To be ….or not to be.....Wenn der ganz normale Wahnsinn einen trifft wie eine Atombombe
James Pov:
Tatsache ist, dass ich wieder bei Aro bin.
Tatsache ist, dass da wo Aro ist auch Bella ist.
Tatsache ist dass ich sie noch immer liebe.
Tatsache ist, dass ich gerade aus der Vorhölle in die Hölle gekommen bin.
Tatsache ist, ich bin ein riesengroßer Idiot.
Vorsichtig bewegte ich mich in meinem neuen aber dennoch alten Zimmer. Nicht mal eine Staubschicht lag auf meinen Sachen. Meine Waffe lag wie immer auf meinen Schreibtisch, die Vorhänge nett drapiert, dass Bettzeug roch nach frisch gewaschener Baumwolle mit einem Hauch Orange und Lavendel. Die sternenklare Nacht und der hell leuchtende Mond tauchten das Zimmer durch die Seidenvorhänge hindurch in ein silbernes Licht. Nach dem ich langsam mein Zimmer durchschritten hatte um auch nur ein Anzeichen zu finden um mir selber bestätigen zu können, dass sie nicht damit gerechnet hatten das ich wieder zurück komme ging ich zurück zu dem Tisch wo meine Waffe lag. Langsam ließ ich meine Finger über den Lauf gleiten dann hinunter zum Abzug, schlussendlich hob ich sie hoch und betrachtete sie von allen Seiten. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl sie wieder in meiner Hand zu halten, denn es fühlte sich gut an.
Ich fühlte mich sicher. Ich fühlte mich frei.
Gerade noch war ich Bella so nahe und kaum einen Wimpernschlag später war ich alleine in meinem Zimmer. Ihr Duft kämpfte noch immer gegen den „frische-Wäsche“- Geruch an und mein Hirn versucht alles zusammen zu ordnen. Mein körperliches Gleichgewicht geriet ins Schwanken und die Realität verschwamm, vorsichtig tastete ich mich dorthin wo ich mein Bett vermutete und ließ mich, als ich die Matratze unter meinen Fingerspitzen spürte auf gut Glück nach hinten fallen. Ein stechender Schmerz machte sich in meinem Kopf breit. Es tat so weh, als würde jemand mit tausend kleinen Nadeln im Sekundentakt auf mein Hirn einstechen.
Im Erinnerungsnebel tauchte erst Bellas Gesicht auf und langsam wurde der Rest ihres wunderschönen Körpers sichtbar. Mit ihrem Erscheinen wurde auch ein Raum klarer erfassbar, es sah aus wie ein Hotelzimmer, aber sicher war ich mir nicht. Der engelsgleiche Anblick vor mir wurde von einem schrillen Knochenmark durchdringenden Schrei gestört und ein feuergleiches Brennen durchfuhr erst meine Arme ging über den Hals, brannte sich den Weg über den Oberkörper hinab zu meinen Füssen. Ich ging zu Boden und alle meine Muskeln krampften sich abwechselnd zusammen. In meiner Hand konnte ich eine Phiole spüren um mich herum ein Stimmengewirr, das ich nicht zuordnen konnte. Verschleiert wie mein Blick war konnte ich keine 2 Meter von mir entfernt einen Schatten ausmachen der Jazz Umrissen glich. Scheinbar erlitt er dieselben Krämpfe wie ich aber ich konnte ihm nicht helfen, da die nächste Welle der Krampfanfälle über mich rollte.
Den Rücken in einem Winkel durchgebogen, so dass sich jeder Chiropraktiker die Haare raufen würde, hörte ich die Stimme eines seltsam aussehenden kleinen Mannes, der immer wieder in einem seltsamen Rhythmus einige Worte immer und immer wieder vor sich hin brabbelte aber es war mir eigentlich scheißegal, denn solange mir jede Faser meines Körpers brannte wie als würde ich im Höllenfeuer liegen, hätte er mir das thailändische Telefonregister rückwärts vorlesen können, ich hätte ihn nicht wahrgenommen.
Ich erbrach Eimerweise bis ich nur mehr Galle spuckte und wenn es so weiter ginge, würde ich das hier nicht lebend verlassen. Meine innere Uhr war nicht fähig mir auch einen kleinen Hinweis zu geben wie lange ich schon hier war, aber das Martyrium war irgendwann zu Ende - hoffte ich.
Mir fiel wieder ein, dass ich mich in einem Kloster befand und um uns lauter Mönche und Nonnen herumwuselten. Plötzlich sah ich Bellas Gesicht ganz nah vor meinem, ich konnte jede einzelne Pore und jedes noch so kleine Härchen sehen. Ihr Duft...., eine Mischung aus Vanille und Erdbeere, überzogen meinen Geruchssinne. Das betörende Aroma und ihr gleichmäßiger Atem, ihre zitternden, geschlossenen Augen. Ich erkannte den Flur in Aros Haus. Irritiert flog mein Kopf in dem dichten Nebel hin und her. Diese Welt war nicht real aber sie fühlte sich verdammt noch mal so an. Hier fühlte ich mich so schwammig, irgendwie eine Mischung aus den Verletzungen aus Bangkok und der neuen Selbstsicherheit aus dem Kloster, dem inneren Frieden. Mir war vollkommen bewusst, wenn sie mich nicht gezwungen hätten die Höllenfahrt zu machen und mich dann nicht zu Meditation gebracht hätten, dann würde ich wohl trostlos in diesem Gefängnis von Kloster vor mich hin vegetieren. Bella bewegte sich in meinen Armen während ich die niemals endende Treppe hochstieg. Ich lief und lief und kam nicht an.
An mir zogen Momente und Erinnerungen vorbei, die nassen salzigen Tränen liefen mir an den Wangen herab und suchten sich den Weg Richtung Fußboden. Nur zu gern würde ich sie mir aus dem Gesicht wischen , aber ich hatte keine Hand frei und Bella absetzen kam nicht in Frage. Irgendwann musste ich doch an einem Ziel ankommen, denn ich kann doch nicht die ganze Zeit buchstäblich im Finstern tappen. Wobei, doch das ginge...
Die Wolke der Erinnerung umspielte erst sanft meine Fußknöchel und hüllte mich schlussendlich dann doch wieder ein. Körperlose Köpfe kreisten um mich herum und redeten ohne Punkt und Komma auf mich ein. Diese Stimmen erinnerten mich an Vicky..., so ungefähr muss es in ihrem Kopf zu gehen. Bella, die bis gerade eben noch in meinen Armen lag, war verschwunden und ich stand am Ende der Treppe. Ich drehte mich in allen Richtungen und sah nur noch wie sie diese verdammte Treppe wieder in einem langen zartgrünen Kleid hinunter schritt. Ihr Haar wurde zusammen mit einem seidenen, weißen Band, welches das Kleid um die Hüfte raffte nach hinten geweht.
Ich versuchte ihr nach zu rufen aber scheinbar konnte sie mich nicht einmal hören. Mein Schrei erzeugte ein Echo aber als es zurück zu mir kam, warf es mich gegen die Wand, an der ich machtlos und entkräftet nach unten sank. Mein Kopf stützte ich mit den Händen ab, als ich Bellas Stimme leise hörte. Weinerlich rief sie etwas aber ihre Worte erreichten mich nicht. Instinktiv stemmte ich mich gegen die Kraft, die mich am Boden halten wollte und schaffte es tatsächlich in die Höhe, doch der Versuch weg zu kommen endete wieder an der Wand so als ob mich ein unsichtbares Kraftfeld festhielt. Als sich gegenüber eine neue Treppe empor hob blieb mir mein Herz fast stehen.
Ganz oben thronte Cullen Junior in einem rot-golden schimmernden Sessel, während Bella zwei Treppen auf einmal nehmen zu ihm hoch lief. Kurz bevor sie ihn erreichte erhob er sich und schaute direkt zu mir hinüber. Ich stemmte mich noch einmal gegen die unbekannte Kraft ankämpfend nach oben, als er die Arme ausstreckte um Bella in Empfang zu nehmen. Ihr helles, elfengleiches Lachen drang zu mir durch und mein Sonnengeflecht zog sich hart zusammen. Cullen schloss seine starken Arme um sie und dreht sie wie in diesem kitschigen Kultfilmen halb schwebend in eine liegende Position, so dass ich alles ganz genau sehen konnte. Ein elektrischer Schnalzer ging durch die Luft und die Steinwände bröckelten ab und legten tausende Spiegel frei, die nur die beiden in allen Positionen zeigten.
In dem Moment wo er seine Lippen auf die ihren presste, zog es mir im wahrsten Sinne den Boden unter den Füßen weg und ich fiel in ein endloses, schwarzes Loch. Mein Schrei, der meine trockene Kehle gerade noch so verließ, musste Tote aufwecken, als ich unsanft auf einen harten Fußboden aufknallte und wieder in Bangkok in dem schäbigen, dreckigen Zimmer lag, umringt von den unzähligen Zeichnungen. Ich wusste, egal was das hier war.. es war schlimmer als jeder Trip, den ich jemals genommen hatte. Einen kurzen Moment blieb ich noch liegen und dann erhob ich mich und versuchte herauszufinden, was nun wieder auf mich zukam, als auf einmal die alte Zimmertüre aus den Angeln und durch mich durch flog. Durch eine ekelige Staubwolke hindurch sah ich Bella im Hotelflur stehen.
„Meine Bella, meine wunderschöne Bella, wenn ich dich doch nur irgendwie erreichen könnte.“ flüsterte ich oder dachte ich es mir nur. Ob sie mich hören konnte? Scheinbar nicht, denn sie Schritt einfach durch mich hindurch. Eine Art Wirbelsturm erfasste mich und brachte mich auf das Dach wo Cullen auf mich wartete. Irgendwie kam ich mir vor wie in dieser verrückten Weihnachtsgeschichte mit den Geistern, denn unheimlich war das hier alle male. Gerade als Cullen ausholte um mir eine zu verpassen, gab es eine erdbebengleiche Erschütterung.
„James, wach auf bitte.“ holten mich zwei zierliche Hände und eine bekannte Stimme zurück. Irritiert öffnete ich die Augen und wusste nicht wie mir geschah. „Du hast geträumt und wenn du mich fragst, war es nicht sonderlich angenehm. Du hast geschrien und um dich geschlagen, dass man aufpassen musste das du dich nicht selber verletzt.“ sprach sie weiter. Unfähig auch nur irgendetwas zu sagen drehte ich mich mit dem Rücken zu ihr. Ich spürte ihren zierlichen Hände auf meinen Rücken, aber reagierte nicht........
Bella POV:
Als ich aus Aros Büro ging kam ich bei James Zimmer vorbei. Im Gegensatz zu meinem war es nicht so groß und man konnte durch die ebenmäßige Ahorntüre jeden einzelnen Ton hören, wie als stünde man direkt daneben. Ich nahm das Päckchen umständlich unter einen Arm denn ich wollte es nicht hier am Gang liegen lassen. Da hier nicht nur die Wände Ohren hatten sondern auch sehen konnten, war ich mir mehr als nur sicher, dass wenn ich es hier liegen lassen würde es nachher nicht mehr da wäre. So legte ich die freie Hand zögerlich auf die messingfarbene Türklinke. Gerade als ich die Türe öffnen wollte, ließ mich ein fürchterlicher Schrei zusammen zucken. Ich riss die Türe auf und ließ das Päckchen achtlos fallen und war mit drei großen Schritten bei James angelangt. Er wand sich wie von schmerzhaften Krämpfen geplagt hin und her. Sein Rücken bog sich mehrmals durch und ich hatte höllische Panik. Sein Oberkörper glänzte schweißnass im Mondlicht, was auch immer er träumte, es wirkte so als würde er innerlich verglühen dabei. Seine dumpfen gequälten Laute wechselten sich mir lauten angsteinflößenden Schreien ab.
Vorsichtig legte ich meine Hand auf seine Schulter und versuchte ihn dabei trotzdem weitest gehenst aus dem Weg zu gehen, denn er schlug wie wild um sich und rief immer wieder seltsame Sachen. Ich konnte ihn nicht beruhigen aber zumindest aus dem Schlaf konnte ich ihn holen. Mit leiser Stimme versuchte ich ihn zu beruhigen, aber keines meiner Worte dran zu ihm durch, denn er nahm mich nicht wahr.
Ruckartig drehte er seinen Rücken zu mir und ignorierte mich wissentlich, denn er tat so als würde er noch schlafen obwohl ich wusste, dass er wach war, denn sein Brustkorb hob und sank zu regelmäßig für jemanden der gerade einen Alptraum hatte und so außer sich war.
Langsam legte ich ihn meine Hände auf den Rücken und fuhr mit dem Zeigefinger die länglich Narbe nach, die sich leicht im Mondschein abzeichnete. Meinen Atem hielt ich automatisch an, denn ich wartete darauf, dass er mich erneut zurückwies. Eine einzelne Träne kämpfte sich von meinem Augenwinkel hinunter zu meiner Wange. Weinen war das letzte was ich jetzt wollte aber diese Gefühlsachterbahn war zu viel für mich. So ähnlich musste er sich gefühlt haben, als er aus London weg ist aber sicher war ich mir da nicht, denn er sprach nicht mit mir darüber. Er sprach gar nicht mit mir. Noch nicht mal jetzt, kein Zeichen, dass ich bleiben soll, keines dass ich gehen sollte. Es war ihm offensichtlich egal. Was wollte er denn nur? Das ich um ihn Kämpfe? Das ich mich entscheide? Als ob ich wüsste was ich will, denn wenn man es ganz genau nahm, kannte ich beide nicht sonderlich gut. Eigentlich stimmte das auch wieder nicht, denn wenn man einen Menschen trifft bei dem man glaubt man kenne ihn schon sein Leben lang sind....
Ich war wohl in Gedanken, denn als ich realisierte, dass ich nach wie vor hier in James Zimmer stand, an seinem Bett und seinen Rücken leicht mit den Fingerspitzen entlang fuhr, schrak ich auf und zog schlagartig meine Hand zurück. „Es tut mir leid… ich liebe dich doch auch.“ wollte ich murmeln, aber ich brachte nur ein einsames „Es tut mir leid.“ über die Lippen, drehte mich um, fischte das Packet vom Fußboden und ging zu Tür. Bevor ich diese passierte, drehte ich mich noch ein letztes Mal um...einerseits um sicher zu gehen, dass er sich beruhigt hatte, andererseits falls er mich zurück halten wollte. Keine Reaktion- dass stimmte mich mehr als nur traurig. Einen wehmütigen Blick ihm noch zu werfend und tief ein und ausatmend drehte ich mich schlussendlich schweren Herzens um und lief schnellen Schrittes zur Treppe um zwei Stiegen auf einmal nehmend nach oben zu laufen.
Nachdem ich meine Zimmertüre mit zitternden Fingern aufschloss schmiss ich sie geräuschvoll zu und pfefferte die blöde Pappschachtel aufs Sofa und stürzte in mein Badezimmer um den Tag abzuwaschen. Nach dem 5mal einseifen und abschrubben sah ich ein, dass man diese Art von Dreck nicht wegwaschen kann, denn das Einzige was ich damit erreichte war, dass mein ganzer Körper nun übersäht war mit leuchtend roten Striemen. Ich stieg aus der Dusche und trocknete mich notdürftig ab und schlang mir eines der Badetücher doppelt über den Oberkörper, meine Haare wickelte ich in einen praktischen Handtuchturban. Auf leisen Sohlen schlich ich mich aus dem Badezimmer, absolut unnötig aber mir war danach. Unschlüssig was ich machen sollte wechselten meine Blicke zwischen Kleiderkasten und der ominösen Schachtel hin und her. Schlussendlich gewann die Neugier und ich setzte mich im Schneidersitz auf mein Sofa und platzierte das Päckchen akkurat im passenden Winkel zu meinen Füssen.
Wie beim ersten Päckchen, welches ich vor gar nicht allzu lange Zeit bekommen hatte begannen meine Finger höllisch zu zittern, denn ich wusste nicht was diesmal auf mich wartete. Das es von Edward war wusste ich, wobei eigentlich wusste ich es nicht aber mein Bauchgefühl sagte es mir irgendwie. Ich griff in die Sofaritze und zog ein kleines Klappmesser heraus. Zugegebenermaßen ist es ein eher ungewöhnlicher Ort aber in diesem Haus war man noch nicht mal auf der eigenen Toilette sicher und so habe ich an allen erdenkbaren Orten eine Waffe versteckt. Ich ließ es aufklappen und setzte die Klinge auf dem grauen nach Öl riechenden Tape an und ritzte an drei Seiten das Klebeband ein. Die Schneide klappte ich wieder ein und schob es zurück an seinen Platz. Meine Hände legte ich locker auf meinen Oberschenkeln ab und schloss die Augen um all meinen noch vorhandenen Mut und die letzten Kraftressourcen zu sammeln. Einige wenige Sekunden saß ich so da, aber die Neugier siegte über die Angst. Mit einem schnellen Ruck und fest zusammen gepressten Augen riss ich den Deckel nach unten und bei dem Versuch ihn weg zu schleudern flog das ganze Päckchen mit, da ich vergessen hatte, dass es ja nur 3 Seiten aufgeschnitten war.
Der gesamte Inhalt, der zugegebener Weise sehr seltsam aussah, lag teilweise über dem Sofa und über dem Couchtisch bis hin zum Fußboden verteilt. Ich wurde nicht sonderlich schlau aus dem ganzen, mal abgesehen davon das ich noch nicht mal richtig erkannte wofür ich es brauchen könnte. Ich erhob mich und ging umständlich um den Tisch herum und hob etwas auf, das sich anfühlte wie teure Seide. Das Stückchen Stoff ließ ich unsicher durch die Finger gleiten und ertastete einen feinen Rand aus Spitze. Wie ein Blitz traf mich die Erkenntnis, er hatte mir ein Negligee geschickt. Ich betrachtete es noch eine kurze Weile und legte es fein säuberlich auf die Lehne des Sofas.
Ein Stückchen weiter lag etwas eckiges das in Leder eingeschlagen war. Mühelos hob ich es auf und wickelte es geschickt aus. Meine Augen spielten mir scheinbar einen Streich, aber nachdem ich noch einen Blick auf den Gegenstand in meinen Händen warf, war ich mir mehr als nur sicher, dass es kein Irrtum war. Ungläubig und völlig sprachlos blätterte ich mit hochrotem Kopf eine Seite nach der anderen um. Kopfschüttelnd murmelte ich vor mich her, wieso er mir ein Kamasutra- Buch schickte. Betont lässig legte ich das Buch zu dem ersten der Geschenke und hob eine silberne längliche Schachtel auf, welche direkt am Fuße des Sofas lag.
Egal was daran jetzt war, ich nahm mir felsenfest vor nicht geschockt zu sein. Diese Verpackung hatte einen zierlichen, gravierten, silbernen Verschluss. Meinen Fingernagel darunter hebend öffnete ich die Schachtel zaghaft. Bei der Hälfte angelangt sah ich auf eine lange Stachellose tiefrote Rose um die ein kleines Kettchen geschlungen war. Reflexartig hielt ich erneut meinen Atem an und griff mit bebenden Fingern nach der Rose. Sie war die schönste Pflanze die ich jemals gesehen hatte. Tiefrot und duftend wie ein Meer aus diesen Rosen. Die Kette rutschte mir auf die Hand und so kam ich in den Besitz eines Armbandes mit zwei ineinander geschlungener Waffen. Beiläufig entdeckte ich eine kleine Karte mit den Worten:
James Pov:
Tatsache ist, dass ich wieder bei Aro bin.
Tatsache ist, dass da wo Aro ist auch Bella ist.
Tatsache ist dass ich sie noch immer liebe.
Tatsache ist, dass ich gerade aus der Vorhölle in die Hölle gekommen bin.
Tatsache ist, ich bin ein riesengroßer Idiot.
Vorsichtig bewegte ich mich in meinem neuen aber dennoch alten Zimmer. Nicht mal eine Staubschicht lag auf meinen Sachen. Meine Waffe lag wie immer auf meinen Schreibtisch, die Vorhänge nett drapiert, dass Bettzeug roch nach frisch gewaschener Baumwolle mit einem Hauch Orange und Lavendel. Die sternenklare Nacht und der hell leuchtende Mond tauchten das Zimmer durch die Seidenvorhänge hindurch in ein silbernes Licht. Nach dem ich langsam mein Zimmer durchschritten hatte um auch nur ein Anzeichen zu finden um mir selber bestätigen zu können, dass sie nicht damit gerechnet hatten das ich wieder zurück komme ging ich zurück zu dem Tisch wo meine Waffe lag. Langsam ließ ich meine Finger über den Lauf gleiten dann hinunter zum Abzug, schlussendlich hob ich sie hoch und betrachtete sie von allen Seiten. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl sie wieder in meiner Hand zu halten, denn es fühlte sich gut an.
Ich fühlte mich sicher. Ich fühlte mich frei.
Gerade noch war ich Bella so nahe und kaum einen Wimpernschlag später war ich alleine in meinem Zimmer. Ihr Duft kämpfte noch immer gegen den „frische-Wäsche“- Geruch an und mein Hirn versucht alles zusammen zu ordnen. Mein körperliches Gleichgewicht geriet ins Schwanken und die Realität verschwamm, vorsichtig tastete ich mich dorthin wo ich mein Bett vermutete und ließ mich, als ich die Matratze unter meinen Fingerspitzen spürte auf gut Glück nach hinten fallen. Ein stechender Schmerz machte sich in meinem Kopf breit. Es tat so weh, als würde jemand mit tausend kleinen Nadeln im Sekundentakt auf mein Hirn einstechen.
Im Erinnerungsnebel tauchte erst Bellas Gesicht auf und langsam wurde der Rest ihres wunderschönen Körpers sichtbar. Mit ihrem Erscheinen wurde auch ein Raum klarer erfassbar, es sah aus wie ein Hotelzimmer, aber sicher war ich mir nicht. Der engelsgleiche Anblick vor mir wurde von einem schrillen Knochenmark durchdringenden Schrei gestört und ein feuergleiches Brennen durchfuhr erst meine Arme ging über den Hals, brannte sich den Weg über den Oberkörper hinab zu meinen Füssen. Ich ging zu Boden und alle meine Muskeln krampften sich abwechselnd zusammen. In meiner Hand konnte ich eine Phiole spüren um mich herum ein Stimmengewirr, das ich nicht zuordnen konnte. Verschleiert wie mein Blick war konnte ich keine 2 Meter von mir entfernt einen Schatten ausmachen der Jazz Umrissen glich. Scheinbar erlitt er dieselben Krämpfe wie ich aber ich konnte ihm nicht helfen, da die nächste Welle der Krampfanfälle über mich rollte.
Den Rücken in einem Winkel durchgebogen, so dass sich jeder Chiropraktiker die Haare raufen würde, hörte ich die Stimme eines seltsam aussehenden kleinen Mannes, der immer wieder in einem seltsamen Rhythmus einige Worte immer und immer wieder vor sich hin brabbelte aber es war mir eigentlich scheißegal, denn solange mir jede Faser meines Körpers brannte wie als würde ich im Höllenfeuer liegen, hätte er mir das thailändische Telefonregister rückwärts vorlesen können, ich hätte ihn nicht wahrgenommen.
Ich erbrach Eimerweise bis ich nur mehr Galle spuckte und wenn es so weiter ginge, würde ich das hier nicht lebend verlassen. Meine innere Uhr war nicht fähig mir auch einen kleinen Hinweis zu geben wie lange ich schon hier war, aber das Martyrium war irgendwann zu Ende - hoffte ich.
Mir fiel wieder ein, dass ich mich in einem Kloster befand und um uns lauter Mönche und Nonnen herumwuselten. Plötzlich sah ich Bellas Gesicht ganz nah vor meinem, ich konnte jede einzelne Pore und jedes noch so kleine Härchen sehen. Ihr Duft...., eine Mischung aus Vanille und Erdbeere, überzogen meinen Geruchssinne. Das betörende Aroma und ihr gleichmäßiger Atem, ihre zitternden, geschlossenen Augen. Ich erkannte den Flur in Aros Haus. Irritiert flog mein Kopf in dem dichten Nebel hin und her. Diese Welt war nicht real aber sie fühlte sich verdammt noch mal so an. Hier fühlte ich mich so schwammig, irgendwie eine Mischung aus den Verletzungen aus Bangkok und der neuen Selbstsicherheit aus dem Kloster, dem inneren Frieden. Mir war vollkommen bewusst, wenn sie mich nicht gezwungen hätten die Höllenfahrt zu machen und mich dann nicht zu Meditation gebracht hätten, dann würde ich wohl trostlos in diesem Gefängnis von Kloster vor mich hin vegetieren. Bella bewegte sich in meinen Armen während ich die niemals endende Treppe hochstieg. Ich lief und lief und kam nicht an.
An mir zogen Momente und Erinnerungen vorbei, die nassen salzigen Tränen liefen mir an den Wangen herab und suchten sich den Weg Richtung Fußboden. Nur zu gern würde ich sie mir aus dem Gesicht wischen , aber ich hatte keine Hand frei und Bella absetzen kam nicht in Frage. Irgendwann musste ich doch an einem Ziel ankommen, denn ich kann doch nicht die ganze Zeit buchstäblich im Finstern tappen. Wobei, doch das ginge...
Die Wolke der Erinnerung umspielte erst sanft meine Fußknöchel und hüllte mich schlussendlich dann doch wieder ein. Körperlose Köpfe kreisten um mich herum und redeten ohne Punkt und Komma auf mich ein. Diese Stimmen erinnerten mich an Vicky..., so ungefähr muss es in ihrem Kopf zu gehen. Bella, die bis gerade eben noch in meinen Armen lag, war verschwunden und ich stand am Ende der Treppe. Ich drehte mich in allen Richtungen und sah nur noch wie sie diese verdammte Treppe wieder in einem langen zartgrünen Kleid hinunter schritt. Ihr Haar wurde zusammen mit einem seidenen, weißen Band, welches das Kleid um die Hüfte raffte nach hinten geweht.
Ich versuchte ihr nach zu rufen aber scheinbar konnte sie mich nicht einmal hören. Mein Schrei erzeugte ein Echo aber als es zurück zu mir kam, warf es mich gegen die Wand, an der ich machtlos und entkräftet nach unten sank. Mein Kopf stützte ich mit den Händen ab, als ich Bellas Stimme leise hörte. Weinerlich rief sie etwas aber ihre Worte erreichten mich nicht. Instinktiv stemmte ich mich gegen die Kraft, die mich am Boden halten wollte und schaffte es tatsächlich in die Höhe, doch der Versuch weg zu kommen endete wieder an der Wand so als ob mich ein unsichtbares Kraftfeld festhielt. Als sich gegenüber eine neue Treppe empor hob blieb mir mein Herz fast stehen.
Ganz oben thronte Cullen Junior in einem rot-golden schimmernden Sessel, während Bella zwei Treppen auf einmal nehmen zu ihm hoch lief. Kurz bevor sie ihn erreichte erhob er sich und schaute direkt zu mir hinüber. Ich stemmte mich noch einmal gegen die unbekannte Kraft ankämpfend nach oben, als er die Arme ausstreckte um Bella in Empfang zu nehmen. Ihr helles, elfengleiches Lachen drang zu mir durch und mein Sonnengeflecht zog sich hart zusammen. Cullen schloss seine starken Arme um sie und dreht sie wie in diesem kitschigen Kultfilmen halb schwebend in eine liegende Position, so dass ich alles ganz genau sehen konnte. Ein elektrischer Schnalzer ging durch die Luft und die Steinwände bröckelten ab und legten tausende Spiegel frei, die nur die beiden in allen Positionen zeigten.
In dem Moment wo er seine Lippen auf die ihren presste, zog es mir im wahrsten Sinne den Boden unter den Füßen weg und ich fiel in ein endloses, schwarzes Loch. Mein Schrei, der meine trockene Kehle gerade noch so verließ, musste Tote aufwecken, als ich unsanft auf einen harten Fußboden aufknallte und wieder in Bangkok in dem schäbigen, dreckigen Zimmer lag, umringt von den unzähligen Zeichnungen. Ich wusste, egal was das hier war.. es war schlimmer als jeder Trip, den ich jemals genommen hatte. Einen kurzen Moment blieb ich noch liegen und dann erhob ich mich und versuchte herauszufinden, was nun wieder auf mich zukam, als auf einmal die alte Zimmertüre aus den Angeln und durch mich durch flog. Durch eine ekelige Staubwolke hindurch sah ich Bella im Hotelflur stehen.
„Meine Bella, meine wunderschöne Bella, wenn ich dich doch nur irgendwie erreichen könnte.“ flüsterte ich oder dachte ich es mir nur. Ob sie mich hören konnte? Scheinbar nicht, denn sie Schritt einfach durch mich hindurch. Eine Art Wirbelsturm erfasste mich und brachte mich auf das Dach wo Cullen auf mich wartete. Irgendwie kam ich mir vor wie in dieser verrückten Weihnachtsgeschichte mit den Geistern, denn unheimlich war das hier alle male. Gerade als Cullen ausholte um mir eine zu verpassen, gab es eine erdbebengleiche Erschütterung.
„James, wach auf bitte.“ holten mich zwei zierliche Hände und eine bekannte Stimme zurück. Irritiert öffnete ich die Augen und wusste nicht wie mir geschah. „Du hast geträumt und wenn du mich fragst, war es nicht sonderlich angenehm. Du hast geschrien und um dich geschlagen, dass man aufpassen musste das du dich nicht selber verletzt.“ sprach sie weiter. Unfähig auch nur irgendetwas zu sagen drehte ich mich mit dem Rücken zu ihr. Ich spürte ihren zierlichen Hände auf meinen Rücken, aber reagierte nicht........
Bella POV:
Als ich aus Aros Büro ging kam ich bei James Zimmer vorbei. Im Gegensatz zu meinem war es nicht so groß und man konnte durch die ebenmäßige Ahorntüre jeden einzelnen Ton hören, wie als stünde man direkt daneben. Ich nahm das Päckchen umständlich unter einen Arm denn ich wollte es nicht hier am Gang liegen lassen. Da hier nicht nur die Wände Ohren hatten sondern auch sehen konnten, war ich mir mehr als nur sicher, dass wenn ich es hier liegen lassen würde es nachher nicht mehr da wäre. So legte ich die freie Hand zögerlich auf die messingfarbene Türklinke. Gerade als ich die Türe öffnen wollte, ließ mich ein fürchterlicher Schrei zusammen zucken. Ich riss die Türe auf und ließ das Päckchen achtlos fallen und war mit drei großen Schritten bei James angelangt. Er wand sich wie von schmerzhaften Krämpfen geplagt hin und her. Sein Rücken bog sich mehrmals durch und ich hatte höllische Panik. Sein Oberkörper glänzte schweißnass im Mondlicht, was auch immer er träumte, es wirkte so als würde er innerlich verglühen dabei. Seine dumpfen gequälten Laute wechselten sich mir lauten angsteinflößenden Schreien ab.
Vorsichtig legte ich meine Hand auf seine Schulter und versuchte ihn dabei trotzdem weitest gehenst aus dem Weg zu gehen, denn er schlug wie wild um sich und rief immer wieder seltsame Sachen. Ich konnte ihn nicht beruhigen aber zumindest aus dem Schlaf konnte ich ihn holen. Mit leiser Stimme versuchte ich ihn zu beruhigen, aber keines meiner Worte dran zu ihm durch, denn er nahm mich nicht wahr.
Ruckartig drehte er seinen Rücken zu mir und ignorierte mich wissentlich, denn er tat so als würde er noch schlafen obwohl ich wusste, dass er wach war, denn sein Brustkorb hob und sank zu regelmäßig für jemanden der gerade einen Alptraum hatte und so außer sich war.
Langsam legte ich ihn meine Hände auf den Rücken und fuhr mit dem Zeigefinger die länglich Narbe nach, die sich leicht im Mondschein abzeichnete. Meinen Atem hielt ich automatisch an, denn ich wartete darauf, dass er mich erneut zurückwies. Eine einzelne Träne kämpfte sich von meinem Augenwinkel hinunter zu meiner Wange. Weinen war das letzte was ich jetzt wollte aber diese Gefühlsachterbahn war zu viel für mich. So ähnlich musste er sich gefühlt haben, als er aus London weg ist aber sicher war ich mir da nicht, denn er sprach nicht mit mir darüber. Er sprach gar nicht mit mir. Noch nicht mal jetzt, kein Zeichen, dass ich bleiben soll, keines dass ich gehen sollte. Es war ihm offensichtlich egal. Was wollte er denn nur? Das ich um ihn Kämpfe? Das ich mich entscheide? Als ob ich wüsste was ich will, denn wenn man es ganz genau nahm, kannte ich beide nicht sonderlich gut. Eigentlich stimmte das auch wieder nicht, denn wenn man einen Menschen trifft bei dem man glaubt man kenne ihn schon sein Leben lang sind....
Ich war wohl in Gedanken, denn als ich realisierte, dass ich nach wie vor hier in James Zimmer stand, an seinem Bett und seinen Rücken leicht mit den Fingerspitzen entlang fuhr, schrak ich auf und zog schlagartig meine Hand zurück. „Es tut mir leid… ich liebe dich doch auch.“ wollte ich murmeln, aber ich brachte nur ein einsames „Es tut mir leid.“ über die Lippen, drehte mich um, fischte das Packet vom Fußboden und ging zu Tür. Bevor ich diese passierte, drehte ich mich noch ein letztes Mal um...einerseits um sicher zu gehen, dass er sich beruhigt hatte, andererseits falls er mich zurück halten wollte. Keine Reaktion- dass stimmte mich mehr als nur traurig. Einen wehmütigen Blick ihm noch zu werfend und tief ein und ausatmend drehte ich mich schlussendlich schweren Herzens um und lief schnellen Schrittes zur Treppe um zwei Stiegen auf einmal nehmend nach oben zu laufen.
Nachdem ich meine Zimmertüre mit zitternden Fingern aufschloss schmiss ich sie geräuschvoll zu und pfefferte die blöde Pappschachtel aufs Sofa und stürzte in mein Badezimmer um den Tag abzuwaschen. Nach dem 5mal einseifen und abschrubben sah ich ein, dass man diese Art von Dreck nicht wegwaschen kann, denn das Einzige was ich damit erreichte war, dass mein ganzer Körper nun übersäht war mit leuchtend roten Striemen. Ich stieg aus der Dusche und trocknete mich notdürftig ab und schlang mir eines der Badetücher doppelt über den Oberkörper, meine Haare wickelte ich in einen praktischen Handtuchturban. Auf leisen Sohlen schlich ich mich aus dem Badezimmer, absolut unnötig aber mir war danach. Unschlüssig was ich machen sollte wechselten meine Blicke zwischen Kleiderkasten und der ominösen Schachtel hin und her. Schlussendlich gewann die Neugier und ich setzte mich im Schneidersitz auf mein Sofa und platzierte das Päckchen akkurat im passenden Winkel zu meinen Füssen.
Wie beim ersten Päckchen, welches ich vor gar nicht allzu lange Zeit bekommen hatte begannen meine Finger höllisch zu zittern, denn ich wusste nicht was diesmal auf mich wartete. Das es von Edward war wusste ich, wobei eigentlich wusste ich es nicht aber mein Bauchgefühl sagte es mir irgendwie. Ich griff in die Sofaritze und zog ein kleines Klappmesser heraus. Zugegebenermaßen ist es ein eher ungewöhnlicher Ort aber in diesem Haus war man noch nicht mal auf der eigenen Toilette sicher und so habe ich an allen erdenkbaren Orten eine Waffe versteckt. Ich ließ es aufklappen und setzte die Klinge auf dem grauen nach Öl riechenden Tape an und ritzte an drei Seiten das Klebeband ein. Die Schneide klappte ich wieder ein und schob es zurück an seinen Platz. Meine Hände legte ich locker auf meinen Oberschenkeln ab und schloss die Augen um all meinen noch vorhandenen Mut und die letzten Kraftressourcen zu sammeln. Einige wenige Sekunden saß ich so da, aber die Neugier siegte über die Angst. Mit einem schnellen Ruck und fest zusammen gepressten Augen riss ich den Deckel nach unten und bei dem Versuch ihn weg zu schleudern flog das ganze Päckchen mit, da ich vergessen hatte, dass es ja nur 3 Seiten aufgeschnitten war.
Der gesamte Inhalt, der zugegebener Weise sehr seltsam aussah, lag teilweise über dem Sofa und über dem Couchtisch bis hin zum Fußboden verteilt. Ich wurde nicht sonderlich schlau aus dem ganzen, mal abgesehen davon das ich noch nicht mal richtig erkannte wofür ich es brauchen könnte. Ich erhob mich und ging umständlich um den Tisch herum und hob etwas auf, das sich anfühlte wie teure Seide. Das Stückchen Stoff ließ ich unsicher durch die Finger gleiten und ertastete einen feinen Rand aus Spitze. Wie ein Blitz traf mich die Erkenntnis, er hatte mir ein Negligee geschickt. Ich betrachtete es noch eine kurze Weile und legte es fein säuberlich auf die Lehne des Sofas.
Ein Stückchen weiter lag etwas eckiges das in Leder eingeschlagen war. Mühelos hob ich es auf und wickelte es geschickt aus. Meine Augen spielten mir scheinbar einen Streich, aber nachdem ich noch einen Blick auf den Gegenstand in meinen Händen warf, war ich mir mehr als nur sicher, dass es kein Irrtum war. Ungläubig und völlig sprachlos blätterte ich mit hochrotem Kopf eine Seite nach der anderen um. Kopfschüttelnd murmelte ich vor mich her, wieso er mir ein Kamasutra- Buch schickte. Betont lässig legte ich das Buch zu dem ersten der Geschenke und hob eine silberne längliche Schachtel auf, welche direkt am Fuße des Sofas lag.
Egal was daran jetzt war, ich nahm mir felsenfest vor nicht geschockt zu sein. Diese Verpackung hatte einen zierlichen, gravierten, silbernen Verschluss. Meinen Fingernagel darunter hebend öffnete ich die Schachtel zaghaft. Bei der Hälfte angelangt sah ich auf eine lange Stachellose tiefrote Rose um die ein kleines Kettchen geschlungen war. Reflexartig hielt ich erneut meinen Atem an und griff mit bebenden Fingern nach der Rose. Sie war die schönste Pflanze die ich jemals gesehen hatte. Tiefrot und duftend wie ein Meer aus diesen Rosen. Die Kette rutschte mir auf die Hand und so kam ich in den Besitz eines Armbandes mit zwei ineinander geschlungener Waffen. Beiläufig entdeckte ich eine kleine Karte mit den Worten:
„HALTE DICH BEREIT“
darauf und ich wusste ich würde ihm nicht so schnell entkommen..........
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