Und
irgendwann reisst der Himmel auf – Final curtain
Bella-Pov
3 Month later
Nichts
war mehr so wie es einmal war. Die Zeit vergeht, egal wie sehr man
versucht sie zurück zu drehen.
Es
ist einem gleich ob die Sonne scheint, der Regen in dicken Tropfen
vom Himmel fällt oder es die eisigen Hagelkörner nur so von der
dicken fetten Gewitterwolke weg katapultiert. Äpfel waren wie Birnen
und Birnen waren wie Orangen.. Huhn schmeckte wie Lamm und Lamm war
nichts weiter als Fleisch eines Tieres, das die Menschen als Nahrung
benutzten. Für mich war es bedeutungslos- so bedeutungslos wie alles
um mich herum.
Alles
versickerte buchstäblich emotionslos in mir ohne auch nur eine
Gefühlsregung hervorzurufen. Ich war nichts weiter als eine Hülle
voll von Gedenken und Vorwürfen, da war einfach kein Platz mehr für
sowas wie Liebe, Leidenschaft oder Freude.
Einzig
und allein was geblieben war, waren die Erinnerungen. Schmerzhafte
Erinnerungen die mich verfolgten und quälten, die mich von innen
nach aussen auffrassen ohne Rücksicht auf Verluste.
Oft
dachte ich daran zurück, an den Tag an dem ich mich am Flughafen
ganz bewusst für London entschieden hatte, weg von meiner Mutter und
weit weg von Forks, Charlies Kleinstadt, meiner persönlichen Einöde.
Was
wäre anders gewesen, wenn ich mich nicht so entschlossen hätte wie
ich es nun mal getan habe?
Dann wäre ich niemals Edward über den Weg gelaufen oder James oder Jake oder Reinhard, aber dann hätte ich auch nie erfahren wie es ist jeden Tag einen Drahtseilakt zu begehen, zwischen Gut und Böse zu entscheiden oder zwischen Richtig und Falsch die Frage ist nur gibt es Richtig und Falsch überhaupt oder ist es wieder nur so eine Auslegung der Menschheit um uns selber zu geiseln?
Dann wäre ich niemals Edward über den Weg gelaufen oder James oder Jake oder Reinhard, aber dann hätte ich auch nie erfahren wie es ist jeden Tag einen Drahtseilakt zu begehen, zwischen Gut und Böse zu entscheiden oder zwischen Richtig und Falsch die Frage ist nur gibt es Richtig und Falsch überhaupt oder ist es wieder nur so eine Auslegung der Menschheit um uns selber zu geiseln?
Und
vorallem wäre meine Mutter noch am Leben...sie wäre nie in diese
Situation gekommen sie wäre zu Hause gewesen hätte sich vielleicht
von selber von diesem wiederlichen Windsack von Phil getrennt und
dann bei einem ihrer Selbstfindunsgtrips einen netten Handwerker oder
einern Ergotherapeuten oder einen Esotheriker kennen gelernt der ihr
das beste Leben auf Erden geboten hätte... Bestimmt wäre sie jetzt
glücker statt, eiskalt in acht Meter Tiefe wo sie sich mit
Regenwürmern, Maulwürfen und ekeligen Kriechgetier die Ewigkeit
vertreiben müsste...
Immer
wieder zog es mir bei diesen Gedanken alles zusammen und brach
weinend an Ort und Stelle zusammen. Wieder musste mich Edward oder
Reinhard, Jake oder wie doch alle hiessen aufklauben und in mein Bett
bringen und den Arzt rufen. Der Arzt der mittlerweilen sicher schon
ein oder zwei neue Autos mit uns verdient hatte, so oft wie wir ihn
hier benötigen.
Nachdem
er mich beruhigt hatte und wiedereinmal zwölf Stunden ausser gefecht
gesetzt hatte, stand ich mit wackeligen Beinen auf, schlüpfte in
frische Kleidung und begann den Tag erneut von vorne mit denken.
Tausend
Gedanken durchquerten mein Gehirn die ganze Zeit über und ich hasste
jeden einzelnen davon und die harten Fakten meines tatsächlichen
realen Lebens liessen sich auf Dauer einfach nicht verleugnen...
An
die Zeit auf der Insel wollte ich auf keinen Fall zurück denken,
aber leider rückte der Tag, an dem ich mich entscheiden musste was
ich mit dem Mörder meiner Mutter tun will immer näher, ausserdem so
toll sich das jetzt alles anhörte war das auch nur die offizielle
Version meines Ich´s. In wirklichkeit war alles eine düstere
schwarze Einöde die mich Stückchenweise tötete, so blumige
Gedanken wie der eben gerade war nur eine Einbildung um den anderen
die mich auf Schritt und Tritt beobachteten vorzuspielen das es mir
bestimmt bald besser ging.
Carlisle
Cullen hatte meine Mutter auf dem Gewissen und somit das Concordat
entgültig gebrochen. Selbst wenn dieses Concordat meiner Meinung
nach immer schon etwas Schwachsinnig gewesen war, so war es jetzt
entgültig hinfällig. Er müsste genauso so brutal zu tote gerichtet
werden wie er es uns angetan hatte...
In
einigen helleren Momenten erkannte ich aber dennoch etwas von der
Realität und ab und zu gelang es mir auch ehrlich an dem
Spießrutenlauf, der sich Leben schimpfte teilzunehmen wenn auch
nicht lange.
Edward
hatte sich in jedem Sinne von seinem Erzeuger- wie er ihn nur mehr
nannte- losgelöst und gezwungen uns alles zu überschreiben und
abzutanken. Soweit ich von James und Jake wusste, war dies ein
leichtes Unterfangen und die Gebietsleiter des Cullen Coven waren
nicht sonderlich überrascht das sie nun unter dem Volturiwappen
dienten- es schien sie kaum zu stören.
Mich
ließ man im Moment ausser vor, da ich mit allem nichts zu tun haben
wollte. Der Tod meiner Mutter riss mich in ein bodenloses
tiefschwarzes Loch aus dem ich so schnell nicht mehr herauskam.
Großteils des Tages war ich damit beschäftigt nicht weinend
zusammenzubrechen oder agressiv auf Sandsäcke oder andere
Gegenstände einzuschlagen, aber es wurde besser- täglich, oder so
ähnlich..
An
manchen Tagen, wenn ich mich stark genug fühlte um hinaus zu gehen
und wahllos und vorallem Kopflos durch den Hydepark zog beobachtete
ich die Touristen, speziell Mütter die ihren Kindern versuchten die
eine oder andere Sache zu zeigen oder wie sie Tauben fütterten oder
den Eichkätzchen zu sahen wie sie flink über die Grünflächen
liefen.
Jedesmal
zog sich mein Herz zusammen und ich kämpfte erneut mit meinen
Tränen.
Irgendwann in dieser Woche, ich glaub wir hatten Dienstag, sass ich zusammen gezogen am Ufer des kleinen See´s mitten im Park und beobachtete die Enten als sich ein Kerl neben mich setzte. Mein abwerternster Blick traf ihn, die Verachtung und all der Hass den ich verspürte hätte ihn gleichzeitig treffen müssen, aber er liess sich nicht abschrecken. Hartnäckig blieb er neben mir sitzen und schaute aufs Wasser. Irritiert stand ich auf und setzte mich gute 500 Meter von ihm weg, aber die einige Reaktion von ihm war, das er aufstand und es mir gleich tat.
Ungläubig
und mit entsetztem Blick musterte ich ihn. Das konnte doch nicht
sein, dass es ihm nichts ausmachte, das ihn meine Mimik buchstäblich
ankotzte und meine Gedanken ihn zum Teufel wünschten. Jeder andere
Mensch hätte schreinend die Flucht ergriffen, aber er nicht er sass
da, wie angewachsen oder festgenagelt oder weiss der Geier was. Ich
starrte ihn eiskalt an, mit todesähnlichen Blicken hatte ich mich
an seine Gesichtshälfte geheftet. Es muss ihm doch aufgefallen sein
das ich ihn hier nicht wollte.
Er
war in etwa so alt wie ich, wobei er war bestimmt ein bisschen älter,
aber so sicher war ich mir nicht und das Alter tat auch nichts zur
Sache, da es nicht wichtig war.
Noch
immer blickte ich ihn bistieg und saueran und versuchte ihn mit
meiner übelsten Laune und unfreundlichsten Art zu vertreiben, aber
er blieb hartnäckig neben mir sitzen und meinte nur salopp, dass
sein Name Mike sei und er jetzt solange hier sitzen bliebe bis ich
mich aufrichte und aufhöre mich selber in mein selbst erzeugtes
schwarzes Loch zu ziehen und vorallem solche wiederlichen Grimassen
zu schneiden, denn sonst liefern sie mich mit einem Gesichtskrampf
demnächst ins nächste Kinderspital ein, weil so verhält sich
maximal eine drei Jährige.
Mit
großen ungläubigen Augen, sah ich ihn nur irritiert an und aus
irgendeinem mir völlig unbekanntem Grund konnte ich mir auch ein
ehrliches kleines Lächeln abringen, welches meine eisig gefrorenen
Gesichtszüge ein wenig entspannte, denn mein inneres Ich, das
seitdem dem Vorfall auf der Insel einfach nur vergraben gewesen war
schrie buchstäblich das er Recht hatte, aber das konnte ich nicht
einfach so zu geben.
Ich
wurde diesen Kerl einfach nicht mehr los, noch nicht einmal, als ich
aufstand und wie eine gestörte durch den Park lief, über Zäune
sprang und mich an Bäumen gekonnt hochzog um behände nach oben zu
klettern. Er folgte mir und kam dabei noch nicht mal ausser Atem.
Seine Frage ob ich nicht zufällig bei einer Sonderkommision der
Polizei arbeitete, entlockte mir ein lautstarkes Lachen und sein
irritiert betroffener Blick war einfach zu göttlich. Noch
verwirrter war er als ich beiläufig meinte, das ich wohl eher das
Gegenteil davon wäre, aber mehr sagte ich nicht dazu, was ging es
ihn auch an. Gar nichts! Wer war er schon... Na gut ok! Ich kannte
seinen Namen und ich ahnte, dass er scheinbar viel Zeit hatte wenn er
wollte und er war ein guter Zuhörer auch wenn man mit ihm nicht
sprach. Mit seiner blossen Anwesenheit durchschlug er die bitter
steinerne Mauer die ich mir mühsam aufgebaut hatte. Durch die
kleinen Ritzen die sein emotionaler Angriff hinterliessen kamen die
ekelhaften Strahlen des Glücksgefühles und das der aufrichtigen
Aufmerksamkeit und vorallem das Gefühl von Zugehörigkeit. Welches
ich einfach vegeschlossen hatte.
Ich
kannte ihn ja noch nicht mal richtig- auch wenn es sich vom ersten
Augenblick an anfühlte als wäre es schon ein Jahrhundert oder zwei.
Was machte er nur mit mir und woher wusste er wo er ansetzten musstem
was war er? Oder eher WER? Konnte ich ihm vertrauen? Mein Bauchgefühl
sagte JA! Wie brachte ich das Edward oder den anderen bei, dass ich
jemanden wildfremden aus dem Park mich mehr anvertrauen konnte als
denjenigen die michtagtäglich begleiteten. Ich fand darauf keine
richtige Antwort, aber ich suchte auch nicht richtig dannach. Ich
musste es einfach laufen lassen.
Von
nun an trafen wir uns beinahe täglich zum spazieren gehen und um
ehrlich zu sein war er eher schon mehr mein Psychologe als nur ein
Jemand, der gerade da war. In seiner Gegenwart wurde alles so leicht-
so locker beinahe schon schwerelos. Er durfte etwas was sonst keiner
durfte- mich ständig begleiten. Er war dort wo ich auch war, sein zu
Hause war meine zu Hause. Erst beschränkten wir uns nur auf die
Londoner Parks und die umliegenden Starbucks und abends wenn ich wie
so oft ohne Edward in mein Bett ging auf Kurznachrichten. So sehr ich
Edward auch liebte ich konnte ihn noch nicht wieder an mich
heranlassen, das konnte auch der ständige zu Mike nicht ändern.
Anfangs wollte ich seine Existenz geheimhalten, aber das gelang mir
ohnehin nicht, also legte ich die Karten auf den Tisch, auch wenn ich
noch keinen Namen verriet.
Eines
Tages beschloss ich Mike den anderen vorzuszellen, wobei so richtig
war das auch nicht ausgedrückt, denn ich zog ihn hinter mir her
während wir an allen vorbei gelaufen sind nur um irgendeiner Frage
auszuweichen. Mike liess sich das zwar gefallen, aber so richtig
Recht war ihm das nicht. Er meinte irgendwann, dass er mein Umfeld
wie er es nannte gerne kennenlernen würde, aber eben nicht wie als
wäre er dabei auf der Flucht... ich ignorierte seinen Wunsch für´s
Erste, denn wer teilte so einen tollen Menschen schon gern mit
anderen...
Seine
permanente Anwesenheit gefiel niemanden so wirklich ausser mir, aber
sie akzeptierten es, denn wenn er mir gut tat waren sie glücklich,
wenn auch etwas gezwungen. Edward war rasend Eifersüchtig, aber in
meiner Gegenwart versuchte er es gekonnt zu überspielen, auch wenn
es ihm nicht sonderlich gut gelang. Nach einiger Zeit, als sich ein
Zusammentreffen nicht mehr vermeiden liess stellte ich fest, wenn Ed
und Mike im selben Raum mit mir waren, versuchte Edward immer einen
Ticken besser zu sein, was mir natürlich ein Lächeln ins Gesicht
zauberte, denn für mich gab es niemand anderen als Edward, aber ich
konnte es ihm im Moment einfach nicht zeigen. Zuneigung und
dergleichen war wie eingefroren, ich wusste das ich diese Emotionen
irgendwo in meinem tiefsten Inneren besitze, aber sie waren einfach
nicht abrufbar.
Es
kam wie es kommen musste und Edward zog zusammen mit Jake und
ungefähr 15 vollgeladene Lkw´s nach London. Es war schön ihn in
der Nähe zu haben und er las mir wirklich jeden Wunsch von den Augen
ab, beinahe war es wie damals in Frankreich, aber eben nur beinahe.
Unsere
Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft hing wie ein
Damoklesschwert über uns und keiner wusste so genau wie es weiter
gehen würde. Wie würde es weiter gehen, jetzt wo es keine Volturi
vs. Cullen Probleme mehr gab?
Was
kommt als nächstes?
Eigentlich
wäre es ja egal, aber von meinen Entscheidungen hing immer so viel
ab und ich möchte nicht weiterhin nach Zielen streben die mich und
meine Umgebung in Gefahr brachte oder anderen Unschuldigen das Leben
schwer machte oder vielleicht sogar kostete.
Nach einem entspannenden Wochenende wo Mike und ich durch die Wetlands gewandert waren und Edward mich Abends an der Themse zu einem mehr als nur Privaten Abendessen eingeladen hatte kam auch schon der Tag vor dem ich mich am meisten fürchtete.
MONTAG.
Nach einem entspannenden Wochenende wo Mike und ich durch die Wetlands gewandert waren und Edward mich Abends an der Themse zu einem mehr als nur Privaten Abendessen eingeladen hatte kam auch schon der Tag vor dem ich mich am meisten fürchtete.
MONTAG.
Wir
saßen seit sechs Uhr Früh in einem der Besprechungszimmer und
diskutierten lautstark über den verbleib des ehemaligen
Cullenoberhauptes. 26 Leute massten sich an über das Leben oder
Ableben eines einzigen zu diskutieren und ich fragte mich ehrlich
warum James darauf bestanden hatte dies vor allen anderen zu
entscheiden, aber ich nehme an es sollte soetwas wie eine Lektion
sein. Edward sass in einem der Sessel zurückgelehnt und rieb sich
mit einer Hand seinen Nasenrücken. Er tat mir ehrlich leid und ich
konnte mir vorstellen, welche Qualen ihm diese Versammlung bereitete,
aber ich konnte sie ihm nicht abnehmen.
Lautstark
diskutierten sie, schrien sich an , beflegelten sich. Es war kaum
auszuhalten und das waren angeblich erwachsene Menschen wo jeder
einzelne eine wichtige Position inne hatte.
„Sehr
geehrte Abgesante, ich bin beeindruckt wie viele es geschafft haben
sich heute hier einzufinden, vorallem wenn man bedenkt das es zu
einem anderen Anlass kaum möglich ist euch alle an einen Tisch zu
bekommen.“
erhob ich nach gut zwei Stunden das Wort, denn mir langte es
entgültig. Jake und Andrew, ein Mann aus dem Cullen Coven den Edward
vorgeschlagen hatte, würden in weniger als einer Stunde hier sein
und ich wollte es einfach zu einem Ende bringen, denn ich sah recht
wenig Sinn darin.
„Ich
kann mir gut vorstellen, dass jeder hier mitreden möchte und
entscheiden, aber Sie werden sicher verstehen, dass es Sie alle nur
periphär zu tangieren hat was mit Carlisle Cullen passieren soll
sondern einzig und allein die Konsequenz die wir daraus ziehen sollte
Ihnen für lange Zeit in Erinnerung bleiben! Ich habe entschlossen
ihn mit dem Härtesten zu bestrafen was für ihn in Frage kommt und
dass ist mit Sicherheit nicht der Tod, denn dass wäre zu MILD!
Einzig und alleine das Exil, weit abgeschottet von allem was ihm
jemals wichtig war wird sein neues zu Hause sein. Seiner Frau steht
es frei bei ihm zu bleiben oder sich meiner Familie anzuschliessen.
Ich habe veranlasst das man ihm eine kleine Insel vor Grönland, die
wie sie ja wissen auch zu den Habschaften des Volturi-Clans gehören
umbauen lassen. Zufahrt zu der Insel hat man nur durch 3 Schleusen
die von meinen Leuten überwacht werden, natürlich wird er mit dem
nötigsten Versorgt, aber jeglichen Luxus wird ihm selbstverständlich
verwehrt. Er wird einsam und alleine auf dieser Insel leben.Damit
beende ich diese Versammlung und bedanke mich für Ihr erscheinen und
Ihre Anteilnahme, aber seien sie gewarnt, wenn jemand von Ihnen denkt
das wir immer so entscheiden haben Sie sich getäuscht. Guten Tag.“
beendete
ich dieses armselige Unterfangen und verliess zielsicher den Raum.
Reinhard
folgte mir und Edward blickte erleichtert auf. Der eine oder andere
murmelte grantig vor sich her, aber es musste mir egal sein. Ich
hatte entschieden und es war der einzige Kompromiss den ich eingehen
konnte, denn Edwards Vater zu ermorden würde mich um nichts besser
machen als Carlisle. Schlimm genug, dass ich ihm meine Entscheidung
noch persönlich überbringen muss.
„Bella?“
hörte ich Reinhard hinter mir sagen und bemerkte wie er mir eine
Hand auf die Schulter legte. „ Du machst es schon wieder... hör
auf dir auf der Unterlippe herumzu beissen, du blutest schon wieder
und maltretier deine Knöchel nicht so, du hast die best Möglichste
Entscheidung getroffen die man in eurer Situation treffen kann und du
hast es dir nicht gerade leicht gemacht, ich mein schau dich doch mal
an, du bist ein Schatten deiner Selbst so würde ich dich nie und
nimmer auf das Staatsbanquet der Queen mitnehmen deren Einladung du
mal wieder ausgeschlagen hast. Dir ist schon klar, das du dir ihren
Unmut zuziehst und wer weiss wozu Connections ins Königshaus gut
sein können.“ beendete er seinen Vortrag und wurde von jemanden
den ich nicht einmal kommen hörte bestätigt.
Innere
Ruhe und ein Stückchen Frieden brach über mich herein und ich
wusste, das Mike gerade den Raum betreten hatte und Reinhard
zugestimmt hatte. Mit einem lächeln auf den Lippen wand ich mich zu
ihm um und lief auf ihn zu um ihn zu umarmen. In beängstigender
kurzer Zeit war er für mich der Bruder den ich nie hatte geworden
und ich genoss jeden Augenblick mit ihm denn wir hatten eine
eindeutige Win-Win-Situation. Wir stützten uns gegenseitig und er
war der Fels in der Brandung, Edward war die Sonne um die sich meine
Existenzt drehte, Reinhard, James und Jake waren die Säulen die
alles aufrecht hielten.
Alle
zusammen waren wir mittlerweile eine große Familie, die mit Miss
Babette, Emmett und Rose, Alice und Jasper sehr gute Freunde und
Vertraute gefunden haben. Gemeinsam würden wir das Kind schon
schaukeln, dachte ich während ich zwischen Reinhard und Mike zu dem
Raum ging indem die letzte Hürde in diesem Kapitel zu nehmen war.
Der letzte Schritt in eine ungewisse aber aufregende Zukunft und
vielleicht brauchte man auch etwas Böses um die Welt ins richtige
Licht zu rücken.
Ich
atmete noch einmal tief und fest durch, straffte den Rücken so hart,
das ich beinahe die Haltungsnote eins bekommen hätte müssen und
ging erhobenen Hauptes mit einem mächtigen Knoten im Magen in den
Raum hinein. Meinen Blick auf Edward gerichtet, der etwas abseits
von Carlisle stand und einer zierlichen goldblonden Frau mit
rotgeweinten Augen die Hand auf die Schulter gelegt hatte. Auf diese
Art und Weise hätte ich mir auch nie gedacht meine hoffentlich
zukünftige Schwiegermutter kennen zu lernen, aber besondere Umstände
erfordern eben manchmal besondere Reaktionen.
„Carlisle Cullen, im Namen der Volturi möchte ich dir mitteilen, das wir uns dazu entschlossen haben dich für den Rest deines hoffentlich langen Lebens auf eine unserer Inseln zu verbannen. Ich weiss ja das du einen faibel für Inseln hast, aber auf dieser würde ich dir Schal und Handschuhe empfehlen, die ich dir in meiner grenzenlosen Gutmütigkeit selbstverständlich zur Verfügung stelle.
„Carlisle Cullen, im Namen der Volturi möchte ich dir mitteilen, das wir uns dazu entschlossen haben dich für den Rest deines hoffentlich langen Lebens auf eine unserer Inseln zu verbannen. Ich weiss ja das du einen faibel für Inseln hast, aber auf dieser würde ich dir Schal und Handschuhe empfehlen, die ich dir in meiner grenzenlosen Gutmütigkeit selbstverständlich zur Verfügung stelle.
Esme,
Ihnen möchte ich anbieten, das Sie bei Ihrem Sohn und meiner Familie
bleiben können. Es wäre mir eine Ehre sie bei uns begrüßen zu
dürfen und Sie können sich gar nicht vorstellen wie dankbar ich
bin, dass Ihr Sohn mehr nach Ihnen kommt als nach diesem Bastart
hier. Ich möchte Sie natürlich zu nichts drängen, entscheiden Sie
in Ruhe. Selbstverständlich können Sie Ihren Mann so oft besuchen
wie Sie möchten, auch wenn es für mich nicht nachvollziehbar ist
und ich mir wünschen würde, dass er dort einsam und verlassen sein
Leben fristen muss.“ beendete ich meine Rede mit fester Stimme,
nickte allen Anwesenden zu und ging hinaus. In mir brodelte es und
ich musste mich zusammenreissen, das ich nicht über den Tisch langte
und Carlsile den Hals umdrehte. Ich lief zurück in mein Büro und
schloss die Türe ab, denn die nächsten Stunden gehörten nur mir
und meiner Erinnerung an meine Mutter die für jetzt und alle Zeit in
meinem Herzen weiterleben würde als die die sie war....
Meine
liebevolle, spontane, kindische Mutter die immer nach einem Abenteuer
gesucht hatte.
Bella Pov ENDE
Edward Pov – Let me Sign
Edward Pov – Let me Sign
Alles
in mir entspannte sich, als Bella meinem dummen Erzeuger mitteilte,
dass sie ihn am Leben lassen würde. Meine Mutter konnte ihren Ohren
ebenfalls nicht trauen und frug mich, als Bella den Raum verlassen
hatte noch gefühlte tausend Mal ob das wirklich Wahr war und ich
nahm sie in den Arm drückte sie an mich und bestätigte ihr es immer
und immer wieder. Einzig und allein Carlisle sass versteinert da und
wusste nicht was er mit dieser Nachricht machen sollte, dass Bella
ihm sein Leben geschenkt hatte konnte er nicht sehen, denn für ihn
war es das Schlimmste was passieren konnte, wenn man ihm seine
Freiheit nahm und das hatte sie getan.
Bella......
Sie
war so anders seitdem die Ärzte ihr kaum 3 Tage nachdem wir wieder
zurück in London waren die schreckens Nachricht überbracht hatten.
Ihre Mutter starb an einem Herzkreislauf versagen, denn die Folgen
der Verletzungen und der Gefangenschaft waren zu schwerwiegend
gewesen und Renee war einfach zu schwach gewesen. Bella fiel in eine
Art steinerne Starre. Sie ass nur wenn man sie buchstäblich zwang,
den restlichen Tag sass sie apathisch in der Gegend herum, sprach
kein Wort noch nicht einmal Reinhard kam an sie heran. Ich durfte
mich ihr nicht einmal auf einen Meter nähern, wich sie schon zurück
oder lief davon. Sie zerfrass sich selber und ich konnte ihr nur
dabei zu sehen.
Sie
anzusehen bereitete mir unendliche Schmerzen, denn ich konnte fühlen
wie es ihr geht. Das war diese spezielle Bindung zwischen Bella und
mir die wir hatten. Der andere konnte sich auf einen anderen
Kontinent befinden wussten wir immer wie es uns geht und ob wir in
Schwierigigkeiten steckten. Sie war meine Seelenverwandte, um so mehr
tat es mir jetzt weh, den Zugang zu ihr verloren zu haben und ich
wusste nicht wo ich ihn wieder finden würden.
Ich
hatte ihr und James alles was den Cullen gehört hatte überschrieben
und damit zwei Imperien einfach so zusammen geschlossen, nicht
einmal diese Neuigkeit interessierte sie genug um sie aus ihrem
verdammten Schneckenhaus zu holen. Einzig und alleine als gefühlte
15 Lkw´s die Oxford Street blockierten und sie von einem donnerten
Geräusch beinahe vor Schrecken beim lesen von ihrer Fensterbank
gefallen wäre, interessierte sie sich für ihre Umwelt. Sie kam
angelaufen und das erste Mal nach langem strahlte sie beinahe mit der
Sonne um die Wette. Das sie instinktiv gehandelt hatte konnte ich
daran erkennen, dass sie mir um den Hals gefallen war und mir einen
kleinen Kuss auf die Wange gedrückt hatte. Ich schlang meine Arme um
sie herum, zog sie an mich und hob sie hoch, drehte sie ihm Kreis wie
als hätten wir uns seit Wochen nicht mehr gesehen und so fühlte es
sich auch an. Ein kleines Stückchen Bella war in diesem Moment
wieder gekommen und ich liebte es.
„Ich
liebe dich mehr als mein Leben, Bella!“flüsterte ich in ihr Haar
und sie sagte nur „Ditto“ darauf, was schon mehr Reaktion war als
die Tage davor. So schön dieser Moment auch war so schwarz wurde der
restliche Tag, denn sie kam vom spazieren gehen mit einem fremden
Mann nach Hause. Sie schleppte ihn in ihre Etage und man hörte und
sah den ganzen Tag nichts von den beiden. Zugegeben ich vertraute
ihr blind, aber eifersüchtig war ich schon, denn sie machte uns nur
im vorbei gehen miteinander bekannt. Diesmal blieb sogar Reinhard,
der eigentlich immer eine Erklärung für ihr Verhalten fand, ratlos
stehen und blickte ihr ungläubig nach. Die nächsten tage vergingen
und ich spürte, dass es ihr immer Besser ging, aber der Kerl war
noch immer da und verhielt sich wie ihr Schatten. Egal wo sie hing
ging, er folgte ihr – fehlte nur mehr, dass er sie auch auf die
Toilette begleitete so wie es Freundinnen nun mal taten, denn der
Kerl war eindeutig ein verhautes Mädchen und stand sicher nicht auf
das weibliche Geschlecht, auch wenn Reinhards Instinkt das Gegenteil
behauptete, denn das wollte ich ganz und gar nicht wahrhaben. Es war
einfach nicht möglich, dass man mir Bella streitig machte. Am
liebsten hätte ich ihn in die Themse gespült oder bei Changing the
Guards vor die Pferde geworfen und gehofft das sie ihn zertreten
würden, aber das konnte ich nicht machen denn er tat ihr gut und da
war doch eigentlich das Wichtigste. Ich konnte es aber nicht
verhindern, dass jedesmal wenn er und ich im selben Raum waren, das
ich versuchte ihre ungeteilte Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, was
mir zugegebener Massen ziemlich gut gelang.
Irgendwann
gewöhnt man sich an alles, hatte Reinhard zu mir gesagt und er
hatte Recht. Ich sah diesen Mike als ihren Bruder an, denn das schien
er für sie zu sein. Die beiden hatten manchmal nur Unfug im Kopf,
damit übertrumpften sie sogar Jake und mich und wir ließen selten
eine Gelegenheit aus um Unfug zu treiben, auch wenn es in letzter
Zeit immer ziemlich ernst zuging.
Wie
so oft stand ich gedankenverloren an meinem Fenster und spielte mit
der gefühlten tonnenschweren Samtschachtel in meiner Hosentasche.
Ich wartete noch immer auf den perfekten Moment, aber ob der jemals
kommen würde? Ich möchte sie nicht plump fragen ob sie meine Frau
werden möchte, aber wann war schon der „perfekte“ Moment? Gab
es den in unserem Leben überhaupt? Ich holte den Ring hervor und
liess ihn im Sonnenlicht glitzern, als sich vollkommen aus dem Nichts
auftauchend ein Mann hinter mir räusperte. Bellas Schatten stand auf
einmal hinter mir und grinste breit.
„Wann
willst du sie denn fragen?“ wollte er neugierig, das die Hälfte
reichte wissen und ich murmelte nur ein flüchtiges „Bald“ und
wollte weg gehen.
„Ich
weiss wir hatten nicht wirklich den Besten Start und ich hab sie
dafür auch schon gerügt, aber es ging nicht anders. Du kannst dir
vielleicht denken, das es für sie nicht sonderlich einfach war und
ich fürchte wenn es anders gelaufen wäre, dann hätte sie sich
demnächst etwas angetan...“ erklärte er sich und ging mir in dem
Moment unglaublich auf den Sack.
„Was bist du ihr Psychologe? Nimm deine Weisheiten und mach dich vom Acker, ich kenn meine Bella gut genug, um zu wissen das sie schon richtig entscheidet und wenn sie der Meinung ist, dass du ihr gut tust , soll das so sein, aber erwarte nicht, das ich dich deshalb mag oder dich hier willkommen heisse und jetzt raus hier, das sind meine privat Räume.“ wand ich mich wieder von ihm ab, liess den Ring in der Tasche verschwinden.
„Was bist du ihr Psychologe? Nimm deine Weisheiten und mach dich vom Acker, ich kenn meine Bella gut genug, um zu wissen das sie schon richtig entscheidet und wenn sie der Meinung ist, dass du ihr gut tust , soll das so sein, aber erwarte nicht, das ich dich deshalb mag oder dich hier willkommen heisse und jetzt raus hier, das sind meine privat Räume.“ wand ich mich wieder von ihm ab, liess den Ring in der Tasche verschwinden.
„Wie
du möchtest..“erwiderte er und verschwand zum Glück genau so
leise aus meiner Gegenwart wie er hier aufgetaucht war. Endlich
wieder alleine stand ich an meinem Fenster und starrte auf das rege
Treiben London´s und ich konnte die Narben der Vergangenheit in dem
gebrochenen Licht, welches durch mein Fernster hereinblinzelte
spüren, aber jede war es Wert, denn jede einzelne ebnete den Weg zu
meiner Zukunft. Zu meiner Zukunft mit Bella.
Vermutlich
vergingen wiedermal Stunden, in denen ich wie so oft hier stand und
nachdachte, aber wir hatten Zeit-mindestens bis für immer....
Glockenhelles
lachen flog durch den Flur und es erwärmte mein Herz, denn es war
Bellas lang vermisstes ehrlichen Lachen was ich da zu hören bekam.
Der Grund dafür war eigentlich egal, auch wenn es den müden
ekeligen Beigeschmackes von ihrem Schatten trug. Ich ging schnellen
Schrittes aus meinem Zimmer raus, als ich voller Wucht ein Sofakissen
ins Gesicht bekam. Wieder erhellte das Lachen den Gang und ich musste
unwillkürlich mitlachen, auch wenn ich wusste, wer das Kissen
geschossen hatte, denn der Übeltäter sah betroffen in meine
Richtung und man konnte es ihm ansehen, das er sehnsüchtigst darauf
wartete, das ich sauer ausraste, aber den gefallen wollte und konnte
ich ihm einfach nicht tun.
Flink
bückte ich mich, um das Kissen aufzuheben und schleuderte es Jake
ins Gesicht, der gerade zufällig aus der Dusche herauskam und
entsprechend rar bekleidet war. Instinktiv hob er die Hände und
liess aber sein Handtuch los, das sofort dem Gesetzt der Schwerkraft
zum Opfer gefallen war. Erst wurde es beängstigend still am Flur und
auf einmal brachen wir alle in schreiendes Gelächter aus. Als dann
auch noch Reinhard um die Ecke blinzelte war und einen tierischen
Laut von sich gab war es entgültig vorbei. Die Lachtränen
sprudelten nur so aus den Augen der beteiligten, bis Jake dann
irgendwann meinte, das es wohl besser sei, wenn er sich jetzt dann
anziehen ginge, bevor hier noch der ein oder andere schwach werden
würde.
Bella
schlich sich vorsichtig an mich heran und schlang ihre Arme um meine
Mitte, stellte sich auf ihre Zehenspitzen und hauchte mir einen
kleinen Kuss auf die Nasenspitze, grinste mich an und lief dann
Richtung Treppe um hastig zwei Stufen auf einmal nehmend nach oben in
ihre Etage zu laufen. Einmal blieb sie kurz stehen um zu sehen ob ich
anstalten machte ihr nach zu laufen, als ich das jedoch nicht tat,
weil ich einfach nicht wusste was ich mit dieser Aktion anfangen
sollte, zwinkerte sie mir zu und ich verstand.
Wie
von der Tarantel gestochen, nahm ich buchstäblich beide Beine in die
Hände und lief als würde es um mein Leben gehen nach oben. Nichts
ahnend was mich erwarten würde, machte sich in mir eine Vorfreude
breit, das es grenzenloser nicht mehr gegangen war. Bei ihrer Türe
angekommen, klopfe ich sachte an bevor ich den Raum betrat. Sie sass
auf ihren monströsen Kissen am Boden und lächelte mich an als sie
mich wahrnahm, klopfe auf das freie Kissen neben ihr und frug mich ob
ich mir mit ihr ein paar Filme ansehen wollte, so wie ganz normale
Paare.
Natürlich
stimmte ich ihrem Vorschlag zu, denn ich konnte mich nicht erinnern,
das wir schon jemals etwas getan haben wie ein ganz normales Paar.
Ich liess mich neben sie auf die Kissen und wir schauen „ Ghost“.
Eine Schnulze, die schnulziger nicht mehr sein konnte, da bekam man
im wahrsten Sinne des Wortes „weiche Eier“, aber wenn es sie
glücklich machte, dann machte es mich auch glücklich. Im laufe des
Filmes kam sie mir immer näher und irgendwann, hatte sie sich ganz
dich an mich gelehnt, ihren Kopf an meiner Schulter, meine Finger
spielten mit einer Strähne ihres Haares und so sahen wir fern.
Eigentlich
hätte es perfekter nicht sein können, als unsere Telefon
gleichzeitig die schrecklichste aller Melodien spielte. Wir schauten
uns mit wehleidigen Blicken an und drückten mehr als nur widerwillig
auf die grüne Taste. Bella sass mit geschlossenen Augen da während
sie kopfschüttelnd der Stimme am Telefon lauschte.
Irgendwo
im westlichen Schottland ging ein Atomwaffen-Deal schief und die
Amerikaner sind darüber nicht sonderlich erfreut und haben unsere
Männer im wahrsten Sinne aufgeknüpft. Drei von Vieren kamen in
Einzelteilen bei Babette an, der Vierte sang wie ein Kanarienvogel
und James wollte jetzt wissen was wir dagegen unternehmen sollten,
denn Stress mit den Amerikaner bedeutete, dass sich die Russen auch
bald einmischen würden und dann würde es richtig blutig werden und
das sollten wir weitgehenst verhindern. Bellas kopfschütteln wurde
immer intensiver, sie verstand das gesagte konnte es aber nicht
glauben, dass wir schon wieder Ärger an der Backe hatten. Sie
unterbach James Vortrag mit einem eisigen Zischen und flüsterte
einen Befehlscode der mir nichts sagte gefolgt von ein paar Namen.
Meiner und Jakes fehlte, seltsamer weise. Ich konnte mir nur
vorstellen, das die gefallen Namen die derjenigen waren die sich
binnen kürzerster Zeit in der Zentrale einfinden mussten um das
weitere Vorgehen zu besprechen.
Emmett, Jasper und Babette sollten ihren sieben Sachen packen und sich mit meiner Bella in exakt 45 Minuten treffen. Von mir war nicht die Rede... als ob ich sie auch nur einen Schritt alleine machen lassen würde. Erwähnte sie mich deswegen nicht oder hatte sie mich absichtlich aussen vor gelassen? Wollte sie tatsächlich ohne mir gehen?
Emmett, Jasper und Babette sollten ihren sieben Sachen packen und sich mit meiner Bella in exakt 45 Minuten treffen. Von mir war nicht die Rede... als ob ich sie auch nur einen Schritt alleine machen lassen würde. Erwähnte sie mich deswegen nicht oder hatte sie mich absichtlich aussen vor gelassen? Wollte sie tatsächlich ohne mir gehen?
Sie
beendete das Telefonat, sprang auf ohne mich auch nur eines Blickes
zu würdigen und ging zu ihrem Multifunktionsschrank. Hämmerte
automatisch einen Code in das Tastenfeld und wartete ungeduldig bis
ihre Kampfgarderobe sichtbar wurde. Ich staunte nicht schlecht, denn
ich kannte diesen Schrank nur aus Erzählungen von Reini. Sie
entledigte sich ihrer Kleidung und wenn die Situation gerade nicht so
verdammt Ernst und strange gewesen wäre, verdammt dann wäre mir
auch das Wasser im Mund zusammen gelaufen, aber mehr als sinnloses
gestarre brachte ich gerade nicht zusammen. Automatisch rutsche sie
in ihren Anzug, verstaute eine Menge Waffen an ihrem Körper,
eigentlich müssten die Sachen mehr als nur sichtbar sein, aber man
sah einfach nicht. Es folgte eine ganze Batterie an Munition, auch
die spurlos verschwunden in den scheinbar unendlichen weiten dieses
perfektanliegenden Lederanzuges. Ihre endlosen Haare wurden geschickt
mit nur wenigen Handgriffen geflochten und mit einem Lederband
zusammengebunden. Mir war noch nie aufgefallen das sie wie eine
kleine etwas blasse Amazone aussieht wenn sie im Kampfmodus ist. Ich
konnte meine Augen nicht von ihr abwenden, aber ich wusste, das ich
sie darauf ansprechen musste, denn ich war davon überzeugt, dass sie
alleine gehen wollte.
„Bells?
Was hast du vor?“ sprach ich sie leise und ruhig an.
„Nichts,
ich klär das schnell und bin in ein paar Tagen wieder da“ kam
monoton als Antwort.
„Wir
klären das, oder“ frug ich etwas dümmlich nach und wartete ihre
Reaktion ab die leider genau so war wie ich befürchtet hatte. Sie
seufzte und schaute mich eisig an.
„Nein,
Edward, nicht WIR sondern ICH! Dich brauche ich hier, denn
irgendjemand muss ja die hochschwangere Rose und die etwas leicht
nervöse Alice beschützen und Reini... Du weisst der Teufel schläft
nicht und wenn das eine Falle ist wo sie hoffen das sie uns beide
kriegen.... wir wollen uns doch nicht am Silbertablett servieren
oder?“ erklärte sie mit leiser gebrochener Stimme. Ich konnte
erkennen so richtig wohl fühlte sie sich bei ihrem Entschluss nicht,
aber so betrachtet hatte sie Recht. Natürlich hatte sie das, denn
sie war generell eine Mensch der versuchte alle Möglichkeiten durch
zu denken bevor sie reagierte. Es war dumm von mir, dass ich dachte
sie möchte mich nicht dabei haben. Ich stand auf, schlenderte betont
lässig zu ihr rüber, legte ihr einen Arm um die Hüften und
betrachtete uns im Spiegel.
„Wie
Bonnie und Clyde“ meinte ich lächelnd und betrachtete uns und sie
kicherte und meinte salop, dass wir beide aber um Welten besser
aussehen und tausendmal gefährlicher wären. Wieder hatte sie Recht,
aber diesmal gab ich es nicht zu sondern küsste ihre Schläfe und
liess sie sich in Ruhe fertig machen. Sie schlüpfte wie als würde
sie es jeden Tag machen in ihre Martens und schnürrte sie flink nach
oben. Ehe ich mich versah verschwanden jeweils zwei Wurfmesser darin
und ich frug mich erneut wo zur Hölle die hin verschwunden waren,
gab es aber auch gleich wieder auf, das ich versuch zu verstehen wie
sie das machte. Sie band sich hier und da noch ein Accersoire um und
betrachtete sich mit einem leisen zischen im Spiegel.
„Mit
der Lizenz zum Töten“ meinte sie grinsend und war sichtlich
zufrieden, soweit das eben in diesem Fall ging. Ich bestätigte ihre
Feststellung nur zu gern und gemeinsam Hand in Hand gingen wir
hinunter. Im eigentlichen Wohnzimmer unserer heiteren
„Wohngemeinschaft“ trafen wir auf Reini, Jake und Mike denen
sichtlich der Atem wegblieb als sie uns sahen, weniger wegen mir aber
das war ja nicht so wichtig.
„Maria
und Josef...“ war das einzige was Reinhard rausbrachte und Bella
deutete artig einen Hofknicks an und grinste. Jake schlug Mike
kräftig in die Rippen und hielt ihm ein Tempo hin und meinte er soll
sofort aufhören zu sabbern sonder versaut er noch die
Wildledercouch.
„Wwwa..wassss
ist denn passiert, das du so ein Outfit trägst? Steht Eddie
neuerdings auf S&M oder was hat das zu bedeuten?“witzelte er
und bekam als dank von Reinhard einen durchaus beachtlichen kräftigen
Tritt gegen sein Schienbein. Bella erklärte in kurzen Sätzen die
Sachlage und den Stand der Dinge und verschwand anschliessend sofort
in die Garage. Ich folgte ihr, denn eigentlich wollte ich sie nicht
gehen lassen.
Wie
blieben vor ihrer Maschine stehen und sie sah mich traurig an. Ich
wusste was jetzt kommt, aber ich wollte es nicht hören.
„Edward,
sollte ich.....“ noch bevor sie den Satz auch nur annähernd zu
Ende sprechen konnte presste ich meine Lippen wie ein Besessener auf
die ihren und wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich sie
nicht mehr losgelassen - nie mehr. Meine Gedanken rasten mit meinem
Puls um die Wette. Als sie meinen Kuss erwiederte stiess ich ein
kleines leises Stoßgebet gen Himmel, denn diese geteilte Zweisamkeit
war etwas, dass wir schon lange nicht mehr in dieser Intensität
geteilt hatten. Meine Gedanken drängten den Ring immer wieder und
wieder vor mein geistiges Auge, jedoch...
War
jetzt der perfekte Zeitpunkt sie zu fragen ob sie meine Frau werden
wollte? Wohl kaum, aber hatte ich dannach noch die Möglichkeit?
Würde sie, die in letzter Zeit immer so umsichtig denkt überhaupt
„ja“ sagen? Ich verschob den Gedanken ganz schnell wieder und
beschloss zu warten bis sie wieder nach Hause käme. Tief in meinem
Inneren war ich davon überzeugt das sie wieder nach Hause kommt-
Irgendwie & Irgendwann
Sie
löste sich von mir, wischte eine Träne weg, legte ihre Hand an
meine Wange und wand sich von mir ab. Zögerte kurz und griff nach
ihrem Helm, setzte in auf, drückte den Türöffner des Tores,
schwang sich auf die Maschine, starte und fuhr los.
Bella
drehte sich nicht nocheinmal um, das hatte sie noch nie getan, damit
machten wir es uns nicht noch schwerer als es ohnehin schon war, denn
wir fühlten beide, dass wir uns heute nicht das letzte Mal im Arm
hatten, aber würde ein positives Gefühl reichen um die Sache unter
Kontrolle zu bringen?
Ein
räuspern riss mich aus meinen Gedanken, hastig wand ich mich um und
erkannte schnell, dass dies nicht nötig gewesen wäre, denn es war
nur diese parasitäre Anwandlung die sich Bellas bester Freund
schimpfen durfte. Ich zog gelangweilt eine Augenbraue nach oben und
wartete darauf, dass er eine seiner Weisheiten vom Stapel lassen
würde, aber das tat er nicht.
„Du
liebst sie wirklich, stimmt´s?“ meinte er besorgt
„Mehr
als mein Leben!“antwortete ich ohne zu zögern.
„Hast
du keine Angst, das sie sich gegen ein solches Leben entscheiden
könnte? Immerhin ist sie nicht hineingeboren so wie du?“ stichelte
diese parasitäre Ratte.
„Woher,...“
ich wusste die Frage war unnötig und er winkte auch sofort ab und
gab mir zu verstehen, das er alles und damit meinte er auch wirklich
alles mittlerweilen wusste und ich konnte mir ein knurren nicht
verkneifen.
„Hey,
komm runter Mann, ich tu dir nichts. Ich nehme sie dir nicht weg,
hatte ich nie vor. Das Schicksal hatte mich damals im Park auf sie
aufmerksam gemacht und ich hatte das Bedürfnis ihr zu helfen, aber
ich sah zu keinem Zeitpunkt mehr in ihr als eine kleine Schwester auf
die ich aufpassen darf, also hör auf mir den Tod an den Hals zu
wünschen, das ist mit der Zeit echt unangenehm, wenn man nicht um
die Ecke gehen kann, weil man Angst haben muss du erschiesst mich
gleich.“ lachte er heisser, aber man sah ihm an das es die Wahrheit
war.
„Tja,
dann muss ich dir wohl dankbar sein oder?“meinte ich vor Sarkasmus
triefend
„Nein,
und du musst mich deswegen auch nicht in den Ritterstand erheben,
aber zumindest aufhören mich zu erdolchen nur weil ich existiere und
akzeptieren das wir befreundet sind würde schon mal reichen. Und
wenn du artig bist, stelle ich dir auch mal meine Frau vor..“
meinter er und liess mich mit offenem Mund in der Garage stehen. Ich
konnte gerade nur perpelx meinen Kopf schüttel so überfahren hatte
er mich gerade. Ob Bella davon wusste?
Ich
ging zurück ins Wohnzimmr um mich mit Jake und Reini zu
beratschlagen, als ich oben ankam, stellte ich fest, das Rose und
Alice mit gefühlten 100 Koffern bereits bei uns abegeladen wurden,
wobei Rose eher gestrandet war. Auch wenn sie eher einem Wal glich
als einer Frau sah sie wunderschön aus, ich meine natürlich nicht
zu vergleichen mit meiner Bella, also so wie ich sie geistig
vorstelle wenn sie unser Kind..... ja WENN und ich hoffte
inständigst, dass sie das wird.
Zwanzig
Minuten nachdem ich mich gemütlich zu den anderen gesellte,
klingelte die Glocke an der Türe, instinktiv zog ich meine Waffe
dich ich sicherheitshalber wieder angelegt hatte und öffnete die
Türe. Esme traf beinahe der Schlag und fing sofort zu weinen an.
Meine arme Mutter, so einen Schrecken hätte ich ihr nicht einjagen
dürfen, aber wer rechnete damit, dass sie ausgerechnet heute zu uns
kommen würde. Sie zitterte am ganzen Körper und versuchte mir zu
erklären, dass Bella sie abholen hat lassen und hierher bringen. Sie
hat ihr nur grob erzählt weswegen das Nötig seie, aber da Esme
Bella blind vertraute, die beiden verstanden sich zum Glück bestens,
vorallem wenn man die Umstände bedachte, war das für sie Grund
genug ihrer Bitte folge zu leisten.
Ich
führte sie in eines der Gästezimmer und liess sie fürs erste in
Ruhe, damit sie sich von dem Schrecken erholen konnte und erstmal
hier ankommen konnte.
Langsam
wurde ich das Gefühl nicht los, dass Bella schlimmeres erwartete,
denn im laufe der Nacht wurden Lebensmittel und Munition, Waffen und
schusssichere Westen angeliefert. Desweiteren liess sie am nächsten
Tag alle Fenster überprüfunen und gegenebenfalls gegen Panzerglas
austauschen. Langsam aber doch entwickelte sich das hier zu einem
Hochsicherheitstrackt und ich wusste nicht wieso, aber mein Gefühl
irrte nie und Jake war sich mittlerweilen mehr als nur sicher, dass
Bella ahnte, dass sie möglicherweise in eine Falle lief- wieder
einmal und uns hier für den Notfall ausrüstete. James hatte ich
seit Bellas Abreise nicht mehr gesehen, aber von Reinhard wusste ich
das er in die Zentrale gezogen war um dort alles zu überwachen. Die
Vier haben neue Sensoren und Peilsender bekommen, die um ein
vielfaches besser waren als die Alten und bei weitem, nicht mehr so
leicht deaktivierbar sind, aber mindestens genauso schwer
lokalisierbar waren. Wenn ich ihn richtig verstanden hatte, wurden
die Vitalfunktionen von ihnen im dreisig Minuten Takt an James
geschickt genauso wie ihr aktueller Aufenthaltsort. Mir wurde
plötzlich bewusst, wovon Babette die letzten Male geredet hatte, als
sie sich mit James unterhalten hatte, aber ich hab das Ganze nicht
als Wichtig genug eingestuft, denn immerhin hatte ich alle Hände
voll damit zu tun, mich um Bella zu sorgen.
Es
war ärgerlich, dass ich meiner Umwelt manchmal so wenig
Aufmerksamkeit schenkte, so das mir so wichtige Details entgingen.
Die
Tage kamen und gingen, genauso wie die Nächte die sowieso in letzter
Zeit einsam waren, aber jetzt wo sie noch nicht mal in der Nähe war,
kamen sie mir noch einsamer vor.
Ich
wälzte mich wie jeder Nacht von einer Seite auf die und hoffte
wenigstens diese Nacht schlafen zu können. Gerade als ich endlich
mein Hirn dazu überreden konnte eine kleine Pause einzulegen um mich
ein wenig regenerieren zu lassen hörte ich seltsam kratzende
Geräusche.
In
jedem normalen Haushalt würde man es auf einen Baum schieben der an
der Hausmauer kratze, aber nicht mitten in der Stadt und schon gar
nicht in Mitten von London, auch der Hund den wir nicht besassen viel
aus. Genervt und auch ein wenig besorgt schob ich die Decke auf die
Seite, zog meine 9 mm unter dem Kissen hervor, öffnete die lautlos
die Türe und schlich mich hinaus auf den Gang.
Aus
dem kratzenden Geräuschen wurde ein knackendes und ich war mir
ziemlich sicher, da machte sich jemand an der Hintertür zu schaffen,
aber wer um himmels willen war wirklich so dumm und versuchte in ein
Volturi-Cullen-Haus einzubrechen. Das wäre ungefähr so, wie wenn
man ins Gefängnis einbricht...
Vorsichtig
schlich ich mich in die Küche und musste feststellen, dass das
Geräusch aus der Garage kam. Langsam wurde mir etwas flau im Magen,
denn sie waren ganz schön weit gekommen, für dass das wir hier
eigentlich die höchsten Sicherheitsmassnahmen hatten die man für
viel Geld kaufen konnte.
Sicherheitshalber
entriegelte ich meine Waffe und , legte den Finger erneut auf den
Abzug und hob sie so an, dass ich sofort Schussbereit wäre, für den
Fall der Fälle. Mit der anderen Hand öffnete ich die Türe und
hoffte das man mich nicht sofort sehen würde. Kaum stand sie offen
traute ich meinen Augen nicht, denn die Garage war leer. Auf der
Innenseite des Tores war eine harmlos aussehende Schachtel
angebracht und ich fragte mich ernsthaft welche gestörte Person
riskierte entdeckt zu werden und klebte sowas auf ein Garagentor...
Ich
ging hinüber zum Schrank, griff mir das Sprengstoffgerät und fuhr
damit vorsichtig über die Schachtel. Als es nicht Ausschlug wunderte
es mich zwar, aber eigentlich wäre es zu einfach uns in die Luft
jagen zu wollen und vorallem in der Garage dezent zwecklos. Ich
löste die Schleife darauf und der Deckel fiel zu Boden und Bellas
Ledernearmband mit dem kombinierten Volturi-Cullenemblem flog
blutdurchtränkt auf den Boden.....
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