Dienstag, 4. Oktober 2011

What´s this life for.....manchmal tut man das Richtige  kommt aber trotzdem nur zu spät

EDWARD...........iron heart Cullen POV:

Unaufhörlich piepte dieses scheiß Ortungsgerät, es brachte mich beinahe um den Verstand. Der permanent blinkende Punkt auf dem Display war Bella. Als Jake mir verriet, das Jaques, diese miese kleine Ratte von Untermensch, sich von der Gruppe abgesetzt hatte und mein Vater ihm den Code von ihrem Peilsender verriet und er auch noch ein Ortungsgerät besaß, drehte ich durch. Unbändige Wut sammelte sich in meinem Inneren. Angst machte sich in mir breit, denn ich wusste, dass ich zu spät kommen würde. Am Straßenrand standen einige ältere Biker, die wie die Oldie-version von den Hells-Angels wirkten, also alt, grauhaarig und enorm faltig. Bei den meisten runzelten sich die Mama- Herzen schon zusammen wie als wäre es ein Klappbildchen. Ich zog meine Waffe, ging hinüber, hielt sie einem der alten Säcke direkt vors Gesicht und deute auf seine Maschine. Erst wollte er sie mir nicht geben aber dann überzeugte ich ihn recht schnell indem ich meine Waffe vor ihm entsicherte. Man schlägt mir so schon keinen Wunsch ungestraft ab und erst Recht nicht, wenn ich es scheiß eilig hatte.



Jake verstand zum Glück was ich vorhatte und so lenkte er die anderen ab und ich konnte mich vom Acker machen. Das Ortungsgerät hatte ich anstelle von dem Navigationsgerät in die Halterung gesteckt und hoffte sie hält lange genug um bis zu Bella zu gelangen. Eigentlich war ich gar nicht so weit von ihr entfernt, also fuhr ich wie ein gestörter durch die Gassen. Mir war es scheißegal ob die Polizei mich sah oder verfolgte oder nicht. Ich musste sie einfach retten, auch wenn das für mich schwerwiegende Konsequenzen haben würde. Ich hörte einen Schuss, also musste ich verdammt nahe sein. Dieses Geräusch ließ mich zusammen zucken und ein Schmerz durchzog mich. War das etwa? Hatte er es tatsächlich gewagt? Sie war MEIN, diesen Befehl hatte ich vorsorglich gegeben. Keiner rührte Isabella an! Totenstille, außer dem Lärm den diese scheiß Maschine zur Genüge verursachte. Tausend Gedanken galoppierten durch meinen Kopf und meine Gefühle brodelten, ich musste mich beeilen! Gerade als ich noch einen Schuss hörte fuhr ich um die Ecke und da sah ich sie schon. Ihre Hände an den Bauch gepresst, zwischen den Fingern quoll nur so das Blut hervor, am Boden eine weitere Leiche und davor kniend, einer der Gebrüder Chevalier. Ich sprang vom fahrenden Bike ab und zog den Lenker dabei noch in die entgegengesetzte Richtung, das es nicht auf mich zu schlitterte während ich auf Bella zu lief.



Sicher landete ich auf meinen Beinen, wie als würde ich diesen Stunt tagtäglich üben. Noch im Laufen zog ich meine Waffe und schrie Jaques zu, seine sofort fallen zu lassen. Gelassen steckte er sie weg, drehte sich scheußlich grinsend zu mir um und wartete bis ich direkt vor ihm stand. Ich konnte sein billiges Deo riechen, welches sich unvorteilhaft mit seinem Schweiß mischte. Am liebsten hätte ich ihn sofort erschossen aber dann erhob er die Stimme um etwas zu sagen:



„Hey Boss, die kleine Schlampe macht uns keine Probleme mehr. Ich gebe ihr höchstens noch 20 Minuten dann ist sie hinüber, hehe.“ In diesem Moment sah ich DUNKELROT. Ich feuerte 4 Kugeln hintereinander auf ihn ab, nur um sicher zu gehen, dass dieser Hurensohn ja tot war. Er kippte vor mir einfach um. Achtlos stieg ich über ihn drüber um zu Bella zu gelangen, die noch immer wie tot auf dem Boden lag und sich nicht rührte. Die Brüder waren noch immer wie paralysiert und zu nichts zu gebrauchen. Ich schrie ihn an er soll verdammt nochmal einen Arzt rufen aber reagierte nicht. Hier reagierte keiner auf irgendwas.



Ich kniete mich neben Bella und schrie sie förmlich an aber sie zuckte noch nicht mal. Meine Hand ließ ich zu ihrer Halsschlagader gleiten und stieß beinahe einen Freudenschrei aus, als ich ihren schwachen Puls ertastete. Mit meiner flachen Hand schlug ich sie sachte auf die Wange um sie wieder zu Bewusstsein zu bringen aber sie reagierte nicht weiter, außer dass ihre Augenlieder zu flattern begannen.



„Verfluchter Scheißdreck....BELLA wach auf oder mach irgendwas aber reagiere..... du darfst mich nicht verlassen, nicht jetzt, nicht hier und überhaupt gar nicht!“ schrie ich sie verzweifelt an und kämpfte erfolglos gegen meine Tränen. Ich zog sie in meine Arme und hielt sie fest, während ich nochmal versuchte zu einem der beiden Brüder durchzudringen. Ich schrie sie an und bedachte sie mit allen Schimpfwörtern die ich kannte und als ich bei stocksteife, fischige, froschfressende Schwanzlutscher war sah er mich erschrocken an und nickte, zog sein Handy aus der Tasche und schrie wild gestikulierend in sein Telefon. Er teilte mir knapp mit, dass sein Fahrer auf dem Weg hierher wäre und der würde Bella zu ihrem Hausarzt bringen, der würde ihr sicher helfen können-hoffte er.



ER HOFFTE, allein diese Wörter brachten mich zum ausrasten aber ich hielt sie einfach nur fest und wartete mehr oder weniger geduldig. Leise summte ich eine Melodie vor, die mir gerade einfiel und drückte mit der flachen Hand auf die noch immer vor sich hin blutende Wunde. So lange konnte es ja nicht dauern ein verschissenes Auto hierher zu bringen. Ich hatte Angst und wenn ich einmal Angst habe, dann darf man mir gegenüber keinen Fehler begehen und jede Sekunde die verstrich ohne das etwas passierte, war eine Todsünde.



Ich wollte gerade wieder auf den Franzosen einschimpfen, als ich ein Auto mit quietschenden Reifen um die Ecke fahren sah und stand mit Bella in den Armen auf. Der Fahrer bremste direkt vor mir und sprang aus dem Auto um mir die Türe zu öffnen. Vorsichtig legte ich Bella auf die Rückbank, setze mich zu ihr hinein und legte ihren Kopf wieder auf meinen Schoss. Feine Schweißperlen hatten sich auf ihrer Stirn gebildet und vereinzelte Strähnen klebten ihr im Gesicht. Er jetzt sah ich, dass sie auch eine Platzwunde am Hinterkopf hatte, die aber längst nicht mehr blutete. Ihr Puls war nach wie vor schwach aber vorhanden. Bevor der Fahrer davon raste, nickte ich den Brüdern danken zu. Noch nie war ich jemandem so dankbar wie den Beiden. Sie halfen mir, dass zu retten, was mir am wichtigsten war.



Die Minuten verflogen wie Sekunden, die Häuser erschienen nur kurz, so schnell fuhren wir und ehe ich mich versah, standen wir vor einer großen weißen Villa, meine Türe wurde aufgerissen und ein alter grauhaariger Mann öffnete diese und half mir Bella aus dem Auto zu heben. Er eilte voraus und ich gab mir Mühe Schritt zu halten. Sie lag so blöd in meinen Armen, dass ihr Kopf und ihr Arm lose hinunter hingen. Ich wollte nirgendwo anstoßen, um sie nicht noch mehr zu verletzen. Der alte Mann führte mich in einen Praxisraum oder so etwas ähnliches, denn er deutete mir, dass ich Bella auf den metallenen Tisch legen sollte und ich tat wie mir geheißen. Mit einer Schere schnitt er ihre Korsage auf und ich erkannte die Teile sofort. Mein Dad verwendete diese immer, wenn er den einen oder anderen seiner Jungs loswerden wollte, denn diese Westen hielten noch nicht mal einer Softgunkugel stand. Er hatte sie also austauschen lassen, wenn sie stirbt war es meine Schuld, denn daran hatte ich einfach nicht gedacht.



Der Arzt zog sich Handschuhe an und zog ein quadratisches Gerät hinter sich her. Aus einer Tube drückte er ganz wenig Gel darauf und schaltete es ein. Als es betriebsbereit war, fuhr er die Umgebung der Eintrittswunde ab. Ich vermutete er suchte die Kugel aber sicher war ich mir nicht. Bis vor kurzem war ich der Meinung, man macht da dann ein Röntgen aber sowas hatte man wohl nicht immer zu Hause griffbereit. Er sprach in Rätsel und vermutlich die meiste Zeit mit sich selber, denn ich verstand ihn kaum. Sein Englisch war ausgezeichnet, was wohl daran lag, dass es eine Weltsprache war. Nervös lief ich auf und ab, während ich meine Hände begutachtete auf denen noch immer Bellas Blut klebte. Genau das war der springende Punkt an meinen Händen klebte IHR Blut, das Blut, dass eigentlich in ihren Adern fließen sollte.



Der Mann nahm einen Tupfer tauchte ihn in eine braune Lösung und begann Bellas Bauch großflächig damit einzureiben. Skeptisch beobachte ich ihn dabei, als er das Schussloch mit einem Skalpell vergrößerte und wenige Handgriffe später etwas metallisches in eine der Nierenschalen fallen ließ. Er nahm Nadel und Faden und begann sie wieder zu zunähen, schmierte noch etwas von der braunen Lösung darauf und wechselte die blutigen Handschuhe gegen frische. Ungeduldig lief ich noch immer auf und ab und warf alle paar Sekunden einen Blick auf sie. Während ich unruhig herumtigerte legte er Bella einen Zugang und hängte sie einen Tropf. Ich schrie ihn an, wieso er ihr keine Blutkonserve verabreichte aber winkte nur ab und meinte, nicht nötig. Meine Nerven waren ohnehin schon zum Bersten gespannt und er sagt NICHT NÖTIG? Oh am liebsten hätte ich dem Kerl den Schädel eingeschlagen, wenn er nicht der einzige hier wäre, der ihr helfen konnte, darum versuchte ich mich zu beherrschen.



Notdürftig wusch ich mir endlich ihr Blut von den Händen. An duschen gehen dachte ich im Moment nicht, denn ich wollte nicht von ihrer Seite weichen. Ich hatte sie beinahe verloren, noch einmal käme das nicht in Frage. Der Arzt lud mich ein bei ihm zu bleiben bis es ihr wieder besser ginge und dieses Angebot nahm ich gerne an. Ich müsste ihm eigentlich danken aber das tat ich erst wenn sie ihre verdammten Augen aufschlug.



12 Stunden, einige Infusionen und ein paar Minuten nicht wirklich erholsamen Schlafes in einer Ecke später begann sie sich langsam zu bewegen. Sie drehte ihren Kopf unruhig hin und her und ihre Finger streckte sie und beugte sie wieder zur Faust. Es wirkte so, als würde sie instinktiv durchchecken, welcher Körperteil verletzt war und welcher nicht. Sie war eindeutig auf dem Wege der Besserung, denn ihr Puls war wieder klar und deutlich zu spüren und sie bekam langsam wieder etwas Farbe. Sie wirkte nicht mehr so Blutleer. Ich wich ihr noch immer keinen Millimeter von der Seite, als sie nach weiteren endlosen Stunden endlich die Augen aufschlug und sich verwirrt umsah. Sie nahm mich nicht wahr, so als würde ich nicht existieren und ich rannte aus dem Zimmer hinaus und holte den Arzt. Dieser warf mich sogleich auch aus dem Zimmer hinaus und versperrte die Türe.



Natürlich hätte ich diese ohne Probleme eintreten können aber zu riskieren das er uns beide aus dem Haus warf und ihr nicht mehr half war es einfach nicht Wert. Artig wartete ich aber meine Ungeduld machte mir schwer zu schaffen. Als er nach einer Ewigkeit wieder das Zimmer öffnete und ich hinein stürmen wollte, erkannte ich, dass sie wieder schlief. Fragend starrte ich ihn an und erklärte mir in kurzen Sätzen, dass alles besser verheilte und sie besser genesen würde, wenn sie schlief. Ich glaubte ihm das einfach fürs Erste.



In den nächsten paar Tagen war es immer dasselbe Spiel. Er untersuchte sie als sie wach wurde aber er gab ihr immer wieder Schlafmittel und vertröstete mich damit, dass es ihr schon viel, viel besser ginge, sie aber noch etwas brauchte. Langsam fehlte mir echt die Geduld und der Nerv, dieses Spiel weiter zu spielen aber ich konnte ja nichts machen. Mir waren die Hände gebunden. Eines Morgens beschloss ich mir ein Auto zu kaufen, damit wir, sobald es ihr einigermaßen besser ging, von hier verschwinden konnten.



Nach weiteren 3 Tagen des Wartens beschloss ich ihn zu fragen aber die Antwort war mehr als nur unzureichend, denn er speiste mich mit einem simplen „Er ist hier der Arzt und er entscheidet, was passiert und wenn er sagt es geht ihr besser und die Wunder verheilt schnell aber sie bleibt noch hier, dann ist das so!“ ab. Und das konnte ich so nicht hinnehmen. In der Nacht nahm ich ihr den Tropf ab, zog ihr den Zugang hinaus und klebte vorsichtig ein Pflaster darauf. Wickelte die Bettdecke um sie herum und schlich mich aus dem Haus hinaus. Ich hatte den Wagen 2 Straßen weiter versteckt, so dass der Doc keinen Verdacht schöpfen konnte. Mit ihr den Armen lief ich so schnell ich nur konnte zum Auto. Vorsichtig legte ich sie auf die Rückbank des BMW´s und schob mich selber hinter das Lenkrad.



Einen wirklichen Plan, wohin ich mit ihr fahren sollte, hatte ich nicht aber auf jeden Fall musste ich hier weg. Ich beschloss spontan die knapp 1000 Kilometer an die Cote d´azur zu fahren, denn was Besseres fiel mir auf Anhieb nicht ein. Ich hoffte nur, dass die Medikamente noch lange genug anhielten, mindesten die nächsten 8 Stunden. Mein Kopf arbeitet auf Autopilot, denn im Moment war alles mehr als nur glasklar und die Prioritäten klar verteilt. Meinem Dad schickte ich eine Nachricht, dass ich mir nach den Ereignissen in Paris ein paar Tage frei nahm und er hatte nichts dagegen. Seltsam fand ich, dass er so tat als würde er nicht wissen, was geschehen war aber ich war mir nicht völlig sicher ob er es nicht wusste oder nur so tat als ob. Es war mir aber auch egal.



Ich mietete mir über ein Reisebüro das auf dem Weg lag, ein Haus direkt am Meer. Die noch immer schlafende Bella trug ich in eines der vielen Schlafzimmer und setze mich selber in einen der großen bequemen Sessel gegenüber von ihr. Irgendwann dämmerte ich in einen äußerst unruhigen Schlaf, geplagt von üblen Alpträumen aber ich wurde durch polternde Geräusche aus dem Schlaf gerissen. Sofort sprang ich auf und ging in Abwehrstellung, als ich realisierte was mich genau geweckt hatte....................

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