbherzig auf seinen Oberkörper, meine Gegenwehr war lachhaft, denn ich wusste, dass ich aus dieser Umklammerung nicht einfach so herauskam. Die Schritte kamen immer näher, ich bat Edward, dass er mich loslassen sollte, was er auch zögerlich tat, wenn auch nur sehr wieder willig. Bedankte mich mit einem Lächeln, drehte mich um und wollte die Straße runter gehen als er sich räusperte. Ich blieb abrupt stehen, wand mich aber nicht zu ihm um.
„Ich kann kochen.“ meinte er mit einem schiefen Lächeln, welches bestimmt über sein Gesicht huschte. Lächelnd blickte ich auf den Boden und hauchte ein einfaches „JA“ und er stolperte in seinem Versuch sich zu erklären unbeholfen weiter. „Ich meine, also darf ich dich zum Essen einladen?“ fragte er in einem Tonfall, wie ein kleiner Schuljunge, der einem Mädchen das erste Mal einen Kuss abringen wollte.
„Edward, in ein paar Tagen steht Frankreich auf dem Programm und wir wissen beide, dass unsere Väter Ergebnisse sehen wollen, die sich in ihrer Art lebensgefährlich voneinander unterscheiden....“ meinte ich leise und hoffte ihn abzuschrecken, blickte zu dem klaren Sternenhimmel nach oben und fuhr meine Erklärung fort: „Also ist das mit mir nicht so vielversprechend, meinst du nicht auch?“ Noch bevor er antworten konnte fragte ich ihn noch ob er ein guter Koch sei.
„Ich kann es verdammt gut...“ meinte er zweideutig und warf noch ein kochen hinten nach. Jetzt hatte er mich, mit einer eleganten Drehung wand ich mich zu ihm um und mein Blick fiel in sein Gesicht. Gerade als ihm antworten wollte, versteifte er sich und sein Blick wurde ganz finster. Erst jetzt registrierte ich, dass die Schritte verstummt sind und ich spürte die fremden Blicke, die sich stechend in meinen Rücken bohrten.
Edward fixierte seinen Blick auf die Person hinter mir und mir wurde bewusst, dass es nur jemand sein konnte, der zu mir gehörte und mein Herz blieb für einen Moment stehen.
„James“ sagte Edward mit einem erniedrigenden süffisanten Tonfall, der einem das Blut in den Andern gefrieren lies. Als ich den Namen hörte, zuckte ich zusammen, als wäre ein Stromschlag durch meinen Körper gefahren.
„Bella“ ertönte die Stimme hinter mir aggressiv und ich drehte mich ganz langsam um, mir wurde schlagartig klar, dass ich in tiefen Schwierigkeiten steckte.
Meine Blicke wanderten zwischen beiden hin und her und ich wusste nicht wie ich reagieren sollte.
„Edward, James...ähm ich sehe schon, die Vorstellerei haben wir soeben hinter uns gebracht. Da ich nicht davon ausgehe, dass wir hier jetzt ein gemütliches Kaffeekränzchen haben werden, denke ich, dass James und ich uns zurückziehen werden. Ich denke ich habe mich klar und deutlich ausgedrückt. Sag deinem Vater er soll die Finger aus unseren Geschäften raushalten sonst ergeht es ihm wie Caius!“ meinte ich bestimmend und drehte mich um, hakte mich bei James unter und zog ihm mit mir mit, der sich immer wieder zu Edward wand um ihn mit seinen Blicken zu töten.
„Klar Baby, wird gemacht. Carlisle möchte seine Augen sicher noch länger behalten als der alte Caius.“ meinte er schallend lachend und James zuckte zusammen. Ich blickte zurück, starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an und gab ihm zu verstehen, dass er besser die Klappe halten sollte. Hastigen Schrittes zog ich James weiter und erst 3 Häuserblocks entfernt verlangsamte ich das Tempo schwer atmend. Ich zog ihn mit, als mein Arm plötzlich nach hinten gerissen wurde und stehen bleiben musste
„UND DU ERKLÄRST MIR JETZT GEFÄLLIGST WAS DAS WAR?“ schrie er mich zornig an. Dümmlich fragte ich, was er denn meinte und er schrie mich weiter an. Er hatte mich noch nie angeschrien, zumindest nicht so.
„Scheiße nochmal ISABELLA, weißt du, worauf du dich da einlässt? Er ist unser Feind, die töten uns ohne mit der Wimper zu zucken sobald sie die Gelegenheit dazu haben. Und was meinte er mit Carlisle möchte seine Augen behalten?“ sagte er nicht mehr ganz so laut aber noch immer äußerst gereizt.
„Tu nicht so als ob du es nicht schon längst wüsstest. Ich hab Caius mit einem kleinen Messer die Augen herausgestochen und Aro hat sie an Carlisle geschickt, mit einem freundlichen Gruß von mir. Ich weiß was ich tue. Markiere hier nicht den Helden, James. Es gibt 2 Möglichkeiten...Entweder du spielst bei meinem Spiel mit oder du mischt dich nicht in meine Angelegenheiten ein. Haben wir uns verstanden?“ fuhr ich ihn mit bestimmenden Ton an und ich sah, dass es ihm nicht gefiel.
Es war einer dieser Momente, wo man sich ganz klar entscheidet und ich habe mich ganz klar für den Feind entschieden und gegen alles andere aber das konnte ich so nicht sagen. Er starrte mich mit leeren traurigen Augen an und mir erging es nicht anders. Einerseits war ich froh, denn ich wusste was ich wirklich wollte, andererseits stürzte es James in einen Abgrund, für den ich nichts konnte. James Augen zogen sich zu einem engen Schlitz zusammen und schwer atmend, da er seine Wut zügeln musste, presste er nur ein zorniges „WIE DU WILLST“ heraus und stampfte mit schweren Schritten davon.
Er ließ mich, verdammt noch mal, im Regen stehen und ich starrte ihn ungläubig hinterher. SCHÖN, echt schön, gut dann spielen wir das Spiel jetzt eben so herum. Zornig trat ich gegen eine der auf der Straße stehenden Metallmülltonnen ein. Immer und immer wieder. Dabei wollte ich mich doch gar nicht mit ihm streiten aber was blieb mir den schon großartig über. Die Tränen die mir übers regennasse Gesicht liefen versuchte ich halbherzig wegzuwischen. Ich lief noch einige Zeit orientierungslos in den dunklen Gassen herum bis ich endlich den Weg nach Hause gefunden hatte. Leise schlich ich mich hinein und versuchte unbemerkt in mein Zimmer zu gelangen um dort erst mal eine heiße Dusche zu nehmen. Ich wusste jetzt schon, dass es wieder eine verdammt kurze Nacht werden würde.
Cut
Hey Keks :) da du es auf ff.de noch nicht hochgeladen hast, aber hier schon muss ich es einfach hier lesen, denn ich wollte wissen was aus Edward und Bella passiert :)
AntwortenLöschenwieder ein total tolles Kapitel und Edward kann kochen :) ich hoffe das Date steht ich hoffe es wirklich und ich bin genau so gespannt wie Bella es machen möchte, das Edward DER FEIND ist!! Aber wenn sie sich bei ihm geborgen fühlt ist das ein echtes Problem!! Und james kommt einfach zum falschen Zeitpunkt *HMPF*!!!
Ich bin soo gespannt wie es weitergeht!!
Fühl dich gedrückt bethi <3